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Chlortabletten dosieren: pH zuerst, dann die Tablette

WartungAugust 20266 Min. Lesezeit
Person legt am Beckenrand eine Chlortablette in den geöffneten Dosierschwimmer, Teststreifen und pH-Flasche liegen auf dem Rand

Chlortabletten dosieren: pH zuerst, dann 20-g- oder 200-g-Tabs im Schwimmer. Messung statt Kalender – Grün heilst du nicht mit Extra-Multitabs.

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Kurz gesagt

Chlortabletten dosieren heißt nicht, jede Woche eine Scheibe in den Skimmer zu werfen. Langsam lösliche Tabs sind fast immer Trichlorisocyanursäure: Sie geben über Tage Chlor ab und bringen Cyanursäure mit. Ohne passenden pH, Messung und Umwälzung ist die Tablette Dekoration.

pH zuerst, dann die passende Tablettengröße, dann messen. Nie auf die Folie, nie mit Säure in einem Eimer. Grün heilst du nicht mit mehr Multitabs. Cyanursäure senkst du nur durch Verdünnen. Die Packung auf deinem Eimer sticht jede Faustregel hier.

Chlortabletten dosieren: pH und Messung

Chlor desinfiziert vor allem als hypochlorige Säure, deren Anteil am pH hängt. Deshalb erst den pH in den Arbeitsbereich, dann Chlor. Fachtexte nennen häufig 7,0 bis 7,4; DIN EN 16713-3 für private Becken erlaubt 6,8 bis 7,6. DIN 19643 gilt nicht als Pflicht für den Garten. Bleib in einem Band und messe nach, statt 7,2 gegen 7,4 zu diskutieren, während der Streifen 8,1 zeigt.

Freies Chlor ist der wirksame Anteil, gebundenes oft Chloramine – der strenge Geruch nach viel Baden und zu wenig Oxidation. Fachportale halten gebundenes Chlor privat sinnvoll unter 0,5 mg/l. Viele 3-in-1-Streifen trennen das nicht. Ein DPD-Test verhindert die Extra-Tablette gegen Geruch.

DIN EN 16713-3: ohne Cyanursäure grob 0,3 bis 1,5 mg/l frei, mit Stabilisator 1,0 bis 3,0 mg/l. Herstelleretiketten nennen privat häufig 1 bis 3 mg/l. Wer organische Tabs fährt, liegt eher im höheren Band, weil Cyanursäure die Wirkung bremst.

Der Streifen war irgendwie pink ist keine Dosis. Notiere pH und freies Chlor, besonders nach Gewitter, Party und Hitzewoche. Trichlor zieht den pH mit der Zeit nach unten. pH-Plus oder Minus bleibt ein eigenes Mittel – die Multitab ersetzt es nicht.

Sonntag, 28 °C, zehn Kinder, pH 7,8, Streifen zeigt Chlor vorhanden, Wasser olivengrün. Eine zweite 200-g-Tablette ins Becken zu werfen, bleicht die Folie und hebt die Cyanursäure. Richtig: niemand badet, pH-Minus, messen, unstabilisiert stoßen, Filter laufen lassen – wie im Artikel zu grünem Poolwasser.

Chlortabletten dosieren: 20 g, 200 g, Schwimmer

Das Tablettengewicht folgt dem Volumen. 20-g-Tabs passen zu kleinen Aufstellpools, grob 3 bis 15 Kubikmeter. 200 g erst ab etwa 15 bis 25 Kubikmeter. Fachportale nennen für 200 g grob eine Tablette pro 20 bis 30 Kubikmeter und Woche – Hitze, UV und Baden verkürzen das. TerraUno nennt eine Tablette je 25 bis 35 Kubikmeter. Eine 200-g-Scheibe in 8 Kubikmeter ist Überdosis und Folienrisiko. Mini-Tabs ohne BAuA-N-Nummer sind Reiniger, kein Biozid.

Der Dosierschwimmer hält die Tablette vom Folienboden fern und dosiert langsam. Unter einer geschlossenen Plane kann er am Rand hängen und bleichen. Skimmer nur, wenn das Etikett das erlaubt und die Pumpe läuft. Im stehenden Korb entsteht hochkonzentriertes Chlorwasser an Dichtungen und Wärmetauscher. Wer die Anlage nachts aus macht, legt die Tablette nicht in den Korb.

Multitabs mit Flockanteil gehören in die Sandfilteranlage, nicht in jede Kartusche. Flock setzt Patronen und Filterbälle zu. Vergleich und Gebinde stehen im Chlortabletten-Vergleich. Die Reihenfolge pH, Ort und Messung steht unter Chlortabletten-Dosierung.

Schritt 1: Volumen und pH

Beckeninhalt in Kubikmetern kennen, nicht raten. pH in den Arbeitsbereich, umwälzen, nachmessen.

Schritt 2: Tablette platzieren

In den Schwimmer oder – Etikett und laufende Pumpe – in den Skimmerkorb. Niemals auf die Folie, niemals ungelöst als Stoß auf den Boden.

Schritt 3: Filter laufen lassen

Ohne Durchströmung bleibt Chlor in einer Ecke. Zwei Umwälzungen pro Tag sind die ruhige Privat-Faust; bei Hitze eher mehr. Details zur Filterwartung im Artikel Filtersand wechseln.

Häufiger Fehler: Tablette auf den Folienboden, weil der Schwimmer weg ist. Die Bahn bleicht, die Algenwolke in der Ecke bekommt nichts.

Nachlegen, Stoß, Algen

Nachlegen, wenn die Tablette weg ist und das freie Chlor unter deinem Arbeitsfenster liegt – nicht weil der Kalender Dienstag sagt. In einer kühlen, abgedeckten Woche hält eine 200-g-Tab länger als in der prallen Sonne mit Badebetrieb. Wer jede Woche nachlegt, ohne zu messen, stapelt Cyanursäure.

Stoßchlorung ist eine andere Chemikalie: schnell lösliches Granulat nach Packung, abends, Pumpe läuft, vorgelöst. Langzeittabs sind zu langsam und heben Cyanursäure weiter. Grün, Trübung, Chlorgeruch: stoßen, nicht drei Extra-Multitabs. In Whirlpools haben 200 g nichts verloren.

Beispiel 25 Kubikmeter, Sandfilter, 200-g-Multitab im Schwimmer: pH dienstags 7,2, frei 1,2 mg/l. Nach dem Wochenende frei 0,4, pH 7,5. pH korrigieren, neue Tab wenn die alte aufgelöst ist, nicht eine zweite daneben. Nach drei Monaten ohne Wasserwechsel Cyanursäure prüfen oder verdünnen.

Cyanursäure und Teilwechsel

Cyanursäure schützt Chlor vor UV und kommt mit jeder organischen Tablette. Sie verbraucht sich nicht. Fachtexte halten 30 bis 50 mg/l für sinnvoll, über etwa 70 als kritisch. Einfache Streifen messen den Wert oft nicht. Ohne Test siehst du Chlor da und Algen trotzdem.

Senken geht über Teilwasserwechsel, nicht über ein Neutralisationswunder. Im Hochsommer deshalb nicht nur Tabs nachlegen, sondern gelegentlich verdünnen – besonders in kleinen Becken, die du den ganzen Juli nur auffüllst. Unstabilisiertes Stoßgranulat hebt Cyanursäure nicht weiter.

Wenn du seit Wochen nachlegst, der Streifen noch Chlor zeigt und trotzdem ein grüner Schimmer kommt, ist Cyanursäure ein Verdächtiger neben pH und Filter. Nach dem Teilwechsel pH neu setzen, dann erst die nächste Tablette.

Sicherheit, Lager, Automatik

Chlortabletten sind Gefahrstoff: nicht mit Säuren mischen (Chlorgas), Kinder fern, trocken lagern, nicht über dem pH-Minus in derselben Tonne. Eimer fest zu, kühl, original. Feuchte Tabs können Gase bilden. Handschuhe tragen. Giftnotruf bei Chlorgas nach wilder Mischung.

  • Nicht mit Säure oder pH-Minus in einem Eimer mischen.
  • Tablette nie auf die Folie werfen.
  • Kinder und Haustiere vom offenen Eimer fernhalten.
  • Feuchte, zusammengebackene Tabs nicht mehr verwenden.

Eine Pool-Dosieranlage dosiert Flüssigchlor oder erzeugt Chlor aus Salz. Messung bleibt: Sonden kalibrieren, pH bleibt führend. Sinnvoll, wenn das Becken groß genug ist und du Tablettenwerfen satt hast. Das 6-Kubikmeter-Planschbecken bleibt beim 20-g-Schwimmer.

Algizid nach Produkt, nicht als Ersatz für eine leere Tablette. Wer drei Mittel in denselben Schwimmer stopft, mischt ungeprüft. Ein Mittel nach dem anderen, Pumpe dazwischen, Etikett vor dem Forum. Die Reihenfolge bleibt pH, Messung, passende Größe, laufende Pumpe.

Häufige Fragen

Stelle ich zuerst den pH oder die Tablette ein?
Immer den pH. Fachtexte nennen häufig 7,0 bis 7,4, die private Norm DIN EN 16713-3 den Korridor 6,8 bis 7,6. Bei hohem pH arbeitet Chlor schlecht. Tablette danach in den Schwimmer oder – nur wenn Etikett und laufende Pumpe das erlauben – in den Skimmer.
Nehme ich 20-g- oder 200-g-Tabletten?
20 g für kleine Aufstellpools, grob 3 bis 15 Kubikmeter. 200 g erst ab etwa 15 bis 25 Kubikmeter. Eine 200-g-Tablette in 6 bis 10 Kubikmeter ist Überdosis- und Folienrisiko. Packung und Beckenvolumen gelten vor jeder Shop-Tabelle. Mini-Tabs ohne BAuA-N-Nummer sind kein Biozid.
Gehört die Tablette in den Schwimmer oder in den Skimmer?
Der Dosierschwimmer ist der sichere Default. Viele Hersteller erlauben den Skimmerkorb bei laufender Pumpe. Steht die Pumpe, entsteht hochkonzentriertes Chlorwasser an Dichtungen und Wärmetauscher. Etikett lesen; bei Zeitschaltuhr eher Schwimmer. 200-g-Tabs brauchen oft eine stabile Schleuse, ein Mini-Schwimmer kippt.
Warum wird das Wasser grün, obwohl Tabletten drin sind?
Oft wirkt das Chlor nicht: pH zu hoch, zu viel Cyanursäure, gebundenes statt freies Chlor, oder der Filter läuft zu kurz. Mehr Multitabs sind dann der falsche Hebel. Reihenfolge: niemand badet, pH setzen, unstabilisiert stoßen, Filter durchlaufen lassen – nicht drei Extra-Langzeittabs.
Was ist Cyanursäure?
Stabilisator in organischen Chlortabletten (TCCA). Er schützt Chlor vor UV und bleibt im Becken. Portale nennen oft 30 bis 50 mg/l als Arbeitsfenster; zu viel blockiert die Desinfektion. Senken nur durch Verdünnen, nicht durch noch eine Tablette. Einfache Streifen messen den Wert oft nicht.
Warum riecht der Pool streng nach Chlor?
Häufig gebundenes Chlor (Chloramine), nicht zu viel Desinfektion. Stoß mit unstabilisiertem Granulat nach Packung, nicht Extra-Langzeittabs. Baden oft erst, wenn der freie Wert wieder im Pflegefenster liegt. Ein DPD-Test trennt frei und gebunden und spart die Extra-Tablette.
Wie oft lege ich eine neue Tablette nach?
Wenn sie aufgelöst ist und die Messung es verlangt – nicht nach Kalender allein. Fachportale nennen für 200 g grob eine Tablette pro 20 bis 30 Kubikmeter und Woche. Hitze, Sonne und Baden verkürzen das. Eine zweite Tab daneben hebt Cyanursäure, ohne das Fenster zu retten.
Heinrich W.
Garten & LandschaftPoolpflege

Heinrich verbringt seine freie Zeit gerne draußen und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Produkten für Garten, Outdoor-Aktivitäten und Freizeit – dieses Interesse fließt in seine redaktionelle Arbeit ein.

15 Artikel verfasst
Aktualisiert: August 2026

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