Duschhocker für kleine Duschen – Platzsparende Lösungen

Ein Duschhocker für kleine Duschen muss kompakt sein. Wir zeigen klappbare Modelle, Eck-Duschhocker und Tipps zum Ausmessen für mehr Sicherheit im beengten Bad.
Inhaltsverzeichnis

Kurz gesagt
Ein Duschhocker für kleine Duschen muss kompakt sein und wenig Stellfläche brauchen. Die besten Lösungen sind klappbare Modelle, Eck-Duschhocker oder wandmontierte Duschklappsitze. Messen Sie vor dem Kauf Ihre Dusche aus – Breite, Tiefe und ebene Aufstellfläche. Klappbare Hocker lassen sich nach dem Duschen zusammenfalten und nehmen dann nur wenige Zentimeter ein. Eine Übersicht passender Modelle finden Sie in unserem Duschhocker-klappbar-Vergleich.
Wer in einer Altbauwohnung mit beengtem Bad lebt, braucht keine große Dusche – aber das richtige Hilfsmittel. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten mit ärztlichem Rezept. Wichtig ist, dass der Hocker rutschfest steht und zur Duschfläche passt. Zu breite Modelle können in engen Kabinen instabil sein.
Warum kleine Duschen eine Herausforderung sind
In vielen Altbauwohnungen sind die Badezimmer klein. Die Dusche misst oft nur 60 bis 80 Zentimeter in der Breite, manchmal ist es eine Eckdusche oder eine schmale Kabine. Ein Standard-Duschhocker mit 50 Zentimetern Breite passt dort nicht – oder er steht so eng, dass das Aufstehen und Hinsetzen unsicher wird. Die Füße brauchen zudem eine ebene Fläche. Unebene Böden oder Abflussgullys können den Stand gefährden.
Nach der DIN 18040 für barrierefreies Bauen wäre eine Dusche idealerweise mindestens 120 mal 120 Zentimeter groß. In bestehenden Wohnungen ist das selten der Fall. Umso wichtiger ist es, einen Duschhocker zu wählen, der zur tatsächlichen Duschfläche passt. Wer vor dem Kauf misst, vermeidet Fehlkäufe und findet eine sichere Lösung.
Typische Maße von Duschen in Altbauten
Typische Duschkabinen in Altbauten haben 70 bis 90 Zentimeter Breite und Tiefe. Eckduschen nutzen die Raumecke und bieten oft 80 mal 80 Zentimeter oder weniger. Bodengleiche Duschen ohne Kabine können variieren. Entscheidend ist die nutzbare Fläche: Wo können Sie den Hocker hinstellen? Gibt es eine ebene Zone ohne Abfluss? Messen Sie die Breite und Tiefe der Aufstellfläche und notieren Sie die Werte. Ein Duschhocker braucht mindestens 30 mal 30 Zentimeter Grundfläche – besser etwas mehr für sicheres Aufstehen.
Platzsparende Duschhocker-Typen im Überblick
Klappbare Duschhocker sind ideal für kleine Duschen. Sie stehen während des Duschens stabil, lassen sich danach zusammenfalten und nehmen dann nur noch etwa 35 mal 35 Zentimeter bei wenigen Zentimetern Höhe ein. Sie können sie an die Wand lehnen oder in eine Ecke stellen. Der Vorteil: Kein dauerhafter Platzbedarf. Nachteil: Sie müssen sie vor jeder Nutzung aufklappen. Für Mietwohnungen sind sie oft die beste Wahl, weil keine Montage nötig ist.
Eck-Duschhocker nutzen die Ecke der Dusche. Sie haben eine dreieckige oder eckige Grundfläche von etwa 32 mal 32 Zentimetern und passen in viele kleine Duschen. Sie stehen dauerhaft in der Ecke und bieten oft eine Ablage für Duschutensilien. Wandmontierte Duschklappsitze werden an der Wand befestigt und nach oben weggeklappt, wenn sie nicht gebraucht werden. Sie brauchen keinen Bodenplatz – dafür ist Bohren nötig. Wer das vermeiden möchte, findet Anregungen bei Badewanneneinstiegshilfen ohne Bohren.
Welche Maße Sie vor dem Kauf prüfen sollten
Prüfen Sie zuerst die nutzbare Duschfläche. Wie breit und tief ist der Bereich, auf dem der Hocker stehen soll? Ist der Boden eben oder gewölbt? Ein Duschhocker braucht rutschfeste Füße auf glatter Fläche. Typische Maße von Duschhockern: 33 bis 53 Zentimeter Breite, 27 bis 46 Zentimeter Tiefe, 39 bis 54 Zentimeter Sitzhöhe. Ein Eck-Duschhocker mit 32 mal 32 Zentimetern Grundfläche passt in viele kleine Duschen.
Die Sitzhöhe sollte zu Ihrer Körpergröße passen. Nach DIN 18040 liegt die empfohlene Sitzhöhe bei 46 bis 48 Zentimetern. Höhenverstellbare Modelle bieten mehr Flexibilität. Achten Sie auf die maximale Tragkraft – die meisten Hocker tragen 130 bis 150 Kilogramm. Für die Hygiene erleichtert ein Ausschnitt in der Sitzfläche die Intimhygiene. Wer unsicher ist, ob die Dusche groß genug ist, kann im Sanitätshaus verschiedene Modelle ansehen und die Maße vergleichen.
So finden Sie den passenden Duschhocker
Gehen Sie systematisch vor: Messen Sie zuerst Ihre Dusche aus. Notieren Sie Breite, Tiefe und ob der Boden eben ist. Entscheiden Sie dann, welcher Typ passt. Brauchen Sie eine Lösung ohne Bohren? Dann kommen klappbare oder freistehende Eck-Duschhocker infrage. Ist Wandmontage möglich, spart ein Duschklappsitz dauerhaft Platz. Das Sanitätshaus berät Sie kostenlos und kann verschiedene Modelle vor Ort zeigen.
Probieren Sie den Hocker aus, bevor Sie kaufen. Setzen Sie sich darauf, prüfen Sie die Höhe und ob Sie sicher aufstehen können. Nach dem Kauf sollten Sie die Nutzung einmal unter Aufsicht üben. Damit der Duschhocker lange hygienisch bleibt, lesen Sie unseren Ratgeber zum Duschhocker reinigen und pflegen.
Schritt 1: Dusche ausmessen und Modelltyp wählen
Nehmen Sie ein Maßband und messen Sie die nutzbare Fläche in Ihrer Dusche. Wo soll der Hocker stehen? Wie viel Platz haben Sie in Breite und Tiefe? Ist der Boden eben? Mit diesen Angaben gehen Sie zum Sanitätshaus oder vergleichen online die Produktmaße. Wählen Sie einen Typ: klappbar für maximale Platzersparnis, Eck-Duschhocker für dauerhafte Nutzung in der Ecke, oder wandmontiert wenn Bohren möglich ist. Prüfen Sie die Rutschfestigkeit der Füße und die Tragkraft. Nach der Anpassung testen Sie den Hocker einmal im trockenen Zustand, bevor Sie ihn unter der Dusche nutzen.
Tipps für Sicherheit und Kostenübernahme
Sicherheit hat Vorrang. Der Duschhocker muss rutschfeste Gummifüße haben und auf ebenem Untergrund stehen. TÜV- oder GS-Siegel bestätigen geprüfte Qualität. In engen Duschen kann ein zu breiter Hocker kippeln – wählen Sie ein kompaktes Modell. Lassen Sie einen Angehörigen den Hocker vor der ersten Nutzung probesitzen. So stellen Sie sicher, dass Höhe und Stand stimmen.
Duschhocker sind anerkannte Hilfsmittel in der Produktgruppe 04. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten mit ärztlichem Rezept, die Pflegekasse bei Pflegegrad auch ohne Rezept. Die Zuzahlung liegt bei 5 bis 10 Euro. Ohne Rezept kosten einfache Modelle ab etwa 25 Euro, klappbare oder Eck-Duschhocker oft 40 bis 80 Euro. Die Beratung im Sanitätshaus ist kostenlos und hilft, das passende Modell für Ihre kleine Dusche zu finden. Wer bereits einen Duschhocker hat, sollte ihn regelmäßig reinigen – so bleibt er hygienisch und rutschfest.
Häufige Fragen
Welcher Duschhocker passt in eine kleine Dusche?
Was sind die Maße eines platzsparenden Duschhockers?
Eck-Duschhocker oder klappbarer Duschhocker – was ist besser für kleine Bäder?
Kann ich einen Duschhocker in einer 70 cm Duschkabine nutzen?
Brauche ich für einen Duschklappsitz zu bohren?
Übernimmt die Krankenkasse einen Duschhocker für kleine Duschen?
Wie viel Platz braucht ein Duschhocker mindestens?

Mit meinem Hintergrund in der Altenpflege schreibe ich Vergleiche zu Pflegehilfsmitteln, Mobilitätshilfen und Produkten für den Alltag im Alter. Mir ist wichtig, dass die Empfehlungen praxistauglich sind.
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