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Fallschutzmatte Fallhöhe: frei messen, kritisch lesen

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie stehen am Klettergerüst, messen vom Podest zum Boden und wollen aus der Dicke einer Matte eine Fallhöhe in Metern machen. Dabei liegen drei verschiedene Maße durcheinander: die freie Fallhöhe des Geräts, die kritische Fallhöhe des Belags und die Aufprallfläche daneben. Am Ende soll klar sein, welche Zahl Sie am Gerät nehmen und welche nur ein Prüfbericht liefern kann. Die drei mobilen Matten dieser Kategorie, alle ohne ausgewiesene kritische Fallhöhe, sehen Sie in der [Vergleichstabelle Fallschutzmatten](/hub/spielzeug/fallschutzmatten). Sie kommen hier nur als Gegenbeispiel vor.

Sie stehen am Klettergerüst, messen vom Podest zum Boden und wollen aus der Dicke einer Matte eine Fallhöhe in Metern machen.

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Inhalt

Zwei Höhen, nicht eine

Die freie Fallhöhe ist der größte lotrechte Abstand von der Körperunterstützung bis zur Aufprallfläche. Bewegung von Gerät und Nutzer zählt mit. Sie messen sie am Spielgerät, nicht an der Matte im Warenkorb. Die kritische Fallhöhe gehört zum Boden: die niedrigste Höhe, bei der nach EN 1177 HIC 1000 oder 200 g erreicht wird. Der niedrigere Wert gilt. Liegt die freie Fallhöhe darüber, passt das Paar nicht. Ein Podest, von dem Kinder sich abstoßen, kann 1,40 m über dem Boden liegen. Dann braucht der Belag eine kritische Fallhöhe über 1,40 m, und die Fläche um das Podest muss stimmen. Eine Platte mit Bericht über 1,00 m bleibt unter diesem Podest zu niedrig. Eine fremde 65-mm-Platte mit 2,30 m ist kein Wert für jede Platte dieser Dicke. Zentimeter Schaum sind keine dieser Meter.

So wird gemessen

Sie messen lotrecht von der Stelle, an der der Körper abgestützt ist: Standfläche, Sitz oder die Sprosse, von der sich das Kind abstößt. Schwingt der Körper beim Absprung nach außen, zählt diese Bewegung mit. Ein Maßband nur an der untersten Stufe unterschätzt die Höhe. Unter 60 cm freier Fallhöhe entfällt die Dämpfung, außer das Gerät erzwingt die Bewegung. Schaukel, Rutsche und Wippe brauchen den stoßdämpfenden Boden auch darunter. Die DGUV-Darstellung über Haufe nennt eine Schaukel bis 2,60 m Gerätehöhe mit einer freien Fallhöhe von nicht mehr als 1,50 m. Die Obergrenze liegt laut Sichere Schule bei 3 m. Maßgeblich bleibt das Gerät vor Ihnen.

Die Fläche um das Gerät

Die Aufprallfläche ist der Boden rings um das Gerät, nicht das Quadrat unter den Füßen. Bis 1,50 m freier Fallhöhe muss sie laut DIN-Media-Themenseite mindestens 1,50 m weit reichen. Darüber gilt x = 2/3 y + 0,5 m. Bei 2,00 m sind das etwa 1,83 m, bei 3,00 m 2,50 m. Die Formel meint die Ausladung, nicht die Dicke der Matte. Eine Platte von 50 × 50 cm unter dem Turmfuß erfüllt das nicht, auch wenn ihre kritische Fallhöhe zum Podest passt. Eine Bahn von 195 × 75 cm ist keine umlaufende Fläche. Wer nur die Standfläche polstert, hat die Höhe gelesen und die Fläche ausgelassen. Sand, Kies und Hackschnitzel hängen an Körnung und Schicht, als Orientierung 20 cm bis 2 m Fallhöhe und 30 cm bis 3 m. Eine Sandkiste mit 10 cm Rest ist nicht mehr die Schicht, die zu 2 m gehört.

Dicke nur mit Bericht

Herstellerstaffeln weichen voneinander ab. KRAIBURG nennt für EUROFLEX beispielhaft 30 mm und 1,00 m bis 80 mm und 2,40 m. Intergard setzt unter anderem 45 mm und 1,50 m oder 65 mm und 2,30 m. Ein ISP-Bericht setzt 85 mm mit 2,27 m an, Messunsicherheit ±7 Prozent, und 55 mm derselben Serie mit 1,50 m. Die Aussage 4 cm gleich 1,20 m steht in keiner davon als allgemeines Gesetz. Die Laborhöhe gilt auf dem Untergrund des Berichts, häufig auf Beton als Referenz. Eine Wanne ohne Gefälle oder eine zweite lose Matte darunter verlässt den geprüften Aufbau. Portale nennen 6 bis 8 cm Turnmatte als Orientierung bis etwa 100 cm für Drei- bis Sechsjährige. Das ist kein Stempel für die ungeprüften Matten der Vergleichstabelle.

Häufige Fragen

Ab welcher Höhe ist Fallschutz nötig?
Ab mehr als 60 cm freier Fallhöhe soll die Aufprallfläche stoßdämpfen. Darunter entfällt diese Anforderung, außer das Gerät erzwingt die Bewegung. Schaukel, Rutsche und Wippe bleiben auch bei einem tief hängenden Sitz eine Fallschutzaufgabe. Beton ist nur bis 60 cm zulässig, Oberboden bis 1,00 m.
Wie messe ich die freie Fallhöhe?
Lotrecht von der beabsichtigten Körperunterstützung bis zur Aufprallfläche, inklusive der Bewegung, die Gerät und Nutzer machen. Die höchste Sprosse, von der sich jemand abstößt, zählt, nicht nur die unterste Stufe. Ein ruhender Schaukelsitz ist nicht automatisch die freie Fallhöhe im Schwung.
Was ist die kritische Fallhöhe?
Die niedrigste Höhe, bei der der Boden in der Prüfung HIC 1000 oder 200 g erreicht. Der kleinere Wert entscheidet. Sie steht im Prüfbericht des Belags, nicht auf dem Spielgerät. DIN EN 1177:2024-10 ist gelistet, viele Berichte zitieren noch 2018. Ohne diese Zeile haben Sie eine Dicke, keine kritische Fallhöhe.
Wie groß muss die Fläche um das Gerät sein?
Bis 1,50 m freier Fallhöhe mindestens 1,50 m. Darüber x = 2/3 y + 0,5 m, also bei 2,00 m etwa 1,83 m und bei 3,00 m 2,50 m. Die Formel beschreibt die Ausladung, nicht die Mattenstärke. Eine 50-cm-Platte nur unter dem Pfosten lässt den Auslauf hart.
Reicht Rasen unter der Schaukel?
Rasen darf in Deutschland bis 1,50 m freier Fallhöhe nur bei geschlossener Narbe als Boden gelten, und unter Schaukeln wird er oft weggespielt. Das Portal Sichere Kita empfiehlt Rasen praktisch eher bis etwa 1 m. Eine Schaukel braucht den stoßdämpfenden Boden auch dann, wenn der Sitz in Ruhe niedrig wirkt. Sobald die Narbe offen ist, ist der Rasen nicht mehr der Belag, den die Grenze meint.
Bedeuten 4 cm Gummi immer 1,20 m?
Nein. KRAIBURG, Intergard und ein ISP-Bericht zu REGUPOL setzen Dicke und Höhe jeweils nur für ihr System. Dieselbe Millimeterzahl kann in einer anderen Prüfung woanders liegen, und ±7 Prozent in einem Bericht sind die Unsicherheit dieser Messung, nicht ein Aufschlag, den Sie selbst addieren. Vier Zentimeter ohne Bericht sind vier Zentimeter.
Gilt die Laborhöhe auch auf meinem Beton?
Nur wenn der Bericht diesen Unterbau meint und die Fläche so liegt, wie geprüft: eben, mit dem vorgesehenen Gefälle, ohne eine zweite lose Schicht. CONICA beschreibt Laborwerte auf Beton als Referenz und verweist auf eine erneute Prüfung der Anlage. Auf einer öffentlichen Fläche ersetzt die Laborzahl die Abnahme vor Ort nicht. Wellen nach Frost oder eine Wanne ohne Abfluss verlassen diese Referenz.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Fallschutz und Normen; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. DIN Media, Spielplatzgeräte (abgerufen am 13.10.2026)
  2. ISP, Fallschutzprüfungen (abgerufen am 13.10.2026)
  3. Sichere Kita, Stoßdämpfende Böden (abgerufen am 13.10.2026)
  4. Sichere Kita, Matten (abgerufen am 13.10.2026)
  5. KRAIBURG, Datenblatt EUROFLEX EPDM (abgerufen am 13.10.2026)
  6. BfR, Phthalate (abgerufen am 13.10.2026)
  7. VO (EU) 2021/1199, umwelt-online (abgerufen am 13.10.2026)
  8. WARCO, FAQ Fallhöhe (abgerufen am 13.10.2026)