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Crop-Faktor Brennweite: Bildwinkel rechnen, Zahl lassen

SpezialOktober 20267 Min. Lesezeit
Person tritt mit der Kamera einen Schritt zurück, weil das 50-mm-Objektiv das Motiv nicht ganz fasst

Crop-Faktor Brennweite: APS-C mit 1,5 oder 1,6 und Micro Four Thirds mit Faktor 2 ändern den Bildwinkel. Die Millimeterzahl am Tubus bleibt stehen.

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Sie setzen das 50er an die APS-C-Kamera, weil es an einem Vollformat-Gehäuse in der Wohnung wie ein alltägliches Objektiv wirkt. Auf dem Display rückt dieselbe Person näher heran, der Hintergrund löst sich stärker, und der Schritt zurück endet an der Kommode. Am Tubus steht weiter 50 mm.

Der Sensor zeichnet einen kleineren Ausschnitt des Bildkreises auf, deshalb wird der Blick enger. Die Rechnung zur Crop-Faktor Brennweite übersetzt diesen Ausschnitt ins Kleinbild, bevor Sie das nächste Glas kaufen. Vorwärts vergleichen Sie den Winkel mit dem Vollformat, rückwärts suchen Sie die Brennweite für denselben Blick. Ob der Bildkreis den Sensor ausleuchtet, prüfen Sie danach getrennt.

Kurz gesagt

Der Faktor übersetzt den Bildwinkel ins Kleinbild, die Gravur am Objektiv bleibt. 50 mm entsprechen an APS-C mit etwa 1,5 ungefähr 75 mm, an Canon APS-C mit 1,6 ungefähr 80 mm und an Micro Four Thirds mit Faktor 2 ungefähr 100 mm. Den Blick eines Vollformat-50ers treffen Sie näher bei 33 mm, 31 mm oder 25 mm, und die Belichtung bleibt aus dieser Rechnung draußen.

Was der Faktor wirklich multipliziert

Die Brennweite steht auf dem Tubus, unabhängig vom Gehäuse. 50 mm bleiben 50 mm, an APS-C, an Micro Four Thirds und am Vollformat. Geändert wird der Anteil des Bildkreises, den der Sensor aufzeichnet. Der Crop-Faktor macht aus dem engeren Bildwinkel eine kleinbildäquivalente Vergleichszahl: aus 50 mm werden mit 1,5 somit 75 mm, mit 1,6 somit 80 mm und mit 2 somit 100 mm. Wer von einer verlängerten Brennweite spricht, meint diesen Vergleich.

35 mm mal 1,5 ergeben 52,5 mm, mal 1,6 ergeben 56 mm. 85 mm mal 1,5 ergeben 127,5 mm, mal 2 bereits 170 mm. Aus einer Porträtbrennweite am Kleinbild wird am kleinen Sensor ein kurzes bis mittellanges Tele. Am selben Standort zeigt die Vollformatkamera mehr Raum links und rechts, die APS-C-Kamera schneidet den Rand ab.

Datenblätter zu etwa 1,5 liegen manchmal bei 1,52 oder 1,53, und 50 mm mal 1,53 sind etwa 76,5 mm statt 75 mm. Das ist ein schmaler Rand im Sucher und kein Anlass für eine andere Brennweitenklasse. Kommt im Menü ein digitaler Zuschnitt dazu, rechnen Sie mit dem Format der gespeicherten Datei.

Welche Faktoren für Sony, Nikon, Fuji, Canon und MFT gelten

Den Faktor liefert der Sensor, der belichtet. Vollformat mit 24 mal 36 mm trägt Faktor 1. Sony, Nikon und Fuji mit APS-C liegen bei etwa 1,5, Canon mit APS-C bei 1,6, Micro Four Thirds bei 2. An Sony-APS-C, Nikon DX und der Fuji-X-Serie entsprechen 50 mm etwa 75 mm am Kleinbild. Canon mit EF-S, EF-M oder RF-S liegt bei etwa 80 mm. An Micro Four Thirds, dem Bajonett von OM System, Olympus und Panasonic, entsprechen 50 mm etwa 100 mm, und 25 mm entsprechen etwa 50 mm am Vollformat.

Jedes APS-C pauschal mit 1,5 zu rechnen führt zur falschen Kaufidee. 50 geteilt durch 1,5 ergibt etwa 33 mm, durch 1,6 etwa 31 mm. Ein 35er an Canon wird zu 56 mm Äquivalent, an Sony, Nikon oder Fuji zu 52,5 mm. Eine MFT-Kamera mit Faktor 2 macht aus dem 50er ein 100-mm-Äquivalent, eine Sony APS-C etwa 75 mm. Vollformat von Sony, Nikon und Canon bleibt bei Faktor 1. Steht eine Vollformatkamera auf einem APS-C-Zuschnitt, gilt der Faktor dieses Zuschnitts. Fuji-Mittelformat fällt aus dieser Liste.

Rückwärts rechnen, welche Brennweite den Winkel liefert

Die gewünschte Kleinbild-Brennweite geteilt durch den Faktor ergibt die Zahl am Tubus. Für den Blick eines Vollformat-50ers brauchen Sie an APS-C mit 1,5 ungefähr 33 mm, an Canon APS-C ungefähr 31 mm und an Micro Four Thirds 25 mm. Exakt 33 oder 31 mm liegen selten im Regal. An Sony, Nikon und Fuji ist ein 35er die Nachbarschaft, denn 35 mal 1,5 sind 52,5 mm. Ein halber Schritt zurück fängt das oft auf. An Canon APS-C werden aus 35 mm 56 mm, ein 30er oder 32er sitzt näher an 31 mm, sofern das Bajonett diese Brennweite führt.

An Micro Four Thirds ist 25 mm die direkte Entsprechung, 20 mm werden zu 40 mm und 17 mm zu 34 mm. In den MFT-Objektiven liegt zwischen diesen Werten schon ein spürbarer Schritt im Raum. Sobald die Wand den halben Schritt zurück verbietet, entscheidet die nächstkürzere lieferbare Brennweite. Wer das vertraute 50er kauft, bekommt an APS-C den Winkel von 75 oder 80 mm und an MFT etwa 100 mm. Ein 50-mm-Objektiv ist am Vollformat der gewohnte Blick und an der kleinen Kamera oft schon die kurze Porträtbrennweite. Der Schritt zurück endet dann früher an der Wand.

Den Faktor nur einmal anwenden. Aus 50 mal 1,5 werden 75. Wer danach ein 85er sucht, landet bei 85 mal 1,5, also 127,5 mm, und überspringt den 75-mm-Blick. Für den weiteren Blick eines 24ers am Vollformat rutscht die Tubuszahl nach unten: 24 geteilt durch 1,5 sind 16 mm, an Micro Four Thirds entsprechen 24 mm Kleinbild schon 12 mm am Tubus. Solche Brennweiten finden Sie bei den Weitwinkelobjektiven.

Belichtung bleibt, die Schärfentiefe ist die zweite Rechnung

f/1,8 bleibt f/1,8, auf Kleinbild wie auf APS-C. Dieselbe Blendenzahl, dieselbe Verschlusszeit und derselbe ISO-Wert bringen auf die belichtete Fläche dieselbe Lichtmenge. Der Belichtungsmesser setzt keinen Aufschlag für den kleineren Ausschnitt an. ISO, Zeit und Blende stellen Sie nach dem Histogramm ein. Am gleichen Standort zeigt das 50er bei f/1,8 an APS-C den engeren Winkel, die Helligkeit der Fläche folgt trotzdem der Blende.

Soll der Ausschnitt gleich sein, nehmen Sie die kürzere Brennweite oder vergrößern den Abstand. Beides verändert die Schärfentiefe. Wer den Unschärfeeindruck eines Vollformat-50ers bei f/1,8 ungefähr nachbauen will, teilt die Blendenzahl durch den Faktor. An APS-C mit 1,5 liegt diese Vergleichsblende bei f/1,2, an Micro Four Thirds bei f/0,9. Diese Öffnung gibt es an der kurzen Brennweite oft nicht. Am Blendenring bleibt die Zahl, die das Objektiv wirklich führt. Ein 35er oder 25er mit f/1,8 trifft den Winkel annähernd und hält eine tiefere Schärfezone. Bei Landschaft um f/8 tritt das zurück, beim Porträt mit offener Blende erklärt es die andere Staffelung. Rauschen und Dynamik hängen an der Sensorfläche.

Der Bildkreis ist keine Brennweitenrechnung

Ein Vollformatobjektiv an APS-C ist zulässig und zeigt die Mitte des Bildkreises. Ein APS-C-Objektiv leuchtet den Vollformatsensor in der Regel nicht aus: dunkle Ecken, oder die Kamera speichert nur die innere Fläche. Bei Sony passen FE-Objektive an APS-C. APS-C-Glas an Vollformat ist dort nur mit Crop-Einstellung sinnvoll. Ein Adapter verbindet das Bajonett und vergrößert den Bildkreis nicht.

Im Sucher blenden manche Gehäuse die dunklen Ecken aus. Prüfen Sie die Pixelzahl der Datei. Steht dort die Auflösung des Zuschnitts, gilt der Faktor dieses kleineren Formats. Dieselbe Prüfung gilt für den Zusatz APS-C, DX, EF-S, RF-S oder DC. Ein 16-mm-Weitwinkel für APS-C ist am Vollformat ohne Zuschnitt ein Glas mit zu kleinem Kreis. Den Vergleich zu etwa 24 mm Kleinbild liefert erst die Fläche, die wirklich belichtet wird. Ein Vollformat-50er an APS-C ist optisch tragfähig und bildmäßig ein kurzes Tele. Ein APS-C-35er kann rechnerisch nah am 50er-Blick liegen und die Ecken an Vollformat trotzdem abdunkeln.

Zoommarken und der Rechenweg am Tisch

Am Zoom gilt die Formel an jeder Markierung des Rings. 18 bis 55 mm an APS-C mit 1,5 entsprechen 27 bis 82,5 mm am Kleinbild, die Marke 50 mm ist dort der Winkel von 75 mm. An Canon APS-C werden aus 18 bis 55 mm 28,8 bis 88 mm. An Micro Four Thirds gilt jede Marke mal 2: 25 mm sind der 50-mm-Blick, 14 mm sind 28 mm, 45 mm sind 90 mm. Sie brauchen die Gravur, das Sensorformat und eine der beiden Rechenrichtungen. Der Bildkreis bleibt eine eigene Zeile.

  1. Notieren Sie den Faktor der Kamera, die belichtet: Vollformat 1, Sony, Nikon und Fuji mit APS-C etwa 1,5, Canon mit APS-C 1,6, Micro Four Thirds 2.
  2. Multiplizieren Sie die Zahl am Tubus mit diesem Faktor, wenn Sie den Winkel mit einem Kleinbildobjektiv vergleichen.
  3. Teilen Sie die gewünschte Kleinbild-Brennweite durch den Faktor und wählen Sie die nächste Brennweite, die es für Ihr Bajonett gibt.
  4. Prüfen Sie den Bildkreis getrennt: Vollformatglas an APS-C ist zulässig, APS-C-Glas an Vollformat nur mit Zuschnitt oder mit dunklen Ecken.

Für den Vollformat-50er-Blick an Sony APS-C ergibt 50 geteilt durch 1,5 etwa 33 mm, das 35er liegt bei 52,5 mm. An Micro Four Thirds ergibt 50 geteilt durch 2 genau 25 mm. An Canon APS-C entspricht das vorhandene 50er etwa 80 mm Bildwinkel. Passt der errechnete Schritt zurück nicht in den Raum, nehmen Sie die kürzere Brennweite, auch wenn am Tubus dann weniger als 50 mm steht.

Häufige Fragen

Verlängert der Crop-Faktor die Brennweite?
Die Gravur am Tubus bleibt. Ein 50-mm-Objektiv bleibt ein 50-mm-Objektiv. Der kleinere Sensor zeichnet einen engeren Ausschnitt aus demselben Bildkreis auf. Geändert wird der Vergleich zum Kleinbild: 50 mm mal 1,5 ergeben 75 mm Bildwinkel, mal 1,6 ergeben 80 mm, mal 2 ergeben 100 mm. Wer danach ein längeres Glas sucht, wendet den Faktor auf die falsche Größe an. Nutzen Sie die Umrechnung für den Winkel und lassen Sie die eingravierte Brennweite stehen. Ein zusätzlicher Zuschnitt im Menü verengt den Blick noch einmal und gehört als eigene Zahl dazu.
Welcher Faktor gilt für Sony, Nikon, Fuji, Canon und MFT?
Sony, Nikon und Fuji mit APS-C-Sensor liegen bei etwa 1,5. Canon mit APS-C, erkennbar an EF-S, EF-M oder RF-S, liegt bei 1,6. Micro Four Thirds liegt bei 2. Vollformat von Sony, Nikon und Canon bleibt bei Faktor 1. Dieselbe Marke führt oft beide Sensorgrößen, deshalb lesen Sie das Format der Kamera, die belichtet. An 50 mm sind das etwa 75 mm, etwa 80 mm oder etwa 100 mm Bildwinkel. Fuji-Mittelformat fällt aus dieser Reihe. Ein APS-C-Zuschnitt an einer Vollformatkamera übernimmt den Faktor des Zuschnitts.
Welcher Bildwinkel entspricht 50 mm auf meinem Sensor?
Multiplizieren Sie 50 mm mit dem Faktor der Kamera. An Sony, Nikon und Fuji mit APS-C sind das 75 mm Kleinbildwinkel, an Canon APS-C 80 mm, an Micro Four Thirds 100 mm. Am Vollformat bleibt es bei 50 mm. Die Zahl am Objektiv ändert diese Rechnung nicht, sie sagt nur, welchem Vollformatglas der Ausschnitt ähnelt. Für ein Zoom gilt dieselbe Multiplikation an der Marke, die gerade eingestellt ist. Rechnen Sie die genutzte Stellung, nicht pauschal die längste Zahl, die auf dem Tubus steht.
Welche Brennweite brauche ich für den 50-mm-Blick?
Teilen Sie 50 durch den Faktor. An APS-C mit 1,5 sind das etwa 33 mm, an Canon APS-C etwa 31 mm, an Micro Four Thirds 25 mm. Liegt exakt diese Brennweite nicht im Regal, nehmen Sie die nächste lieferbare, oft 35 mm an APS-C oder 25 mm an MFT. 35 mm mal 1,5 sind 52,5 mm, an Canon mal 1,6 schon 56 mm. Zwei Millimeter Abweichung fängt oft ein halber Schritt auf, eine Wand im Rücken nicht. Im Vergleich der 50-mm-Objektive bleibt diese Gravur am kleinen Sensor der engere Blick.
Ändert der Crop-Faktor die Belichtung?
Die Belichtung der Sensorfläche folgt Blende, Verschlusszeit und ISO. f/1,8 bleibt f/1,8, eine Umrechnung mit 1,5 oder 2 wäre an dieser Stelle falsch. Der Belichtungsmesser sieht das Licht, das ankommt, und braucht keinen Aufschlag für den Crop. Was sich daneben ändert, ist die Schärfentiefe, sobald Sie denselben Ausschnitt wie am Vollformat wollen. Dafür teilen Sie die Blendenzahl nur als Vergleich: aus f/1,8 wird an APS-C mit 1,5 rechnerisch f/1,2. Diese Vergleichsblende stellen Sie nur ein, wenn das Objektiv sie wirklich besitzt.
Darf ein APS-C-Objektiv an die Vollformatkamera?
Ein Vollformatobjektiv an APS-C ist zulässig und zeigt die Mitte des Bildkreises. Ein APS-C-Objektiv an Vollformat leuchtet den großen Sensor meist nicht aus. Es entstehen dunkle Ecken, oder die Kamera speichert nur einen Zuschnitt mit weniger Pixeln. Bei Sony sind FE-Objektive an APS-C vorgesehen, APS-C-Glas an Vollformat nur mit Crop-Einstellung. Prüfen Sie die Pixelzahl der Datei, nicht nur das Sucherbild. Ein Adapter gleicht das Bajonett aus und vergrößert den Bildkreis nicht. Der Faktor beschreibt den Winkel und repariert die fehlende Deckung nicht.
Warum wirkt 50 mm an APS-C schon wie ein Porträt?
Der Bildwinkel entspricht einem längeren Kleinbildobjektiv. 50 mm mal 1,5 sind 75 mm, mal 1,6 sind 80 mm, an Micro Four Thirds mal 2 sind es 100 mm. In diesem Bereich rücken Gesichter näher, und der Raum hinter der Person fällt aus dem Rahmen. Am Vollformat wäre das der Schritt von der Alltagsbrennweite zur kurzen Porträtbrennweite. Wer denselben Raumanteil will, sucht die kürzere Tubuszahl aus der Rückrechnung, etwa 33 mm, 31 mm oder 25 mm. Das 50er bleibt das Glas für den engeren Blick.
Gilt die Rechnung auch für Zooms?
An jeder Markierung des Rings gilt dieselbe Formel. Ein Zoom von 18 bis 55 mm an APS-C mit 1,5 entspricht 27 bis 82,5 mm am Kleinbild. Die Stellung 50 mm am Ring ist dort bereits der 75-mm-Winkel. An Canon APS-C liegt derselbe Zoombereich bei 28,8 bis 88 mm. An Micro Four Thirds multiplizieren Sie die angezeigte Brennweite mit 2. Die Gravur am Ring bleibt die echte Brennweite, der Vergleich zum Vollformat wandert mit dem Faktor. Rechnen Sie die Marke, die Sie nutzen, nicht automatisch das lange Ende.
Daniel R.
ElektronikSmart Home

Als Technik- und Gaming-Enthusiast betreut er Vergleiche zu Elektronik, Gadgets und Unterhaltungstechnik – getestet am Alltagsnutzen.

14 Artikel verfasst
Aktualisiert: Oktober 2026

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