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Fotopapier matt drucken: Preset, Seite, Stapel

Aktualisiert: Oktober 2026

Der erste Ausdruck auf der neuen Packung wirkt blass, der Kopf streift über eine Ecke, oder zwei frische Blätter kleben Farbe aneinander. Fotopapier matt drucken heißt deshalb nicht, Normalpapier zu wählen und den Stapel durchzuschieben. Zuerst braucht der Treiber den richtigen Medientyp, dann die beschichtete Seite, dann einen einzelnen Probebogen, der trocknen darf, bevor Menge entsteht. Die Packungen nennt die [Übersicht zu mattem Fotopapier](/hub/papier-und-folien/fotopapier-matt). Die Wahl selbst liegt in der [Kaufberatung für mattes Fotopapier](/hub/papier-und-folien/fotopapier-matt/sub/fotopapier-matt-kaufberatung). Hier geht es um den Ablauf nach dem Kauf.

Der erste Ausdruck auf der neuen Packung wirkt blass, der Kopf streift über eine Ecke, oder zwei frische Blätter kleben Farbe aneinander.

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Inhalt

Der Papiertyp im Treiber

Normalpapier und Hochglanz sind die häufigsten Fehlgriffe. Normalpapier dosiert zu wenig Tinte und lässt matte Fotos flach wirken. Hochglanz erwartet eine andere Schicht und kann Sättigung oder Trocknung verschieben. Suchen Sie im Treiber nach einem Eintrag wie „Fotopapier Matt“ oder dem nächsten klar benannten Matt-Fotomedium. Bei Canon-Geräten der PRO-310-Linie ist „Fotopapier Matt“ dem Systempapier MP-101 zugeordnet. Fremdpapier ohne eigenen Namen bekommt keinen erfundenen Eintrag. Steht der Packungsname nicht in der Medienliste, wählen Sie den nächsten Matt-Preset des Herstellers, nicht ein Glanzprofil. Ein ICC-Profil gehört nur dazu, wenn es ausdrücklich zu Papier und Drucker passt. Ein fremdes Profil verschiebt Farben. Mehr Sättigung ersetzt keine passende Schicht; ein blasses Motiv auf der Rohseite wird dadurch oft nur unruhiger. Canon empfiehlt für mehrere Matt-Medien ein Format mit etwas größerem Rand. Drucken Sie den ersten Bogen deshalb nicht randlos, wenn Sie die Schicht noch nicht kennen.

Die beschichtete Seite

Beide Seiten können weiß wirken, und trotzdem nimmt nur eine Tinte kontrolliert auf. Die Verpackung zeigt oft einen Pfeil oder eine bedruckte Fläche als Druckseite. Fehlt das, ist die hellere oder leicht griffigere Seite ein Hinweis, kein Beweis. Zuerst die Packung, dann Helligkeit oder leichte Klebrigkeit, dann ein Testdruck. Beidseitig beschichtete Bögen sind die Ausnahme; bei ihnen tragen beide Flächen eine Schicht. Beim Canon MP-101 streiten Nutzer, welche Seite schärfer wirkt. Das Forum ersetzt keine Norm. Legen Sie einen einzelnen Bogen ein und drucken Sie Schrift, Hautton und eine dunkle Fläche. Ein Testdruck auf der Rückseite eines einseitigen Blatts sieht typischerweise weicher aus, weil die Rohfaser Tinte anders aufnimmt. Duo-Papiere erkennen Sie an „beidseitig matt“ oder „doppelseitig beschichtet“, nicht am bloßen Wort „bedruckbar“.

Liegen lassen, bevor gestapelt wird

Frisch gedruckte Mattbögen dürfen nicht sofort aufeinander. Die Oberfläche kann sich trocken anfühlen und trotzdem Farbe abgeben, sobald ein zweites Blatt lastet. Legen Sie jeden Ausdruck einzeln aus, Bildseite nach oben, und warten Sie, bis die Fläche nicht mehr kalt-feucht wirkt. Die Spanne reicht je nach Tinte und Auftrag von wenigen Minuten bis deutlich länger. Automatischer Duplex ist bei Fotomedien oft gesperrt, weil die nasse Vorderseite sofort wieder eingezogen würde. Manuelles Wenden gehört erst nach dieser Pause hierher; Schicht und zweiten Durchgang fasst Fotopapier matt beidseitig zusammen. Zehn Bilder sofort auf einen Stapel hinterlassen Abdrücke dort, wo dunkle Flächen lagen. Drucken Sie zuerst ein Blatt, legen Sie es separat, prüfen Sie mit einem weißen Normalpapier, ob Farbe übergeht, und starten Sie erst dann die Serie.

Wenn der Bogen wellt oder staut

Wellen an den Ecken sind kein Schönheitsfehler. Canon nennt in der Geräte-FAQ rund drei Millimeter Hochstand als Schwelle, ab der Einzug und Druckkopf leiden: Das Blatt streift, Farbe schmiert, oder der Kopf reibt Papierstaub. Liegen die Ecken sichtbar hoch, glätten Sie den Bogen nicht mit Gewalt. Nehmen Sie ein trockeneres Blatt aus der Mitte der Packung und vergrößern Sie den Papierabstand, wenn das Gerät eine Kopfabstandseinstellung anbietet. Ein Stau ist nicht automatisch ein Düsenproblem. Schwere oder unpassend steife Bögen knicken in der Kassette, während derselbe Bogen über einen hinteren, geraderen Weg noch läuft. Wann das Gewicht die Grenze setzt, steht bei der Grammatur bei mattem Fotopapier. Verschmierte Düsen erkennen Sie eher an Streifen im Motiv bei glattem Einzug. Lagerung: angebrochene Packungen geschlossen und flach. Gewellte Randbögen gehören nicht als erstes Blatt in den Einzug.

Fazit: Ein Blatt, dann die Serie

Wenn der Packungsname fehlt, bleibt der nächste Matt-Preset des Herstellers, nicht Normalpapier und nicht Hochglanz. Wenn beide Seiten weiß sind, zählt zuerst der Pfeil auf der Verpackung, dann ein einzelner Testdruck. Wenn die Fläche schon griffig wirkt, darf der Stapel trotzdem erst folgen, sobald ein weißes Probeblatt keine Farbe mehr abnimmt. Wellen über etwa drei Millimeter und ein Knick in der Kassette sind Einzug, nicht Düse.

Häufige Fragen

Welchen Papiertyp wählen, wenn der Packungsname nicht in der Liste steht?
Den nächsten klar benannten Matt-Fotopreset des Druckerherstellers, nicht Normalpapier und nicht Hochglanz. Ein ICC-Profil nur dann, wenn es zu genau diesem Papier und Gerät gehört. Fremde Profile von anderen Bögen weglassen.
Welche Seite ist beschichtet, wenn beide weiß sind?
Zuerst die Verpackung, dann die hellere oder leicht griffigere Fläche, dann ein Testdruck mit Schrift und dunkler Fläche. Beim MP-101 widersprechen sich Nutzerberichte; die Packung und der Probeausdruck zählen mehr als ein Forenthread.
Darf der Stapel sofort aufeinander?
Nein. Frisch gedruckte Blätter können abfärben, auch wenn die Oberfläche schon griffig wirkt. Einzeln liegen lassen, Bildseite oben, und erst stapeln, wenn ein weißes Probeblatt keine Farbe mehr abnimmt.
Was tun, wenn die Ecken hochstehen?
Ab etwa drei Millimeter Hochstand steigt das Risiko für Schmutz und schlechten Einzug. Anderes, flacheres Blatt wählen, Packung geschlossen lagern und den Kopfabstand vergrößern, falls das Gerät das anbietet.
Braucht jedes No-Name ein ICC-Profil?
Nein. Ohne passendes Profil zu Papier und Drucker bleibt der Matt-Preset im Treiber die ehrlichere Wahl. Ein fremdes ICC verschiebt die Farben, statt den fehlenden Medientyp zu ersetzen.
Warum verschmiert Duplex, obwohl matt schnell trocknen soll?
Weil die Vorderseite beim zweiten Einzug noch weich sein kann. Matt trocknet oft schneller als Glanz, aber nicht sofort stapel- oder wendefest. Die Pause vor der Rückseite ist der eigentliche Schutz.
Wann ist der Stau ein Grammatur-Problem und kein Düsen-Problem?
Wenn das Blatt knickt oder nicht einzieht, die Düsenprüfung auf Normalpapier aber sauber ist. Dann ist der Weg durch Kassette oder Heck die Grenze, nicht die Düse.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zum Thema; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. Canon Europe, MP-101-Spezifikation (abgerufen am 13.10.2026)
  2. Canon Deutschland, MP-101 (abgerufen am 13.10.2026)
  3. DIN-Überblick DIN EN ISO 9706 (abgerufen am 13.10.2026)
  4. LVR, DIN 6738 und ISO 9706 (abgerufen am 13.10.2026)
  5. ISO 18902:2013 Vorschau (abgerufen am 13.10.2026)
  6. FairToner, Fotopapier drucken (abgerufen am 13.10.2026)
  7. Fotomedia, Oberflächen und Grammatur (abgerufen am 13.10.2026)
  8. Wilhelm Imaging Research, Florence 2021 (abgerufen am 13.10.2026)