Raumthermostat für Fußbodenheizung – Besonderheiten und Einstellung

Aktualisiert: Februar 2026

Ein Raumthermostat für Fußbodenheizung steuert nicht direkt die Heizung, sondern die Stellantriebe an den Heizkreisverteilern. Die Fußbodenheizung reagiert träge – die Beton- oder Estrichmasse speichert Wärme, Aufheizen und Abkühlen dauern länger als bei Heizkörpern. Ein gutes Raumthermostat für Fußbodenheizung berücksichtigt das: längere Aufheizphasen, Vorlaufoptimierung, manchmal Bodenfühler statt oder zusätzlich zu Raumfühlern. Die Solltemperatur liegt typischerweise 1 bis 2 °C niedriger als bei Heizkörpern – 19 °C Fußbodenheizung fühlen sich oft wie 20 °C mit Heizkörpern an, weil die Wärme gleichmäßig vom Boden kommt. Die Einstellung unterscheidet sich von Heizkörpern – zu starke Nachtabsenkung führt zu kalten Böden am Morgen. Im Raumthermostate-Vergleich findest du Modelle, die mit Fußbodenheizung kompatibel sind. Die Fußbodenheizungstellantriebe arbeiten mit dem Raumthermostat zusammen. Für smarte Steuerung siehe WLAN-Raumthermostate.

Unsere Top-Empfehlungen

Homematic IP Homematic IP Smart Home Wandthermostat - Produktbild
Homematic IP
Homematic IP Smart Home Wandthermostat
Testsieger
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 47 €
Kompatibilität: Ja
Bei Amazon ansehen →
DOQAUS DOQAUS Hygrometer Thermometer Mini - Produktbild
DOQAUS
DOQAUS Hygrometer Thermometer Mini
Preis-Tipp
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 7 €
Kompatibilität: Nein
Bei Amazon ansehen →
SMPC SMPC digitales Raumthermostat - Produktbild
SMPC
SMPC digitales Raumthermostat
Alternative
Smart-Home-Integration:
Steuerung:
Preis: ca. 22 €
Kompatibilität: Ja
Bei Amazon ansehen →

Besonderheiten der Fußbodenheizung

Trägheit: Eine Fußbodenheizung braucht 1 bis 2 Stunden, um einen Raum aufzuheizen. Die Nachtabsenkung sollte deshalb früher enden als bei Heizkörpern – z.B. Aufheizphase 2 Stunden vor dem Aufwachen. Zu starke Nachtabsenkung kann dazu führen, dass der Boden morgens noch kalt ist. Bei Heizkörpern reichen 30–60 Minuten Aufheizphase – bei Fußbodenheizung braucht die Masse länger. Vorlauftemperatur: Fußbodenheizung arbeitet mit niedrigeren Vorlauftemperaturen (oft 35–45 °C) als Heizkörper (60–70 °C). Ein Mischventil oder eine Heizungssteuerung regelt die Temperatur. Das Raumthermostat steuert die Stellantriebe – nicht die Vorlauftemperatur direkt. Zonen: Jeder Raum oder jede Zone kann ein eigenes Raumthermostat haben. So lässt sich das Bad wärmer halten als das Schlafzimmer. Pro Zone: ein Thermostat, ein oder mehrere Stellantriebe.

Raumthermostat vs. Stellantrieb-Steuerung

Das Raumthermostat misst die Raumtemperatur und schaltet die Stellantriebe ein oder aus. Wenn die Solltemperatur erreicht ist, schließen die Stellantriebe die Heizkreise – kein warmes Wasser fließt mehr in den Boden. Wird es kühler, öffnen sie wieder. Stellantrieb 230V vs. 24V: Manche Raumthermostate liefern 230V für die Stellantriebe, andere 24V. Die Stellantriebe müssen zum Thermostat passen. Mehr dazu im Stellantrieb-Vergleich. Bodenfühler: Einige Thermostate messen zusätzlich die Bodentemperatur – so wird verhindert, dass der Boden zu heiß wird (max. oft 29 °C in Wohnräumen, 33 °C im Bad). Bei dünnen Aufbauten oder Holzfußboden kann ein Bodenfühler sinnvoll sein.

Einstellung: Aufheizphase und Nachtabsenkung

Aufheizphase: 1 bis 2 Stunden vor der gewünschten Warmzeit starten. Bei Heizkörpern reichen 30–60 Minuten – bei Fußbodenheizung braucht die Masse länger. Nachtabsenkung: 2 bis 3 °C absenken, nicht mehr. Zu starke Absenkung (z.B. von 20 auf 15 °C) führt dazu, dass der Boden viel Wärme abgibt und morgens lange braucht, um wieder warm zu werden. 18 °C nachts statt 20 °C tagsüber ist ein guter Kompromiss. Zeitprogramme: Wie bei Heizkörpern – aber mit längeren Übergangszeiten. Siehe Raumthermostat einstellen.

Häufige Fragen

Braucht eine Fußbodenheizung ein spezielles Raumthermostat?
Nicht zwingend – aber es sollte mit Stellantrieben zusammenarbeiten. Manche Raumthermostate sind nur für Heizkörper gedacht (steuern die Pumpe). Für Fußbodenheizung brauchst du ein Modell, das Stellantriebe ansteuert – 230V oder 24V, je nach Stellantrieb. Im Raumthermostate-Vergleich und bei den Fußbodenheizungstellantrieben findest du passende Kombinationen.
Warum braucht die Fußbodenheizung länger zum Aufheizen?
Die Beton- oder Estrichmasse speichert Wärme. Beim Aufheizen muss zuerst der Boden warm werden, dann strahlt er in den Raum. Das dauert 1 bis 2 Stunden. Beim Abkühlen ist es umgekehrt – der Boden gibt Wärme nach. Deshalb längere Aufheizphasen einplanen.
Was ist ein Bodenfühler?
Ein Sensor, der die Bodentemperatur misst. Er verhindert, dass der Boden zu heiß wird – in Wohnräumen oft max. 29 °C, im Bad 33 °C. Sinnvoll bei dünnen Aufbauten oder Holzfußboden, wo die Wärme schnell durchgeht. Bei Standard-Estrich-Aufbauten reicht oft der Raumfühler.

Weiterführende Seiten