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Sicherheitssandalen richtig tragen: Unterweisung nach dem Kauf

Aktualisiert: 23.09.2026

Der Karton ist offen, die Klettzungen stehen ab, und vor der ersten Schicht sollen Socken, Einlage und Sitz stimmen. Sicherheitssandalen richtig tragen heißt: Baumuster nicht zerstören, Ferse halten, vor der Schicht prüfen, luftig trocknen, rechtzeitig ablegen. Diese Seite ist Unterweisung nach dem Kauf, kein Produktvergleich. Die [Produktmatrix Sicherheitssandalen Herren](/hub/schutzbekleidung/sicherheitssandalen-herren) bleibt die ASIN-Liste; Klasse und Filter stehen in der [Kaufberatung](/hub/schutzbekleidung/sicherheitssandalen-herren/sub/sicherheitssandalen-herren-kaufberatung). Am Ende wissen Sie, wann Nachspannen noch Nutzung ist und wann der Verschluss Ablegereife bedeutet.

Der Karton ist offen, die Klettzungen stehen ab, und vor der ersten Schicht sollen Socken, Einlage und Sitz stimmen.

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Inhalt

Sitz und Klett: Ferse halten, nicht improvisieren

Ziehen Sie die Sandale mit der Arbeitssocke an, die Sie in der Schicht tragen. Die Zehen brauchen Restweite unter der Kappe, ohne dass der Fuß nach vorn rutscht; die Ferse darf nicht klicken. Klett ist bei Sandalen der Standardverschluss: Er muss flächig schließen und nach einigen Stunden nachspannbar bleiben, weil Material und Fuß sich setzen. Wer morgens locker schließt und um zehn die Ferse offen hat, hat einen offenen Schutz – nachspannen, prüfen, bei totem Flausch ablegen. Herstellerhinweise behandeln einen Verschluss, der nicht mehr ordnungsgemäß schließt, als Ablegegrund, nicht als Kosmetik. Reiben am Rist, Druck unter der Kappe oder ein Klett, der die letzte Lasche nicht mehr erreicht, sind Signale zum Modell- oder Größenwechsel, nicht zum Selberkürzen der Zunge. Socken sind Pflicht für Sitz, Schweiß und oft für die Ableitstrecke; barfuß in der Sandale ist weder Hygiene- noch ESD-Idee. Wer den Verschluss mit Kabelbindern rettet, hat das Paar faktisch schon abgelegt.
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Einlagen nur in der geprüften Kombination

Beliebige Gelsohlen aus dem Sportshop gehören nicht in PSA-Fußschutz. DGUV Regel 112-191 bindet orthopädische Zurichtungen an den Herstellerartikel und das Baumuster: Widerstand, Kappenrestweite und Passform können sonst entfallen. Im Display nennen ELTEN Scott und Atlas-Modelle eine Freigabe nach DGUV 112-191; teXXor und SAFETOE haben dazu k. A. – das ist kein Freibrief für Eigenbau. Ein konkreter Fehler: Die Ferse drückt, also kommt eine weiche Fersenschale aus dem Drogerieregal darunter. Die Kappe hat dann weniger Raum, die Sandale sitzt vorn zu knapp, und eine ESD-Strecke kann reißen. Wechseln Sie nur Einlagen, die der Hersteller für dieses Modell freigibt. Fehlt die Ortho-Zeile im Listing, fragen Sie den Hersteller schriftlich oder wählen Sie ein Modell mit genannter 112-191-Freigabe.

Pflege, Trocknen, PU-Sohle

Nach der Schicht lüften Sie die Sandale, nicht auf der Heizung und nicht im geschlossenen Spind auf nassem Beton. Textil und Mesh nicht hart bürsten; groben Dreck entfernen, Klett von Fasern befreien, damit er wieder greift. Ein zweites Paar wechseln entlastet Futter und Sohle über die Woche, ist aber kein Freibrief, ein beschädigtes Paar nur dienstags weiterzutragen. PU-Sohlen können hydrolysieren, besonders bei feuchter, warmer Lagerung. Im Display reißt bei teXXor eine PU-Sohle nach etwa 1,5 Jahren in Stimmen, eine Schnalle war unter zwei Monaten hin. Das sind Nutzersignale, keine Garantieformel. Lagern Sie Reserve-Paare trocken und nicht in Folie auf der Heizung. Nässe in der Sandale selbst ist Nutzungsgrenze; Klassenwechsel erklärt S1 oder S1P Sandale.

Ablegereife und Sichtprüfung

BGHM-Kompakt 093 verlangt eine Sichtprüfung vor dem Tragen: Kappe, Nähte, Profil, Sohle, Verschluss. Bei Stahlkappen kann eine Delle den Stoß erzählen; Komposit- und Kunststoffkappen zeigen oft keine Delle und können trotzdem vorgeschädigt sein – nach einem harten Treffer den Hersteller- oder Betriebsweg nutzen. Abgelaufenes Profil, Risse in der PU, gebrochene Schnallen, toter Klett, offene Nähte und ein Innenfutter, das färbt oder sich löst, sind Ablegesignale. Der Arbeitgeber stellt freigegebene PSA; Sie tragen sie bestimmungsgemäß und melden Schäden. Wer die Sandale privat im Garten mit Nägeln und Nässe nutzt, verkürzt die Lebensdauer und missbraucht die Form. Halten Sie die Sandale von aggressiven Lösemitteln fern, sofern der Hersteller das nicht freigibt.

Fazit: Nachspannen ja, offene Ferse nein

Dokumentieren Sie Auffälligkeiten kurz: Datum, Schicht, was aufgefallen ist. Wenn mehrere Träger dasselbe Defektbild melden – etwa schnelle PU-Risse oder Kletttod – ist das ein Signal an die Beschaffung. Legen Sie ab, wenn der Schutz nicht mehr dem Baumuster entspricht. Die Klasse und der Exit zu geschlossenen Schuhen bleiben Kaufentscheidungen; die Nutzung bewahrt nur, was gekauft wurde.

Häufige Fragen

Darf ich eine beliebige Gelsohle einlegen?
Nein. Nur herstellergeprüfte Kombinationen nach DGUV 112-191. Sonst können Ableitung und Kappenrestweite entfallen.
Wann ist die Sandale ablegereif?
Wenn Verschluss, Sohle, Kappe, Nähte oder Profil den Schutz nicht mehr leisten. Toter Klett zählt dazu, nicht nur eine gerissene Sohle.
Klett hält nicht – nachspannen oder neu?
Erst nachspannen und Flausch reinigen. Greift nichts mehr flächig, ist der Verschluss Ablegegrund laut Herstellerlogik, kein Tuning-Projekt.
Auf die Heizung trocknen?
Nein. Luftig bei Raumklima; Hitze schädigt Kleber, PU und Schaft. Elten-Hinweise raten ausdrücklich davon ab.
Kompositkappe nach Stoß ohne Delle?
Möglich. Fehlende Delle heißt nicht unbeschädigt. Nach hartem Aufprall prüfen lassen, nicht weitertesten.
Muss ich Socken tragen?
Ja, für Sitz, Feuchtigkeit und oft für den Ableitweg. Barfuß ändert Passform und Messung.
Was prüfe ich vor der Schicht?
Kappe, Nähte, Profil, Sohle, Klettschluss, Fremdkörper im Fußbett. BGHM 093 fasst das als Sichtprüfung vor dem Tragen.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 23.09.2026.

  1. DGUV FB PSA, Kurzzeichen Fußschutz (2011 vs. 2022, SRA/SRC vs. SR, P/PL/PS) (abgerufen am 23.09.2026)
  2. DGUV Regel 112-191, Benutzung von Fuß- und Knieschutz (abgerufen am 23.09.2026)
  3. DGUV 112-191 Text Spiegel (Einlegesohlen, Baumuster) (abgerufen am 23.09.2026)
  4. EN ISO 20345:2022 Änderungen (Sievi) (abgerufen am 23.09.2026)
  5. Safety Jogger, ISO 20345:2022 (abgerufen am 23.09.2026)
  6. Elten, Schutzklassen S1 bis S1PS (abgerufen am 23.09.2026)