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Fallschutzplatten verlegen: Untergrund, Wasser und Rand

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie haben Platten aus gebundenem Granulat bestellt und stellen sich vor, sie wie Terrassenfliesen auf den Rasen zu klicken. Die geprüfte Fallhöhe gilt aber für einen beschriebenen Unterbau. Wasser, offene Fugen und eine harte Kante setzen sie im Garten außer Kraft, auch wenn jede einzelne Platte im Labor eine Höhe hatte. Am Ende soll klar sein, welche Fehler immer wieder auftauchen und wo die Anleitung Ihres Fabrikats übernimmt. Die mobilen Matten dieses Vergleichs, die Sie nicht verlegen, stehen in der [Vergleichstabelle Fallschutzmatten](/hub/spielzeug/fallschutzmatten).

Sie haben Platten aus gebundenem Granulat bestellt und stellen sich vor, sie wie Terrassenfliesen auf den Rasen zu klicken. Die geprüfte Fallhöhe gilt aber für einen beschriebenen Unterbau.

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Inhalt

Erst der Untergrund, dann die Platte

Die Platte braucht einen tragfähigen, ebenen Grund. REGUPOL beschreibt für die eigenen Platten eine ungebundene oder gebundene Tragschicht. Auf Beton gehören Gefälle und Abfluss dazu. Ein Schotterplanum leitet Wasser ab, wenn er so aufgebaut ist, wie die Anleitung dieses Systems es will. Rasen ist keines von beiden: die Narbe setzt sich, die Platte liegt nach dem Winter in einer Mulde. Auf die Wiese legen Sie nur, wenn Ihr Datenblatt diesen Aufbau ausdrücklich beschreibt. Die Ebenheit ist eine Herstellerzahl. REGUPOL nennt unter 5 mm auf 3 m, PROFIMAT Mulden über etwa 3 mm und etwa 2 Prozent Gefälle auf befestigten Flächen. Sie nehmen die Zahl aus dem PDF Ihrer Platte. Eine hohle Mulde unter der Landefläche ist nicht mehr die geprüfte Schicht. Gum-tech nennt in einer Beispielrechnung für 4,5 cm etwa 58 € je Quadratmeter Material und mit Unterbau etwa 108 €. Wer den Unterbau weglässt, spart den Posten, an dem die Fallhöhe hängt.

Wasser muss weg

Auf Beton nennen REGUPOL 1 bis 2 Prozent Gefälle und einen Abfluss, PROFIMAT etwa 2 Prozent. Ein Prozent auf 4 m sind 4 cm Höhenunterschied. Ohne Gefälle liegt die Platte über einer Wanne. Silidur beschreibt stehendes Wasser als Folge dieser Fehlverlegung. Frost hebt die Fläche, die Fuge wandert, die Ebenheit ist dahin. Auf einer öffentlichen Fläche misst danach die Vor-Ort-Prüfung nach EN 1177, nicht das PDF vom Herbst. REGUPOL schließt für die eigenen Platten Temperaturen unter 10 °C und pralle Hitze aus und verlangt Akklimatisierung. Das ist die Vorgabe dieses Werks, keine allgemeine Normtemperatur. Eine andere Marke kann eine andere Grenze nennen.

Verband und Rand

Die Platten liegen im Halbverband. Kreuzfugen, vier Ecken auf einem Punkt, vermeiden REGUPOL; Silidur nennt sie als Fehlerbild. Dichte Fugen gehören dazu. Eine fingerbreite Lücke ist eine Kante für den Fuß und ein Weg für Wasser. Der Rand schließt bündig mit der Oberfläche ab. ERR-Team und Freisport beschreiben Gummi-Randsteine, weil eine überstehende Betonkante hart bleibt. Eine offene Kante auf vorhandenem Belag schließen Sie mit einem Keil. Steckverbinder ersetzen die Einfassung nicht in jedem System. ERR beschreibt Verbinder, die in einer Richtung wandern. WARCO nennt für Dübelplatten eine umlaufende Einfassung und für manche Systeme eingeklebte Verbinder, die ohne Rand lagestabil sein sollen. Die Anleitung Ihrer Platte sagt, ob der Rand Pflicht ist. Ab 1,50 m freier Fallhöhe mindestens 1,50 m Ausladung. Der Rand steht an dieser äußeren Linie, nicht direkt an den Pfosten.

Was nicht mitverlegt wird

Die drei Matten der Vergleichstabelle sind keine Steckplatten. Grevinga ist klappbar, Jeflex eine kleine Turnmatte, PhysKcal eine Faltmatte mit Klett. Sie dübeln sie nicht in den Halbverband. Eine zweite Matte unter der ersten hebt die kritische Fallhöhe nicht. Shockpads gelten nur als das Paket, das der Bericht meint. Zwei Kartons addieren ihre Zentimeter nicht zu einer neuen Meterzahl. Wer 2 m absichern will, kauft das System, dessen Bericht diese Höhe nennt, und legt es auf den Untergrund aus demselben Bericht. Ein Stapel aus Klappmatte und einer zweiten weichen Lage ist dieser Fehler im Kleinen. Auf einer öffentlichen Fläche reicht die Laborzahl nach dem Einbau nicht als Abnahme.

Häufige Fragen

Kann ich die Platten auf Rasen legen?
In den wiederkehrenden Anleitungen nein. Rasen ist weder die ungebundene Tragschicht noch ein Beton mit Gefälle. Die Narbe setzt sich, Wasser bleibt stehen, die Platte liegt hohl. Nur wenn das Datenblatt Ihres Systems einen Aufbau auf gewachsenem Boden ausdrücklich beschreibt, weichen Sie davon ab. Eine Matte für einen Nachmittag auf der Wiese ist eine andere Warengruppe und keine verlegte Platte.
Brauche ich Gefälle auf Beton?
Ja, sobald die Platten auf einer gebundenen Fläche liegen. REGUPOL nennt 1 bis 2 Prozent und einen Abfluss, PROFIMAT etwa 2 Prozent. Das Wasser muss unter der Platte wegkönnen. Durchlässiges Granulat verhindert die Pfütze nicht, wenn der Beton eine Wanne ist. Ohne Gefälle verändert stehendes Wasser das Material, und die Laborhöhe beschreibt Ihren Garten nicht mehr.
Reichen die Plastikdübel ohne Rand?
Nicht in jedem System. Für Dübelplatten nennt WARCO eine umlaufende Einfassung als nötig. Andere Systeme sollen mit eingeklebten Verbindern auch ohne Rand lagestabil sein. ERR beschreibt Verbinder, die in einer Richtung wandern. Sie lesen die Anleitung Ihrer Platte. Eine Betonkante, die übersteht, bleibt hart und wird zur Stolperkante, Dübel hin oder her.
Was ist eine Stolperkante?
Die Platte oder der Rand liegt höher als der Anschluss, oder der Anschluss ist eine harte Betonkante neben weichem Granulat. Der Rand soll bündig mit der Oberfläche abschließen. Eine offene Kante auf vorhandenem Belag schließen Sie mit einem Keil. Eine fingerbreite Fuge ist dieselbe Familie von Fehlern: der Fuß findet eine Kante, das Wasser findet einen Weg nach unten.
Was passiert mit Wasser und Frost?
Wasser unter den Platten, das nicht abfließt, verändert das Material und hebt die Fläche bei Frost an. Danach stimmen Ebenheit und Fuge nicht mehr, und die kritische Fallhöhe aus dem Labor hängt nicht mehr an diesem Unterbau. Auf öffentlichen Flächen ist danach eine Vor-Ort-Prüfung der gebauten Anlage die relevante Messung, nicht das PDF von vor dem Winter.
Darf ich eine zweite Matte unterlegen, damit die Fallhöhe steigt?
Nein. Eine lose zweite Lage ist kein geprüftes Shockpad. Die kritische Fallhöhe gilt für das System im Bericht, inklusive der beschriebenen Schicht und des Untergrunds. Zwei Matten aus verschiedenen Kartons addieren ihre Zentimeter nicht zu einer neuen Meterzahl. Wer mehr Höhe braucht, braucht das System, dessen Bericht diese Höhe nennt.
Gilt das auch für die klappbare Turnmatte?
Nein. Die Vergleichsmatten sind Falt- und Weichbodenmatten ohne Steckverbund. Sie legen sie aus, sie bekommen keinen Schotter, kein Gefälle und keinen Randstein. Diese Seite beschreibt gebundene Platten. Die Turnmatte im Kinderzimmer hat eine andere Aufgabe und keinen Unterbau, der eine Labor-Fallhöhe tragen würde.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Fallschutz und Normen; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. DIN Media, Spielplatzgeräte (abgerufen am 13.10.2026)
  2. ISP, Fallschutzprüfungen (abgerufen am 13.10.2026)
  3. Sichere Kita, Stoßdämpfende Böden (abgerufen am 13.10.2026)
  4. Sichere Kita, Matten (abgerufen am 13.10.2026)
  5. KRAIBURG, Datenblatt EUROFLEX EPDM (abgerufen am 13.10.2026)
  6. BfR, Phthalate (abgerufen am 13.10.2026)
  7. VO (EU) 2021/1199, umwelt-online (abgerufen am 13.10.2026)
  8. WARCO, FAQ Fallhöhe (abgerufen am 13.10.2026)