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Metallrohre lagern: Verzug und Korrosion vermeiden

WartungSeptember 20266 Min. Lesezeit
Lange Metallprofile und Rohre auf mehreren Holzauflagen in einer trockenen Werkstatt, werkstoffgetrennt gestapelt

Metallrohre lagern Sie trocken, auf mehreren Auflagen und werkstoffgetrennt. So vermeiden Sie Verzug, Kratzer, Kondensat und Verwechslung vor der Montage.

PRIOstahl Alu-Rechteckrohr 80 × 20 × 2 mm
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Die Lieferung steht zwei Wochen in der Hofecke, die Folie ist nach dem Gewitter innen nass, und das Alu-Rechteckrohr trägt schon Kratzer, bevor die erste Säge ansetzt. Metallrohre lagern ist kein Nebensatz zur Bestellung. Verzug, Kontaktflecken, verwechselte Querschnitte und Späne im Inneren kosten später mehr Zeit als ein trockenes Regal und ein Etikett am Tag der Anlieferung.

Kurz gesagt

Lagern Sie Langgut trocken, eben und auf ausreichend vielen Auflagen, trennen Sie Werkstoffe und halten Sie Innenräume frei von Spänen. Vertikal spart Platz, horizontal braucht eine Ebene. Kondensat unter Folie und gemischte Metalle sind die häufigsten Schäden vor der Montage.

Lagerplatz und Auflagen vorbereiten

Suchen Sie einen ebenen, überdachten Streifen mit Luftumwälzung – nicht die sonnige Südseite hinter Glas und nicht die nasse Nordwand mit Dauer-Tau. Die Unterlage muss Last verteilt tragen: Kanthölzer gleicher Höhe oder ein Kragarmregal mit dokumentierter Traglast. Weiche Schaumstoffmatten dämpfen Kratzer, kriechen aber unter Punktlast.

Zwei Meter eines steifen Vierkantprofils liegen oft auf zwei oder drei Lagern ruhig; sechs Meter dünnwandiges Rechteckrohr brauchen mehr Stützpunkte. Alle Auflagen müssen in einer Ebene liegen; ein zu hoher Mittelklotz erzeugt Gegenbiegung. Nässe vom Boden halten Sie mit Abstand – Folie, die bis auf den Boden hängt, leitet Regen unter den Stapel. Was über den Gang ragt, wird angefahren und zur Stolperfalle.

Lange Profile gegen Verzug sichern

Verzug entsteht, wenn Eigengewicht, Wärme und ungleiche Auflage zusammenkommen. Aluminium fließt unter Dauerlast eher als dickwandiger Stahl; weiches Kupferrohr nimmt eine Biegung an, die Sie vor dem Verlegen erst wieder richten müssen. Stapeln Sie nach Steifigkeit: die schwersten Stäbe nach unten, die dünnwandigen nach oben, und nie ein kurzes Stück als Mittelstütze unter einem langen Stab.

Vertikale Lagerung mindert Durchbiegung, wenn der Ständer lotrecht steht und der Fuß trocken bleibt. Runde Rohre brauchen eine Aufnahme, die nicht einklemmt; ein lockerer Bund kippt beim Ziehen des unteren Stücks. Lassen Sie kalte Ware akklimatisieren, bevor Sie die Hülle fest verschweißen. Reststücke gehören in eine eigene Kiste nach Querschnitt, nicht im Bund.

Oberflächen und unterschiedliche Metalle trennen

Stapeln Sie nicht Metall auf Metall ohne Zwischenlage. Pappe, Vlies oder Lieferfolie trennen die Flächen; heben Sie statt zu schieben. Sand auf der Palette wirkt wie Schleifpapier. Sobald ein Feuchtefilm Aluminium und Kupfer verbindet, entsteht an der Kontaktlinie ein galvanisches Element – dieselbe Logik wie bei der Mischinstallation schon auf der Palette.

PVC-Rohr und PE-Rohr rosten nicht, dürfen aber nicht als nasse Unterlage unter Metall dienen; Hitze und Punktlast drücken ovale Querschnitte. KG-Rohr mit Muffen stapeln Sie so, dass Dichtringe nicht dauerhaft gequetscht werden. Ölfilme gegen Fingerabdrücke ziehen Staub und sind auf trinkwasserrelevanten Innenflächen falsch.

Feuchte, Kondensat und Rohrenden kontrollieren

Kondensat ist der Elektrolyt, den Korrosion braucht. Stahl bekommt Flugrost, Zink Weißrost, Aluminium Flecken. Transportfolie nach dem Akklimatisieren entfernen, Tropfen abwischen und offen lagern, solange Staub beherrschbar ist. Eine Plane über dem Hofstapel hält unten Staunässe und tropft oben Kondensat auf die oberste Lage – besser ist ein Dach mit Traufe und Abstand zum Boden.

Rohrenden kappen oder abkleben: Offene Stutzen sammeln Späne und Insekten. Nach dem Sägen gehören Grate nicht ins Regal. Bei Strecken, die später Trinkwasser führen, gilt innen sauber halten und vor Inbetriebnahme systemgerecht spülen.

Ein Möbelrahmen aus Aluminium verzeiht einen Staubfilm, wenn die Fläche vor dem Lackieren gereinigt wird. Ein Kupferrohr für Trinkwasser verzeiht keinen Ölfilm und keine wochenlange offene Muffe im Keller. Trennen Sie die Bestände nach Einsatz, nicht nur nach Metall.

Kennzeichnen und vor Verarbeitung prüfen

Das Etikett trägt Werkstoff oder Legierung, Querschnitt inklusive Wandstärke, Länge, Stückzahl, Lieferdatum und den vorgesehenen Job. Zuschnitte bekommen die Restlänge, sobald Sie das erste Stück absägen. Den Lieferschein heften Sie an die Palette, bevor die Folie entsorgt ist.

Vor der Verarbeitung prüfen Sie Maß, Form, Oberfläche und Innenraum. Was durchhängt, richten Sie nicht über das Knie. Späne vom Aluminium bleiben nicht auf Stahl liegen – Kehrregel nach dem Sägen und sofortiges Kappen der neuen Enden sparen die nächste Reklamation. Wenn Stangen regelmäßig über Wege ragen und Feuchte nicht weggeht, kaufen Sie kürzer und bestellen näher am Montagetermin.

Ein Klassiker ist die nasse Plane über dem Hofstapel. Unten bleibt Staunässe, oben tropft Kondensat auf die oberste Lage. Besser ist ein Dach mit Traufe, Abstand zum Boden und seitlich offener Luft. Keller ohne Lüftung sammeln im Sommer feuchte Luft an kalten Rohren; Querlüften oder Entfeuchten zählt mehr als ein Hygrometer, den niemand liest.

Verwechslung ist der Schaden, den Sie erst an der Säge merken. 20 mal 20 mal 2 millimetert sich optisch nah an 20 mal 20 mal 3, und ein Reststück ohne Maß landet im falschen Rahmen. Getrennte Fächer ersetzen keine Beschriftung, wenn Hilfskräfte umräumen.

Häufige Fragen

Sollen Metallrohre horizontal oder vertikal lagern?
Beides ist möglich. Vertikal spart Fläche und vermindert Durchbiegung, wenn die Ständer lotrecht stehen und der Fuß trocken bleibt. Horizontal brauchen Sie mehrere gleich hohe Auflagen. Dünnwandige Rechteckrohre und weiches Kupfer lagern Sie eher flach und voll gestützt.
Wie viele Auflagen brauchen lange Profile?
Es gibt keine pauschale Stückzahl. Zwei Meter eines steifen Vierkantrohrs tragen oft auf zwei oder drei Hölzern. Sechs Meter dünnwandiges Rechteckrohr brauchen mehr Stützpunkte. Die Auflagen müssen in einer Ebene liegen; ein zu hoher Mittelklotz knickt nach oben.
Wie lagere ich Aluminiumprofile kratzerfrei?
Stapeln Sie nicht nackt auf nackt, legen Sie Pappe, Vlies oder Lieferfolie dazwischen und heben Sie statt zu schieben. Kantenschoner an den Schnittflächen verhindern Dellen. Ein Ölfilm ist kein Lackersatz und zieht Staub.
Warum ist Kondenswasser beim Lagern so kritisch?
Kondensat ist ein Elektrolyt. Auf Stahl entsteht Flugrost, auf Zink Weißrost, zwischen Aluminium und Kupfer startet Kontaktkorrosion. Bringen Sie kalte Ware erst auf Raumtemperatur, bevor Sie die Hülle öffnen, und wischen Sie Tropfen ab.
Müssen verschiedene Metalle im Lager getrennt werden?
Ja, sobald Feuchte nicht ausgeschlossen ist. Kupfer und Aluminium, verzinkter Stahl und Edelstahl sowie nasse Stahlspäne auf Aluminium sind klassische Paare für Flecken. Trennen Sie Fächer oder zumindest eine trockene Zwischenlage.
Wie bleiben Rohrinnenräume sauber?
Kappen, Stopfen oder abgeklebte Enden halten Späne und Putzstaub draußen. Nach dem Sägen blasen oder saugen Sie Grate aus, bevor das Stück ins Regal kommt. Für trinkwasserrelevante Strecken: innen sauber halten und vor Inbetriebnahme systemgerecht spülen.
Was gehört auf das Lageretikett?
Werkstoff oder Legierung, Abmessung inklusive Wandstärke, Länge, Stückzahl, Lieferdatum und der vorgesehene Einsatz. Bei Zuschnitten notieren Sie die Restlänge. Schreiben Sie auf das Etikett, nicht auf die Sichtfläche. Den Lieferschein heften Sie an die Palette.
Peter F.
AluminiumprofileHeimwerkenWerkstattausstattung

Als Handwerksmeister mit jahrzehntelanger Erfahrung betreut er Vergleiche zu Werkzeug, DIY und Baumarktprodukten. Qualität und Langlebigkeit stehen bei seinen Empfehlungen an erster Stelle.

15 Artikel verfasst
Aktualisiert: September 2026

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