Heizkosten sparen mit dem richtigen Raumthermostat – Praktische Tipps

Aktualisiert: Februar 2026

Heizkosten sparen mit einem Raumthermostat gelingt, wenn du die richtigen Einstellungen nutzt und ein Modell wählst, das zu deiner Heizungsanlage passt. Die größte Einsparung bringt die Nachtabsenkung: 2 bis 4 °C weniger in der Nacht und bei Abwesenheit spart 10 bis 15 Prozent Heizkosten. Ein programmierbares oder smartes Raumthermostat macht das automatisch – du musst nicht jeden Abend manuell runterdrehen. Jedes Grad weniger Solltemperatur spart etwa 6 Prozent – 20 °C statt 22 °C sind also rund 12 Prozent weniger Verbrauch. Die Investition in ein gutes Thermostat rechnet sich oft in der ersten Heizsaison. Wer bisher ein mechanisches Thermostat ohne Zeitprogramm nutzt, verschenkt typischerweise 100–200 Euro pro Jahr – das entspricht der Einsparung durch konsequente Nachtabsenkung. Im Raumthermostate-Vergleich findest du Modelle mit Zeitprogrammen und smarten Funktionen. Für App-Steuerung und erweiterte Automatisierung siehe WLAN-Raumthermostate und Smarthome-Thermostate. Die Einstellanleitung hilft bei der Optimierung.

Unsere Top-Empfehlungen

Homematic IP Homematic IP Smart Home Wandthermostat - Produktbild
Homematic IP
Homematic IP Smart Home Wandthermostat
Testsieger
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 47 €
Kompatibilität: Ja
Bei Amazon ansehen →
DOQAUS DOQAUS Hygrometer Thermometer Mini - Produktbild
DOQAUS
DOQAUS Hygrometer Thermometer Mini
Preis-Tipp
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 7 €
Kompatibilität: Nein
Bei Amazon ansehen →
SMPC SMPC digitales Raumthermostat - Produktbild
SMPC
SMPC digitales Raumthermostat
Alternative
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 22 €
Kompatibilität: Ja
Bei Amazon ansehen →

Nachtabsenkung: Der größte Hebel für Einsparung

In der Nacht und bei Abwesenheit braucht niemand 21 °C. 17 bis 18 °C reichen – der Körper gewöhnt sich daran, und die Einsparung ist spürbar. 10 bis 15 Prozent weniger Heizkosten sind realistisch, wenn du konsequent 2 bis 4 °C absenkst. Die Idee: Du heizt nicht für leere Räume. Wer tagsüber arbeitet und abends zu Hause ist, braucht von 8–17 Uhr keine 21 °C in der Wohnung. Wer nachts schläft, braucht keine Wohnzimmertemperatur im Schlafzimmer. Ein programmierbares Thermostat macht das automatisch – du musst nicht jeden Abend manuell runterdrehen und jeden Morgen hochdrehen. Zeitprogramm: Mo–Fr 22–6 Uhr 17 °C, 6–8 Uhr 21 °C (Aufheizphase), 8–17 Uhr 18 °C (Abwesenheit), 17–22 Uhr 21 °C. Am Wochenende angepasst – z.B. Samstag und Sonntag länger 21 °C, da du zu Hause bist. Ein programmierbares Raumthermostat macht das automatisch – siehe Raumthermostat einstellen. Die Aufheizphase vor dem Aufwachen einplanen – 1–2 Stunden, je nach Gebäude. Bei gut gedämmten Häusern reicht eine kürzere Phase. Fußbodenheizung: Vorsicht mit zu starker Absenkung. Die träge Reaktion kann dazu führen, dass der Boden morgens noch kalt ist. 2 °C Absenkung (z.B. 20 auf 18 °C) reicht oft. Längere Aufheizphase einplanen – 1 bis 2 Stunden vor dem Aufwachen. Bei Fußbodenheizung siehe Raumthermostat für Fußbodenheizung.

Solltemperatur: Jedes Grad zählt

19 °C statt 21 °C spart etwa 12 Prozent. 18 °C statt 20 °C nochmal 12 Prozent. Die Faustregel: Jedes Grad weniger spart etwa 6 Prozent Heizkosten. Die Frage ist: Wo ist dein Komfortlimit? Viele empfinden 19–20 °C in Wohnräumen als angenehm. Im Schlafzimmer reichen 17–18 °C – die meisten schlafen besser in kühlerer Luft. Wer friert, dreht hoch – aber wer konstant 22 °C gewohnt ist, kann sich an 20 °C gewöhnen. Die Umstellung dauert ein paar Tage. Raumweise: Bad wärmer (22 °C), Schlafzimmer kühler (17 °C), Wohnzimmer mittig (20 °C). Bei Heizkörperthermostaten einstellbar – jeder Heizkörper hat sein eigenes Thermostat. Bei einem zentralen Raumthermostat werden alle Räume gleich behandelt – dann die Heizkörperthermostate als Begrenzer nutzen (z.B. Schlafzimmer auf Stufe 1, Bad auf 4). So erreichst du eine gewisse Differenzierung auch mit zentraler Steuerung.

Ferienmodus und Abwesenheit

Wenn du länger weg bist – Urlaub, Dienstreise – die Heizung auf Frostschutz stellen. 15 °C reichen, um Rohre und Gebäude zu schützen. Ein Ferienmodus am Thermostat macht das mit einer Taste – oder per App bei WLAN-Raumthermostaten. Wer eine Woche im Winter wegfährt und die Heizung auf 21 °C lässt, verschwendet deutlich Energie – bei einem durchschnittlichen Haushalt können das 50–100 Euro pro Woche sein. Der Frostschutz verhindert außerdem Rohrbrüche – bei zu starker Absenkung in kalten Wintern können ungeheizte Räume einfrieren. Praktischer Tipp: Ferienmodus mit Enddatum einstellen. Viele programmierbare und smarte Thermostate erlauben, das Rückkehrdatum einzugeben – die Heizung fährt automatisch hoch, bevor du zurück bist. So kommst du in eine warme Wohnung, ohne die ganze Zeit zu heizen.

Smarte Thermostate: Mehr Einsparung?

Sie können – wenn du sie nutzt. Anwesenheitserkennung, Lernfunktionen, Steuerung von unterwegs – das kann die Einsparung auf 15 bis 25 Prozent steigern. Aber nur, wenn du die Features aktiv nutzt. Wer das Thermostat einmal einstellt und nie wieder anfasst, spart nicht mehr als mit einem programmierbaren Modell. Der WLAN-Raumthermostate-Vergleich zeigt die Optionen. Geofencing (Heizung runter, wenn niemand da) und Fenster-Erkennung (bei manchen Modellen) steigern die Einsparung – vor allem, wenn du sonst vergisst, die Heizung runterzudrehen. Die Mehrkosten für ein smartes Thermostat (30–80 € gegenüber programmierbar) müssen sich über die Einsparung amortisieren – bei konsequenter Nutzung in 1–2 Jahren.

Häufige Fragen

Wie viel kann ich mit einem Raumthermostat sparen?
Mit Nachtabsenkung und Abwesenheitsprogrammen 10 bis 15 Prozent – bei einem durchschnittlichen Haushalt 100 bis 200 Euro pro Jahr. Mit smarten Funktionen und konsequenter Nutzung bis zu 25 Prozent. Die Investition in ein programmierbares Thermostat (25–50 €) rechnet sich oft in der ersten Heizsaison.
Welche Temperatur ist optimal zum Sparen?
19–20 °C in Wohnräumen, 17–18 °C im Schlafzimmer, 22 °C im Bad. Nachts und bei Abwesenheit 2–4 °C absenken. Jedes Grad weniger spart etwa 6 Prozent – aber zu kühl wird ungemütlich. Das Komfortlimit ist individuell – langsam absenken und beobachten.
Lohnt sich ein smartes Raumthermostat zum Sparen?
Es kann – wenn du die App und die Automatisierung nutzt. Ferienmodus von unterwegs, Anwesenheitserkennung, Lernfunktionen können die Einsparung steigern. Wer die Features ignoriert, spart nicht mehr als mit einem programmierbaren Modell. Die Mehrkosten (30–50 €) müssen sich über die Einsparung amortisieren.
Brauche ich ein programmierbares oder smartes Thermostat?
Programmierbar reicht für die meisten – Zeitprogramme, Nachtabsenkung, Ferienmodus. Smart lohnt sich, wenn du Steuerung von unterwegs, Geofencing oder Integration in Sprachassistenten willst. Die Einsparung ist bei beiden ähnlich – wenn du die Programme nutzt.
Wie stelle ich die Aufheizphase ein?
1–2 Stunden vor dem Aufwachen oder der Rückkehr. Bei gut gedämmten Häusern reicht 1 Stunde, bei Altbauten können 2 Stunden nötig sein. Die Heizung soll die Solltemperatur erreichen, wenn du aufstehst – nicht erst eine Stunde danach.

Weiterführende Seiten