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1,4x oder 2x Telekonverter: Welcher Faktor trägt weiter?

Aktualisiert: Oktober 2026

Das Motiv sitzt am Rand der nutzbaren Distanz, das Tele ist freigegeben, und in der Tasche liegen beide Extender. Der 2x-Konverter verspricht die doppelte Brennweite, der 1,4x-Konverter nur etwa 40 Prozent mehr. Ein 1,4x oder 2x Telekonverter verändert dabei Ausschnitt, Blende, ISO, Schärfe und Autofokus zugleich. Sie stehen mit einem 70-200 mm f/2,8 an der Seitenlinie oder am Ansitz, und Flügel oder ein Ball dürfen nicht verwischen. Ob der Gewinn das höhere Rauschen trägt, hängt vom Objektiv und vom restlichen Licht ab. Die Systemübersicht steht im [Telekonverter-Vergleich](/hub/kameraobjektive/telekonverter).

Das Motiv sitzt am Rand der nutzbaren Distanz, das Tele ist freigegeben, und in der Tasche liegen beide Extender. Der 2x-Konverter verspricht die doppelte Brennweite, der 1,4x-Konverter nur etwa 40 Prozent mehr.

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Inhalt

Brennweite und Lichtverlust: eine Stufe gegen zwei

Brennweite und Blendenzahl werden mit dem Faktor multipliziert. Ein 1,4x-Konverter kostet eine Blendenstufe, ein 2x-Konverter zwei Stufen: Sie behalten dann ein Viertel des Lichts. Aus einem 70-200 mm f/2,8 werden so 98-280 mm f/4 oder 140-400 mm f/5,6. Aus einem 100-400 mm f/4,5-5,6 werden 140-560 mm f/6,3-8 oder 200-800 mm f/9-11. Bei fester Verschlusszeit verdoppelt jede verlorene Stufe die ISO. Am langen Ende eines 100-400 mm, offen bei f/5,6, verlangt dieselbe Zeit ohne Konverter etwa ISO 1600, mit 1,4x rund ISO 3200 und mit 2x rund ISO 6400. Ein ruhender Reiher verträgt auf dem Stativ oft noch 1/500 Sekunde, ein startender Vogel nicht. Wie diese Reserve in die Anschaffung gehört, steht in der Kaufberatung für Telekonverter.

Schärfe, Kontrast und Beugung

Ein Konverter vergrößert das Bild des Objektivs und mit ihm die Restfehler. Farbsäume, sphärische Restunschärfe und schwacher Mikrokontrast wachsen beim 1,4x-Faktor um etwa 1,4, beim 2x-Faktor um 2. An einer sehr scharfen Festbrennweite bleibt der 1,4x-Konverter deshalb oft nahe an der Auflösung ohne Extender. Der 2x-Konverter zeigt an derselben Optik häufiger einen Verlust an Kantenkontrast, besonders zum Rand und an feinen Federn oder Trikotnummern. Dazu kommt die Beugung. Bei f/11 deckt das Beugungsscheibchen auf Sensoren mit kleinem Pixelabstand früher mehrere Pixel ab. Ein 45-Megapixel-Sensor macht diesen Abfall eher sichtbar als eine Kamera um 20 Megapixel.

Autofokus bei bewegten Motiven

Phasendetektion braucht Licht und Kontrast an den Messpunkten. Bei effektiver Blende f/4, wie an einem f/2,8-Objektiv mit 1,4x, arbeiten die meisten aktuellen spiegellosen Gehäuse noch nah an ihrer gewohnten Geschwindigkeit. Bei f/5,6 wird das Tracking abhängiger vom Motivkontrast. Bei f/8 und f/11 fokussieren viele Kameras noch, allerdings langsamer und mit weniger Messfeldern. Ein startender Vogel vor hellem Wasser oder ein Stürmer aus dem Schatten zeigt die Grenze. Mit 1,4x und f/4 oder f/5,6 bleibt oft genug Kontrast, damit die Serie die scharfen Frames sammelt. Mit 2x an einem f/5,6-Zoom, effektiv f/11, sucht das Gehäuse länger, und der Ausschuss steigt. Wann Luftflimmern und Ansitz den Faktor begrenzen, steht im Ratgeber Telekonverter für Wildlife.

Wann welcher Faktor gewinnt

Der 1,4x-Konverter ist die verlässliche Wahl, wenn Reichweite, Schärfe und Trefferquote zusammen bleiben sollen und das Licht nicht den ganzen Tag hart von oben kommt. An 70-200 mm f/2,8 sowie an 300 mm f/2,8 oder 400 mm f/2,8 bleibt die effektive Blende bei f/4, mit genug Autofokusreserve für Sport und fliegende Motive. Der 2x-Konverter lohnt sich an denselben lichtstarken Optiken, wenn gutes Sonnenlicht da ist und der Ausschnitt sonst nicht reicht. Aus 300 mm f/2,8 werden 600 mm f/5,6, aus 400 mm f/2,8 werden 800 mm f/5,6. An einem 100-400 mm f/4,5-5,6 bleibt 2x eine Nische für ruhige Motive bei viel Licht.

Häufige Fragen

Wie berechnet man Brennweite und Blende mit einem 1,4x- und einem 2x-Konverter?
Multiplizieren Sie Brennweite und Blendenzahl mit dem Faktor. Aus 200 mm f/2,8 werden mit 1,4x etwa 280 mm f/4 und mit 2x 400 mm f/5,6. Ein 400 mm f/5,6 wird zu rund 560 mm f/8 oder 800 mm f/11. Beim Zoom gilt das für die eingestellte Brennweite, einschließlich der Zwischenwerte. Die Kamera zeigt danach die effektive Blende, nicht die ursprüngliche Öffnung des Objektivs.
Warum verliert ein 2x-Konverter genau zwei Blendenstufen?
Die Lichtmenge folgt dem Quadrat der Blendenzahl. Der Faktor 2 vervierfacht diesen Wert, es bleibt ein Viertel des Lichts, also zwei Stufen oder 75 Prozent Verlust. Der Faktor 1,4 kostet eine Stufe, weil sein Quadrat bei etwa 2 liegt. Bei gleicher Verschlusszeit verdoppelt sich die ISO pro Stufe. Wer stattdessen die Zeit verlängert, riskiert bei bewegten Motiven Unschärfe.
Ist die Bildschärfe mit einem 1,4x-Extender sichtbar besser als mit 2x?
An guten Teleobjektiven meist ja, zuerst im Kontrast feiner Strukturen. Der 1,4x-Konverter vergrößert Restfehler nur um etwa 1,4 und bleibt bei einer günstigeren Blende. Der 2x-Konverter verdoppelt dieselben Fehler und arbeitet näher an der Beugung. An einem weichen Zoom wird allerdings auch der schwächere Faktor selten scharf, weil die Grundoptik das Detail nicht hergibt.
Wie stark leidet die Autofokus-Geschwindigkeit bei einem 2x-Telekonverter?
Maßgeblich ist die effektive Blende. F/5,6 an einem f/2,8-Objektiv mit 2x bleibt an vielen Gehäusen brauchbar, bei schwachem Kontrast aber unsicherer. F/8 bis f/11, typisch für 2x an einem f/4- oder f/5,6-Tele, verlängert die Suche und senkt die Quote bei quer fliegenden Motiven. Ein statisches Motiv in der Mittagssonne zeigt diese Grenze nicht.
Wann ist ein beschnittenes 1,4x-Bild besser als ein nativer 2x-Schuss?
Wenn Beugung, vergrößerte Aberration oder hohes ISO den 2x-Schuss weicher machen als den Beschnitt. Sie behalten rund die Hälfte der Pixel, an 45 Megapixeln etwa 22, was für viele Veröffentlichungen reicht. An 24 Megapixeln bleiben etwa 12. Dort kann ein scharfer 2x-Schuss am lichtstarken Tele die bessere Datei sein, sofern Licht und Autofokus mitspielen.
An welchen Objektiven lohnt sich ein 2x-Telekonverter?
An sehr scharfen, lichtstarken Festbrennweiten bei gutem Licht, etwa wenn aus 300 mm f/2,8 600 mm f/5,6 oder aus 400 mm f/2,8 800 mm f/5,6 werden. An einem 100-400 mm f/5,6 lohnt er für bewegte Motive selten, weil f/11, hohes ISO und schwächerer Autofokus zusammenkommen. Ohne offizielle Freigabe des Objektivs bleibt er außen vor, sonst kann die Frontlinse kollidieren.
Welche ISO-Werte planen Sie mit einem 2x-Konverter bei wenig Licht?
Zählen Sie zwei Stufen auf die Belichtung ohne Konverter, wenn die Verschlusszeit gleich bleibt. Aus ISO 400 werden ISO 1600, aus ISO 1600 werden ISO 6400. Der 1,4x-Konverter liegt eine Stufe darunter, also bei ISO 800 beziehungsweise ISO 3200. Im tiefen Schatten oder in später Dämmerung ist der schwächere Faktor oft die schärfere Wahl.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zum Telekonverter; Stand 13.10.2026.

  1. Canon Europe, Lens Extenders (abgerufen am 13.10.2026)
  2. Canon USA, Extender RF1.4x (abgerufen am 13.10.2026)
  3. Sony, SEL20TC Compatibility (abgerufen am 13.10.2026)
  4. Nikon Europe, Teleconverter Compatibility (abgerufen am 13.10.2026)
  5. OM System, MC-14 (abgerufen am 13.10.2026)
  6. Nikon USA, Using Teleconverters (abgerufen am 13.10.2026)
  7. Lensrentals, Quick Guide (abgerufen am 13.10.2026)
  8. Foto Erhardt, Telekonverter-Ratgeber (abgerufen am 13.10.2026)