Raumthermostat einstellen – optimale Temperaturen für jeden Raum

Aktualisiert: Februar 2026

Ein Raumthermostat einstellen bedeutet mehr als nur eine Zahl auf dem Display wählen. Die richtige Einstellung beeinflusst Komfort, Heizkosten und die Lebensdauer der Heizungsanlage. Ein Raumthermostat misst die Raumtemperatur an seinem Montageort und steuert die Heizung – entweder zentral (alle Heizkörper) oder in Verbindung mit Stellantrieben (z.B. bei Fußbodenheizung). Die empfohlene Raumtemperatur liegt bei 19 bis 21 °C für Wohnräume, 17 bis 18 °C für Schlafzimmer, 22 °C für Badezimmer. Jedes Grad weniger spart etwa 6 Prozent Heizkosten – aber zu kühl kann ungemütlich werden. Die Einstellung ist kein einmaliger Vorgang – bei wechselnden Jahreszeiten und Nutzungsgewohnheiten lohnt sich eine gelegentliche Anpassung. Im Raumthermostate-Vergleich findest du Modelle mit unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten. Für smarte Steuerung per App siehe WLAN-Raumthermostate. Bei Fußbodenheizung arbeiten Raumthermostate mit Stellantrieben zusammen – die Einstellung unterscheidet sich etwas von Heizkörpern.

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Grundlagen: Solltemperatur und Nachtabsenkung

Solltemperatur: Die Temperatur, die der Raum erreichen soll. Typische Werte: 20 °C Wohnzimmer, 18 °C Schlafzimmer, 22 °C Bad. Die Heizung heizt, bis die Solltemperatur erreicht ist, und schaltet dann ab. Wichtig: Das Thermostat misst an seinem Montageort. Steht es an einer kalten Außenwand oder hinter einem Vorhang, kann die Anzeige von der tatsächlichen Raumtemperatur abweichen. In solchen Fällen die Solltemperatur anpassen – z.B. 1 °C höher einstellen, wenn der Montageort kühler ist als der Rest des Raums. Ein Thermometer an einer anderen Stelle im Raum hilft, die Abweichung zu ermitteln. Nachtabsenkung: Nachts oder bei Abwesenheit die Temperatur um 2 bis 4 °C senken. Spart 10 bis 15 Prozent Heizkosten. Typische Einstellung: 17 °C nachts, 20 °C tagsüber. Bei Fußbodenheizung vorsichtiger – die träge Reaktion kann dazu führen, dass der Raum morgens noch kühl ist. Mehr dazu unter Raumthermostat für Fußbodenheizung. Die Nachtabsenkung sollte so enden, dass der Raum zur gewünschten Zeit (z.B. 6 Uhr morgens) warm ist – die Aufheizphase muss früher starten. Aufheizphase: Wie lange vor dem Aufwachen oder der Rückkehr die Heizung hochfahren soll. Bei Heizkörpern oft 30 bis 60 Minuten, bei Fußbodenheizung 1 bis 2 Stunden – die Masse braucht Zeit zum Aufwärmen. Zu früh hochfahren verschwendet Energie, zu spät ist der Raum noch kühl. Die optimale Dauer hängt vom Gebäude ab – bei gut gedämmten Neubauten reicht eine kürzere Phase, bei Altbauten kann es länger dauern.

Montageort: Wo das Thermostat hängen sollte

Der Montageort beeinflusst die Messung entscheidend. Idealerweise: In Raummitte, etwa 1,5 m über dem Boden, nicht in direkter Sonne, nicht hinter Vorhängen, nicht über Heizkörpern oder anderen Wärmequellen. Steht das Thermostat ungünstig, misst es falsch – die Heizung heizt zu viel oder zu wenig. Ein Thermostat im Flur misst die Flurtemperatur – der Flur ist oft kühler als die Wohnräume, die Heizung läuft dann dauerhaft, um den Flur zu erwärmen. Die Wohnräume werden überheizt. Häufige Fehler: Thermostat hinter dem Sofa – die Luftzirkulation ist eingeschränkt, die Messung verzögert. Thermostat über der Heizung – direkte Wärme verfälscht die Messung. Thermostat in der Sonne – im Winter kann die Sonneneinstrahlung die Anzeige erhöhen, die Heizung schaltet ab, obwohl der Rest des Raums kühl ist. Lösung: Wenn der Montageort nicht ideal ist, die Solltemperatur anpassen. Oder ein Modell mit Fernfühler wählen – der Fühler wird an einer besseren Stelle platziert, das Display bleibt am Thermostat. Bei fest verbauten Thermostaten hilft nur die Kompensation über die Solltemperatur.

Zeitprogramme sinnvoll nutzen

Die meisten programmierbaren Raumthermostate bieten 5+2 (Werktage / Wochenende) oder 7-Tage-Programme. Beispiel für einen Berufstätigen: Mo–Fr 6–8 Uhr 21 °C, 8–17 Uhr 18 °C, 17–22 Uhr 21 °C, 22–6 Uhr 17 °C. Am Wochenende: 8–22 Uhr 21 °C, nachts 17 °C. Die Aufheizphase so wählen, dass der Raum zur gewünschten Zeit warm ist – bei Heizkörpern 30–60 Minuten vorher, bei Fußbodenheizung 1–2 Stunden. Zu früh hochfahren verschwendet Energie, zu spät ist der Raum noch kühl. Tipp: Ferienmodus nutzen. Wenn du länger weg bist, die Heizung auf Frostschutz (15 °C) stellen. Viele programmierbare Thermostate haben eine Ferienmodus-Taste – eine Einstellung, und die Heizung läuft auf Minimaltemperatur. Bei WLAN-Thermostaten von unterwegs aktivierbar. Mehr zum Sparen siehe Heizkosten sparen mit Raumthermostat.

Häufige Fragen

Welche Temperatur soll ich am Raumthermostat einstellen?
Für Wohnräume 19–21 °C, Schlafzimmer 17–18 °C, Bad 22 °C. Jedes Grad weniger spart etwa 6 Prozent Heizkosten. Zu kühl wird ungemütlich – unter 18 °C in Wohnräumen empfinden viele als zu kalt. Das Komfortlimit ist individuell – langsam absenken und beobachten.
Warum weicht die Anzeige von der gefühlten Temperatur ab?
Das Thermostat misst an seinem Montageort. Steht es ungünstig – z.B. an einer kalten Außenwand, hinter einem Vorhang – kann die Messung von der tatsächlichen Raumtemperatur abweichen. Montageort prüfen oder Solltemperatur anpassen. Ein Thermometer an anderer Stelle hilft, die Abweichung zu ermitteln.
Wie stelle ich die Nachtabsenkung ein?
Bei programmierbaren Modellen: Zeitprogramm wählen, für die Nachtstunden (z.B. 22–6 Uhr) eine niedrigere Solltemperatur einstellen – z.B. 17 °C statt 20 °C. Die Heizung fährt automatisch runter und morgens wieder hoch. Die Aufheizphase so wählen, dass der Raum zur gewünschten Zeit warm ist.
Braucht ein Raumthermostat eine Aufheizphase?
Ja, besonders bei Fußbodenheizung. Die Heizung braucht Zeit, um den Raum aufzuheizen. Bei Heizkörpern oft 30–60 Minuten, bei Fußbodenheizung 1–2 Stunden. Ohne Aufheizphase ist der Raum morgens noch kühl. Die Aufheizphase startet automatisch, wenn du sie im Zeitprogramm einstellst.
Kann ich verschiedene Temperaturen für Werktage und Wochenende einstellen?
Ja. 5+2-Programme erlauben unterschiedliche Einstellungen für Mo–Fr und Sa–So. 7-Tage-Programme erlauben für jeden Tag eigene Einstellungen – praktisch, wenn du unregelmäßige Arbeitszeiten hast. Die meisten programmierbaren Thermostate bieten mindestens 5+2.

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