Rohrreinigung Kosten: Was kostet es wirklich?

Was kostet eine Rohrreinigung? Wir zeigen dir die echten Kosten für DIY, Profi und Notdienst – plus Tipps zum Sparen und Kostenvergleiche.
Inhaltsverzeichnis

Kurz gesagt
Die Kosten für Rohrreinigung variieren erheblich: DIY kostet 5 bis 20 Euro pro Anwendung, Werkzeuge einmalig 10 bis 60 Euro, einfache Profi-Reinigungen 50 bis 100 Euro, mittlere Verstopfungen 150 bis 300 Euro, komplexe Fälle 350 bis 700 Euro. Notdienste kosten 150 bis 400 Euro mit Aufschlägen bis 100 Prozent. Die Werkzeuge amortisieren sich bereits nach 1 bis 3 Anwendungen, was DIY besonders bei regelmäßigen Verstopfungen attraktiv macht. Durch Vergleich mehrerer Anbieter kannst du bis zu 20 Prozent sparen. In Mietwohnungen zahlt grundsätzlich der Vermieter – wer genau zahlt, erfährst du in unserem Ratgeber.
DIY-Kosten: Werkzeuge und Methoden
DIY-Rohrreinigung ist deutlich günstiger als professionelle Reinigung, wenn du die richtigen Werkzeuge hast. Die Kosten variieren je nach Methode und Werkzeug.
Die günstigste Option ist der Pömpel, auch Saugglocke genannt. Ein Pömpel kostet zwischen 5 und 15 Euro und ist die beste Option für oberflächliche Verstopfungen. Er funktioniert durch Erzeugung von Druck und Unterdruck, der die Verstopfung lockert. Die Anwendung ist einfach und erfordert keine besonderen Fähigkeiten. Ein Pömpel amortisiert sich bereits nach 1 bis 2 Anwendungen, da eine Profi-Reinigung 50 bis 100 Euro kostet.
Die Rohrreinigungsspirale ist die beste Option für die meisten DIY-Reinigungen. Eine Rohrreinigungsspirale kostet zwischen 10 und 60 Euro, je nach Länge und Qualität. Einfache Modelle für 10 bis 20 Euro reichen für leichte Verstopfungen, professionellere Modelle für 30 bis 60 Euro für hartnäckigere Verstopfungen. Die Spirale kann Haare, Fett und andere Ablagerungen entfernen und amortisiert sich bereits nach 1 bis 2 Anwendungen.
Für häufige Reinigungen lohnt sich eine Rohrreinigungsmaschine. Eine Rohrreinigungsmaschine kostet zwischen 100 und 300 Euro und gibt dir die Möglichkeit, selbstständig zu reinigen, wann immer du willst. Sie funktioniert ähnlich wie professionelle Maschinen, aber in kleinerer Ausführung. Die Maschine amortisiert sich nach 2 bis 3 Anwendungen und ist besonders gut für Haushalte mit häufigen Verstopfungen geeignet.
Hausmittel wie heißes Wasser mit Essig und Backpulver sind eine kostengünstige Option für sehr leichte Verstopfungen. Die Kosten liegen bei nur 2 bis 5 Euro pro Anwendung. Die Methode funktioniert, indem Backpulver und Essig eine chemische Reaktion erzeugen, die Ablagerungen lockert, und heißes Wasser die gelösten Partikel wegspült. Diese Methode ist am besten für präventive Reinigung oder sehr leichte Verstopfungen geeignet.
Die laufenden Kosten für DIY sind minimal, einmal gekaufte Werkzeuge können jahrelang verwendet werden. Eine Reinigung kostet dann nur noch deine Zeit, 15 bis 60 Minuten, und eventuell 2 bis 5 Euro für Hausmittel. Die Werkzeuge amortisieren sich bereits nach wenigen Anwendungen, was DIY besonders bei regelmäßigen Verstopfungen attraktiv macht.
Profi-Kosten: Was kostet ein Klempner?
Professionelle Rohrreinigung kostet deutlich mehr als DIY, aber dafür bekommst du Expertise und Spezialgeräte. Die Kosten variieren je nach Schweregrad der Verstopfung und verwendeten Methoden.
Einfache Reinigungen kosten zwischen 50 und 100 Euro, das ist der Standardpreis für eine normale Verstopfung, die ein Profi in etwa einer Stunde beheben kann. Diese Kosten beinhalten Arbeitszeit, Anfahrtskosten und einfache Werkzeuge. Bei leichten Verstopfungen, die schnell behoben werden können, sind die Kosten relativ niedrig.
Mittlere Verstopfungen, die Spezialgeräte erfordern, kosten zwischen 150 und 300 Euro. Diese Kosten entstehen, wenn komplexere Methoden wie Hochdruckreiniger oder Kamerabefahrung notwendig sind. Die Verstopfung ist härter oder sitzt tiefer im Rohr, was mehr Zeit und Aufwand erfordert.
Komplexe Fälle wie Hauptleitungsprobleme oder Wurzeleinwuchs können zwischen 350 und 700 Euro kosten. Diese Kosten entstehen, wenn strukturelle Probleme vorliegen oder wenn die Verstopfung sehr hartnäckig ist. Mit Spezialgeräten wie Kamerabefahrung oder Hochdruckreinigern kostet eine Reinigung 100 bis 250 Euro.
Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab: Verstopfungsort wie Küche, Bad, WC oder Hauptleitung, Schweregrad der Verstopfung, erforderliche Methode wie mechanisch, chemisch oder Hochdruckspülung, Zeitaufwand und Rohrlänge, und Einsatzzeitpunkt regulär versus Notdienst.
Durch Vergleich mehrerer Anbieter kannst du bis zu 20 Prozent sparen. Viele Handwerker bieten unterschiedliche Preise für die gleiche Arbeit, deshalb lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen. Wichtig ist, dass du schriftliche Kostenvoranschläge einholst, um die Preise zu vergleichen.
Notdienst-Kosten: Nachts, Wochenende, Feiertage
Notdienste kosten deutlich mehr als reguläre Reinigungen, das ist wichtig zu wissen, wenn du außerhalb der Arbeitszeiten einen Handwerker rufst.
Notdienste außerhalb der Arbeitszeiten, nachts, Wochenende oder Feiertage, kosten zwischen 150 und 400 Euro, da bis zu 100 Prozent Zuschlag auf die Standardsätze anfallen. Das bedeutet, dass eine Reinigung, die normalerweise 100 Euro kostet, im Notdienst 200 Euro kosten kann. Die Zuschläge variieren je nach Anbieter und Region.
Die Kosten variieren je nach Zeitpunkt: Nachts, 22 bis 6 Uhr, sind die Zuschläge am höchsten, oft 100 Prozent oder mehr. Am Wochenende, Samstag oder Sonntag, fallen ebenfalls hohe Zuschläge an, oft 50 bis 100 Prozent. An Feiertagen sind die Zuschläge ähnlich hoch wie am Wochenende.
Bei Notfällen solltest du trotzdem sofort handeln, da Wasserschäden deutlich teurer werden können. Wenn Wasser zurückläuft oder das Hauptrohr betroffen ist, können Wasserschäden schnell 1000 bis 5000 Euro oder mehr kosten. In diesem Fall ist es besser, den Notdienst zu rufen, auch wenn er teurer ist.
Kosten nach Schweregrad der Verstopfung
Die Kosten variieren erheblich je nach Schweregrad der Verstopfung. Ein detaillierter Überblick hilft dir, die richtige Entscheidung zu treffen.
Leichte Verstopfungen, langsames Abfließen, aber noch kein Rückstau, kosten mit DIY nur 10 bis 30 Euro einmalig für Werkzeug und 15 Minuten Zeit. Ein Profi würde dafür 50 bis 100 Euro verlangen. Die Ersparnis beträgt also 20 bis 90 Euro pro Verstopfung. Bei leichten Verstopfungen lohnt sich DIY deutlich.
Mittlere Verstopfungen, deutlich langsames Abfließen, erste Gerüche, kosten mit DIY 30 bis 60 Euro Werkzeug einmalig und 30 bis 60 Minuten Zeit. Ein Profi würde dafür 150 bis 300 Euro verlangen. Die Ersparnis beträgt also 90 bis 270 Euro pro Verstopfung. Bei mittleren Verstopfungen kann DIY noch sinnvoll sein, wenn du Erfahrung hast.
Schwere Verstopfungen, Rückstau, mehrere Abflüsse betroffen, erfordern professionelle Hilfe. Ein Profi kostet hier 200 bis 500 Euro, mit Spezialgeräten sogar 300 bis 700 Euro. DIY-Methoden reichen hier nicht mehr aus, da strukturelle Probleme vorliegen können. Bei schweren Verstopfungen solltest du sofort einen Profi rufen.
Kostenvergleich: DIY vs. Profi
Die Kostenunterschiede zwischen DIY und Profi sind erheblich, besonders bei regelmäßigen Verstopfungen. Ein detaillierter Vergleich zeigt, wann sich welche Option lohnt.
Bei einer leichten Verstopfung im Bad durch Haare kostet DIY nur 10 bis 30 Euro einmalig für Werkzeug und 15 Minuten Zeit. Ein Profi würde dafür 50 bis 100 Euro verlangen. Die Ersparnis beträgt also 20 bis 90 Euro pro Verstopfung. Bei häufigen Verstopfungen summieren sich die Ersparnisse schnell: Wenn du vier Mal im Jahr eine Verstopfung hast, sparst du mit DIY zwischen 80 und 360 Euro pro Jahr.
Die Werkzeuge amortisieren sich bereits nach wenigen Anwendungen: Ein Pömpel amortisiert sich nach 1 bis 2 Anwendungen, verglichen mit 50 bis 100 Euro Profi, eine Rohrreinigungsspirale nach 1 bis 2 Anwendungen, und eine Rohrreinigungsmaschine nach 2 bis 3 Anwendungen. Wenn du regelmäßig Verstopfungen hast oder präventiv reinigen willst, lohnt sich die Investition in DIY-Werkzeuge deutlich.
Die versteckten Kosten einer professionellen Reinigung werden oft unterschätzt. Neben den direkten Kosten für die Reinigung kommen noch weitere Faktoren hinzu: Du musst einen Termin vereinbaren und zu Hause sein, was Zeit kostet. Bei Notdiensten können Wartezeiten mehrere Stunden betragen. Die indirekten Kosten können noch erheblicher sein: Unangenehme Gerüche beeinträchtigen die Lebensqualität, Wasserschäden durch Rückstau können zwischen 1000 und 5000 Euro oder mehr kosten.
Die beste Strategie ist eine Kombination aus DIY und Profi: Verwende DIY-Methoden für Prävention und leichte Verstopfungen, um Geld zu sparen. Rufe einen Profi, wenn Warnsignale auftreten oder wenn DIY-Methoden nicht mehr ausreichen. Regelmäßige präventive Reinigung mit DIY-Methoden kann teure Notfälle vermeiden.
Tipps zum Sparen
Es gibt mehrere Möglichkeiten, bei Rohrreinigung zu sparen, ohne auf Qualität zu verzichten.
Investiere in DIY-Werkzeuge, wenn du regelmäßig Verstopfungen hast. Eine Rohrreinigungsspirale oder ein Pömpel amortisieren sich schnell und sparen langfristig Geld. Die Werkzeuge können jahrelang verwendet werden und sind eine einmalige Investition.
Vergleiche mehrere Anbieter, um bis zu 20 Prozent zu sparen. Viele Handwerker bieten unterschiedliche Preise für die gleiche Arbeit, deshalb lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen. Wichtig ist, dass du schriftliche Kostenvoranschläge einholst, um die Preise zu vergleichen.
Vermeide Notdienste, wenn möglich. Notdienste kosten deutlich mehr als reguläre Reinigungen, oft das Doppelte oder mehr. Wenn du eine Verstopfung frühzeitig bemerkst, kannst du einen regulären Termin vereinbaren und sparen.
Regelmäßige präventive Reinigung kann teure Notfälle vermeiden. Wenn du alle 2 bis 3 Monate eine präventive Reinigung durchführst, kannst du Verstopfungen vermeiden, bevor sie entstehen. Das spart langfristig Geld, da Notfälle deutlich teurer sind.
In Mietwohnungen zahlt grundsätzlich der Vermieter, außer bei nachweislichem Verschulden. Das bedeutet, dass du die Kosten nicht selbst tragen musst, wenn die Verstopfung durch normale Abnutzung entstanden ist.
Fazit: Die Kosten für Rohrreinigung variieren erheblich, von 5 bis 20 Euro für DIY bis zu 350 bis 700 Euro für komplexe Fälle. Die wichtigsten Erkenntnisse sind klar: DIY ist deutlich günstiger bei leichten Verstopfungen, die Werkzeuge amortisieren sich schnell, und regelmäßige präventive Reinigung kann teure Notfälle vermeiden. Die Kostenunterschiede sind erheblich: DIY kostet 5 bis 20 Euro pro Anwendung, Werkzeuge einmalig 10 bis 60 Euro, während Profi 50 bis 100 Euro für einfache Fälle und 150 bis 400 Euro für Notdienste kostet. Die Werkzeuge amortisieren sich bereits nach 1 bis 3 Anwendungen, was DIY besonders bei regelmäßigen Verstopfungen attraktiv macht. Durch Vergleich mehrerer Anbieter kannst du bis zu 20 Prozent sparen. Regelmäßige präventive Reinigung kann teure Notfälle vermeiden. In Mietwohnungen zahlt grundsätzlich der Vermieter, außer bei nachweislichem Verschulden. Die Handlungsempfehlung ist klar: Investiere in DIY-Werkzeuge wie eine Rohrreinigungsspirale oder einen Pömpel, wenn du regelmäßig Verstopfungen hast. Verwende diese für Prävention und leichte Verstopfungen. Rufe einen Profi, wenn Warnsignale auftreten oder wenn DIY-Methoden nicht mehr ausreichen. Diese Strategie spart langfristig Geld und vermeidet teure Notfälle.
Häufige Fragen
Was kostet eine Rohrreinigung?
Was kostet ein Klempner für Rohrreinigung?
Was kostet eine Rohrreinigung im Notdienst?
Was kostet eine Rohrreinigungsspirale?
Was kostet DIY-Rohrreinigung?
Wie kann ich bei Rohrreinigung sparen?
Wer zahlt bei Rohrreinigung in Mietwohnung?

Als gelernter Installateur schreibe ich Vergleiche zu Sanitärprodukten, Rohrreinigung und allem rund um Bad und WC. Meine praktische Erfahrung hilft mir, die wirklich wichtigen Produkteigenschaften zu erkennen.
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