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Schreibtischhöhe einstellen: Stuhl zuerst, dann Tisch

Aktualisiert: Oktober 2026

Der Tisch steht, aber Schultern und Nacken protestieren, oder im Stehen liegen die Unterarme zu hoch. Häufig wurde zuerst die Platte gekauft und der Stuhl danach passend gedreht. Diese Anleitung folgt der üblichen Reihenfolge: Stuhl, Sitzhöhe des Tisches, Stehhöhe, Bildschirm separat. Die Füße stehen flach auf dem Boden, die Knie etwa im rechten Winkel, die Oberschenkel parallel zum Boden. Erst dann messen Sie die Ellenbeuge. Bauart und Modellwahl stehen auf [elektrisch oder fest](/hub/schreibtische/computertisch/sub/computertisch-elektrisch-oder-fest). Den [Computertisch-Vergleich](/hub/schreibtische/computertisch) nutzen Sie, wenn der vorhandene Hub die gemessenen Werte nicht erreicht.

Der Tisch steht, aber Schultern und Nacken protestieren, oder im Stehen liegen die Unterarme zu hoch. Häufig wurde zuerst die Platte gekauft und der Stuhl danach passend gedreht.

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Inhalt

Stuhl zuerst: Füße, Knie, Schultern

Setzen Sie sich an den Tisch, den Sie haben oder planen. Die Füße hängen nicht an der Fußkante. Die Schultern bleiben locker und werden nicht hochgezogen, weil die Platte zu niedrig ist. Bei festem Tisch und zu hoher Platte hilft ein höhenverstellbarer Stuhl oder eine Fußstütze, wenn die Füße nicht auf den Boden kommen. Eine ergonomische Fußstütze ist der nächste Schritt, wenn der Tisch nicht mitwächst. Elektrisch verstellbare Tische lösen das über die Platte, nicht über angehobene Schultern. Erst wenn Stuhl und Füße stimmen, messen Sie die Ellenbeuge im Sitzen. Diese Höhe ist Ihr Ziel für die Unterarmauflage, nicht irgendeine Plattenoberkante, sondern dort, wo Handgelenk und Tastatur liegen sollen.

Tischhöhe im Sitzen: Unterarme waagerecht

Im Sitzen sollen die Unterarme etwa waagerecht zur Tastatur liegen, die Ellbogen ungefähr im rechten Winkel. DGUV-Informationen nennen als Empfehlung im Sitzen oft etwa 740 mm plus oder minus 20 mm Tischhöhe. Das ist eine Populationsspanne, nicht Ihre persönliche Zahl ohne Messung. Feste Computertische liegen häufig bei 72 bis 78 cm. Passt das nicht zu Ihrer Ellenbeuge, ist der Stuhl der erste Hebel und der Hub der zweite. Ein elektrischer Tisch, der erst bei 72 cm beginnt, lässt kleine Personen im Sitzen oft am unteren Limit arbeiten. Das ist ein Kaufkriterium für die Untergrenze, kein Problem, das Sie nur durch einen hohen Stuhl lösen sollten. Speicher am Motor speichert die gemessene Sitzhöhe. Drücken Sie den Knopf, wenn Sie wirklich wechseln, nicht einmal beim Aufbau und dann nie wieder. Prüfen Sie nach dem Aufbau, ob die Tastatur auf der Platte oder auf einer Schublade liegt. Beides verändert die effektive Handhöhe. Handballenauflage und Tastaturhöhe zusammen sollten die Unterarme nicht nach oben drücken. Maße vor dem Kauf stehen in der Kaufberatung.

Tischhöhe im Stehen: dieselbe Ellenbeuge

Im Stehen gilt dieselbe Logik: Unterarme waagerecht, leicht gebeugte Knie, kein Durchhängen in den Schultern. Empfehlungen für Stehen liegen oft bei etwa 1050 mm plus oder minus 20 mm in DGUV-Texten. Fachseiten geben Körpergrößen-Richtwerte von etwa 95 cm bei 1,50 m bis etwa 125 cm bei 2,00 m. Das ist Orientierung, kein Ersatz für die Messung am eigenen Arm. Messen Sie im Stehen an der Ellenbeuge und speichern Sie die Höhe am Motor, wenn vorhanden. Hub-Obergrenzen bei 118 oder 120 cm reichen für viele, nicht für alle sehr großen Personen. Dann scheitert Stehen am Produkt, nicht an der Disziplin. Vor dem Kauf prüfen Sie die Spanne 650 bis 1250 mm als Normziel gegen die Listing-Zahlen.

Bildschirm und Wechsel als getrennte Schritte

Ein zu tiefer Monitor wird nicht durch einen höheren Tisch dauerhaft geheilt. Die oberste Bildschirmzeile sollte nicht unterhalb der Augenhöhe liegen, der Sehabstand mindestens etwa 50 cm betragen. Monitorarme entkoppeln die Bildschirmhöhe teilweise von der Platte. Das ist sinnvoll, wenn der Tisch am Limit ist. Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen ist der Zweck des Hubs, kein Heilversprechen. Nutzen Sie ihn, wenn er passt. Starres Stehen ist ebenso unbequem wie starres Sitzen. Wenn nach dem Einstellen die Tiefe fehlt oder die Platte wackelt, hilft Nachjustieren allein nicht. Nach jedem Wechsel kurz prüfen, ob Kabel am Arm genug Spiel haben.

Fazit: messen, speichern, wirklich wechseln

Zuerst die Füße über den Stuhl auf den Boden, dann die Tischhöhe an die Ellenbeuge im Sitzen, danach dieselbe Logik im Stehen, zuletzt der Bildschirm. Zwei verstellbare Ebenen erlauben Feintuning, verwirren aber leicht: Notieren Sie die funktionierende Kombination oder speichern Sie die Tischhöhe am Motor. Erreicht der Hub die gemessenen Werte nicht, ist ein anderer Tisch die ehrlichere Lösung als ein hoher Stuhl mit hochgezogenen Schultern.

Häufige Fragen

Wie hoch muss der Schreibtisch im Sitzen sein?
So hoch, dass die Unterarme waagerecht liegen. Messen Sie an der Ellenbeuge, nicht nur an Tabellenwerten um 74 cm. Die DGUV-Spanne von etwa 740 mm plus oder minus 20 mm ist eine Populationsangabe, nicht Ihr persönliches Maß.
Wie hoch im Stehen?
Dieselbe Ellenbeuge-Logik, mit leicht gebeugten Knien und lockeren Schultern. Körpergrößen-Richtwerte von etwa 95 cm bei 1,50 m bis etwa 125 cm bei 2,00 m helfen zur Orientierung und ersetzen die Messung nicht.
Stelle ich zuerst den Stuhl oder den Tisch ein?
Den Stuhl, damit Füße und Knie stimmen. Danach die Tischhöhe an die Ellenbeuge. Wer zuerst die Platte festlegt und den Stuhl nur nachdreht, hebt oft die Schultern oder lässt die Füße hängen.
Was tun, wenn die Füße nicht auf den Boden kommen?
Den Stuhl senken oder eine Fußstütze nutzen. Nicht die Platte so hoch stellen, dass die Schultern mitarbeiten. Bei festem Tisch ist die Fußstütze das Werkzeug, wenn die Platte nicht mitwächst.
Soll der Monitor mit dem Tisch höher wandern?
Beim Stehen oft ja. Fein justieren Sie mit einem Monitorarm, nicht nur über den Tisch. Die oberste Zeile sollte nicht unter der Augenhöhe liegen, der Sehabstand mindestens etwa 50 cm betragen.
Wie oft soll ich wechseln?
So oft, wie es Ihnen bei passender Höhe guttut. Der Hub lohnt nur bei tatsächlichem Wechsel. Starres Stehen ist kein Gesundheitsziel, und ein Knopf, der nur beim Aufbau gedrückt wird, ändert den Arbeitstag nicht.
Was, wenn der Hub erst bei 72 cm beginnt?
Kleine Personen sitzen dann am Limit. Die Untergrenze vor dem Kauf prüfen oder Stuhl und Fußstütze einplanen. Ein hoher Stuhl allein hebt die Schultern, wenn die Platte nicht tief genug fährt.
Gilt starres Stehen als gesünder?
Nein. Abwechselnde Haltung mit korrekten Höhen ist das Ziel, nicht dauerndes Stehen. Medizinische Minutenquoten variieren in der Sekundärliteratur. Sicherer ist, den Hub zu nutzen, wenn Fläche und Höhe stimmen.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 09.10.2026.

  1. DGUV Information 215-410 – Bildschirm- und Büroarbeitsplätze (abgerufen am 09.10.2026)
  2. DGUV Grundsatz 315-410 (abgerufen am 09.10.2026)
  3. DGUV Grundsatz 315-411 (abgerufen am 09.10.2026)
  4. DIN EN 527-1:2011-08 – Büromöbel, Arbeitstische (abgerufen am 09.10.2026)
  5. Arbeitsstättenverordnung, Anhang – Bildschirmarbeitsplätze (abgerufen am 09.10.2026)
  6. FlexiSpot: Wie dick sollte eine Tischplatte sein? (abgerufen am 09.10.2026)
  7. Möbelguru: Bürotische und Computertische Kaufberater (abgerufen am 09.10.2026)