Raumthermostat vs. Heizkörperthermostat – Wann was nutzen?

Aktualisiert: Februar 2026

Die Entscheidung zwischen Raumthermostat und Heizkörperthermostat hängt von der Heizungsanlage und deinen Anforderungen ab. Ein Heizkörperthermostat sitzt an jedem Heizkörper einzeln – jeder Raum wird separat geregelt. Ein Raumthermostat misst die Temperatur an einem zentralen Punkt (z.B. im Flur oder Wohnzimmer) und steuert die Heizung für die gesamte Wohnung oder das gesamte Haus. Bei Fußbodenheizung arbeitet das Raumthermostat mit Stellantrieben zusammen – jeder Heizkreis oder jede Zone hat ein Thermostat, das die Stellantriebe ansteuert. Es gibt kein pauschal besseres System – die richtige Wahl hängt von deiner Heizungsart ab. Bei Heizkörpern kannst du beides haben – Raumthermostat für zentrale Steuerung oder Heizkörperthermostate für raumweise Regelung. Bei Fußbodenheizung brauchst du Raumthermostate mit Stellantrieben – Heizkörperthermostate passen nicht. Im Raumthermostate-Vergleich findest du zentrale Steuerungsmodelle. Für einzelne Heizkörper siehe Heizkörperthermostate. Bei Fußbodenheizung kommen Stellantriebe zum Einsatz – das Raumthermostat steuert sie.

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Heizkörperthermostat: Raumweise Regelung

Funktion: Jeder Heizkörper hat ein eigenes Thermostat. Du stellst pro Raum die gewünschte Temperatur (Stufen 1–5 oder °C). Das Thermostat öffnet oder schließt das Ventil je nach Raumtemperatur. Vorteile: Jeder Raum kann unterschiedlich temperiert werden – Schlafzimmer kühler, Bad wärmer. Keine zentrale Verdrahtung nötig. Einfach zu installieren und zu ersetzen. Ideal für Bestandsbauten mit Heizkörpern. Nachteile: Bei vielen Räumen viele Thermostate – mehr Aufwand beim Einstellen. Keine zentrale Steuerung – wer die Heizung von unterwegs regeln will, braucht smarte Heizkörperthermostate.

Raumthermostat: Zentrale Steuerung

Funktion: Ein Thermostat misst die Temperatur an einem Punkt und steuert die Heizung für alle angeschlossenen Heizkörper oder Heizkreise. Bei Zentralheizung: Das Thermostat schaltet die Pumpe oder den Kessel. Bei Fußbodenheizung: Das Thermostat steuert Stellantriebe, die die Heizkreise öffnen oder schließen. Vorteile: Eine Stelle zum Einstellen. Zeitprogramme zentral für das ganze Haus. Bei WLAN-Raumthermostaten Steuerung per App von überall. Gut für Neubauten oder Sanierungen mit Fußbodenheizung. Nachteile: Misst nur an einem Punkt – Räume mit unterschiedlichem Wärmebedarf (z.B. Nordseite vs. Südseite) werden gleich behandelt. Bei Heizkörpern: Entweder alle an oder alle aus, keine raumweise Differenzierung, es sei denn, es gibt mehrere Zonen mit je einem Raumthermostat.

Wann welches System?

Heizkörperthermostat: Bei Bestandsbauten mit Heizkörpern, wenn du raumweise unterschiedlich heizen willst. Keine Umbauten nötig. Einfach und bewährt. Raumthermostat: Bei Fußbodenheizung (mit Stellantrieben), bei Neubauten mit zentraler Steuerung, oder wenn du eine App-Steuerung für das ganze Haus willst. WLAN-Raumthermostate kombinieren zentrale Steuerung mit Smart-Home-Funktionen. Kombination: Möglich – z.B. Raumthermostat für die Grundsteuerung, Heizkörperthermostate als Begrenzer in einzelnen Räumen. In der Praxis oft unnötig komplex; meist reicht eines von beidem.

Häufige Fragen

Kann ich ein Raumthermostat mit Heizkörpern nutzen?
Ja, wenn die Heizungsanlage dafür ausgelegt ist. Das Raumthermostat steuert dann die Pumpe oder den Kessel – alle Heizkörper werden gemeinsam versorgt. Die Heizkörperthermostate können als Begrenzer bleiben (z.B. Gästezimmer auf 1) oder ganz geöffnet werden. Ohne Heizkörperthermostate: Alle Räume werden gleich geheizt – keine raumweise Differenzierung.
Was ist besser für eine Fußbodenheizung?
Ein Raumthermostat (oder mehrere für verschiedene Zonen) mit Stellantrieben. Die Stellantriebe öffnen oder schließen die Heizkreise. Ein Heizkörperthermostat passt nicht – Fußbodenheizung hat keine Ventile an den Heizkörpern. Siehe Raumthermostat für Fußbodenheizung und Fußbodenheizungstellantriebe.
Brauche ich beides – Raumthermostat und Heizkörperthermostate?
In den meisten Fällen nein. Entweder zentral (Raumthermostat) oder dezentral (Heizkörperthermostate). Eine Kombination kann sinnvoll sein, wenn du z.B. ein WLAN-Raumthermostat für die Grundsteuerung hast und in einzelnen Räumen Heizkörperthermostate als Begrenzer nutzt – aber das ist die Ausnahme.

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