WLAN-Raumthermostat ohne Bridge – Direkt per WLAN verbinden

Aktualisiert: Februar 2026

Ein WLAN-Raumthermostat ohne Bridge verbindet sich direkt mit dem heimischen Router – keine zusätzliche Hardware, kein Gateway, keine Extrakosten. Die meisten aktuellen WLAN-Raumthermostate arbeiten so: Sie haben einen eingebauten WLAN-Chip, verbinden sich mit dem 2,4-GHz-Netzwerk und kommunizieren mit der Hersteller-Cloud oder der App. Das vereinfacht die Installation und spart 50 bis 100 Euro gegenüber Systemen mit Bridge. Nachteil: Abhängigkeit vom Router und Internet – wenn das WLAN ausfällt, funktioniert die App-Steuerung nicht. Die Grundfunktion (Zeitprogramme) läuft bei vielen Modellen weiter, da die Programme im Thermostat gespeichert sind. Im Vergleich zu Zigbee- oder Z-Wave-Systemen ist die Einrichtung deutlich einfacher – kein Pairing, keine Bridge-Konfiguration. Im WLAN-Raumthermostate-Vergleich findest du Modelle ohne Bridge. Für Smart Heizkörperthermostate ohne Bridge siehe Smarthome-Heizkörperthermostate.

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Vorteile: Keine Bridge nötig

Einfachere Installation: Thermostat montieren, App installieren, WLAN verbinden – fertig. Kein separates Gateway, das am Router angeschlossen und konfiguriert werden muss. Bei Bridge-Systemen musst du zuerst die Bridge einrichten, dann das Thermostat pairen. Bei WLAN-Modellen entfällt das – das Thermostat erscheint als WLAN-Gerät während der Einrichtung, du gibst das Heimnetz-Passwort ein, und die Verbindung steht. Geringere Kosten: Eine Bridge kostet oft 50 bis 100 Euro extra. Bei direkter WLAN-Verbindung entfällt das. Bei einem einzelnen Raumthermostat ist der Unterschied gering – bei mehreren Geräten (z.B. mit Smart Heizkörperthermostaten) summiert sich die Ersparnis. Weniger Hardware: Kein zusätzliches Gerät, das Strom braucht und Platz wegnimmt. Weniger potenzielle Fehlerquellen – wenn die Bridge ausfällt, funktionieren alle angeschlossenen Geräte nicht. Bei WLAN-Thermostaten hängt die Steuerung am Router; der ist ohnehin vorhanden. Flexibilität: Das Thermostat kann überall dort montiert werden, wo WLAN-Empfang ist – in der Regel kein Problem in Wohnungen und Häusern. Bei Zigbee und Z-Wave muss die Reichweite zur Bridge stimmen – bei WLAN reicht die Router-Reichweite.

Anforderungen: WLAN 2,4 GHz

Die meisten WLAN-Thermostate nutzen 2,4 GHz – 5 GHz wird oft nicht unterstützt. Der Router muss 2,4 GHz aktiv haben. Bei modernen Routern ist das meist der Fall – sie strahlen beide Frequenzen aus. Falls nur 5 GHz aktiv ist, 2,4 GHz in den Router-Einstellungen aktivieren. Bei getrennten SSIDs für 2,4 und 5 GHz das richtige Netz wählen. Reichweite: 2,4 GHz durchdringt Wände besser als 5 GHz. In einer typischen Wohnung oder einem Haus reicht die Reichweite. Bei sehr großen Gebäuden oder dicken Wänden kann ein Repeater nötig sein. Das Thermostat steht oft im Flur oder Wohnzimmer – meist in Router-Nähe. Bei abgelegenen Montageorten (z.B. Keller) die Reichweite vorher testen.

Wann doch eine Bridge sinnvoll ist

Zigbee- und Z-Wave-Systeme: Wenn du ein Smart Home mit Zigbee oder Z-Wave aufbaust, brauchst du eine Bridge (z.B. Philips Hue Bridge, Ikea Gateway, Home Assistant mit Zigbee-Stick). WLAN-Thermostate ohne Bridge sind dann eine andere Kategorie – sie integrieren sich nicht ins Zigbee-Mesh. Siehe Smarthome-Thermostat mit Zigbee und Z-Wave. Wer maximale Vernetzung will, wählt Zigbee oder Z-Wave – dafür ist die Bridge nötig. Lokale Steuerung ohne Cloud: Manche Nutzer wollen keine Cloud-Abhängigkeit. WLAN-Thermostate ohne Bridge nutzen oft die Cloud für die App-Verbindung. Für lokale Steuerung ohne Internet brauchst du andere Systeme – z.B. Home Assistant mit kompatiblen Geräten. Zigbee- und Z-Wave-Thermostate können vollständig lokal laufen.

Häufige Fragen

Funktioniert ein WLAN-Thermostat ohne Bridge mit jeder Heizung?
Die Heizungsanlage muss kompatibel sein – gleiche Spannung (230V oder 24V), gleiche Schaltlogik wie beim bisherigen Raumthermostat. Die Bridge hat damit nichts zu tun – sie betrifft nur die Vernetzung (WLAN vs. Zigbee/Z-Wave). Die Heizungskompatibilität ist unabhängig von der Vernetzungsart.
Braucht das Thermostat Internet?
Für die App-Steuerung von unterwegs ja. Die Zeitprogramme und die lokale Steuerung funktionieren bei vielen Modellen auch ohne Internet – die Programme sind im Thermostat gespeichert. Bei Internetausfall arbeitet das Thermostat mit den gespeicherten Einstellungen weiter. Details in der Produktbeschreibung prüfen.
Was passiert, wenn das WLAN ausfällt?
Das Thermostat arbeitet mit den gespeicherten Zeitprogrammen weiter – die Heizung wird wie eingestellt gesteuert. Die App-Steuerung von unterwegs funktioniert nicht. Nach WLAN-Wiederherstellung verbindet sich das Thermostat meist automatisch. Ein Neustart des Routers kann nötig sein – das Thermostat sucht dann erneut die Verbindung.
Wie viele WLAN-Thermostate kann ich ohne Bridge betreiben?
Ein WLAN-Raumthermostat steuert typischerweise die gesamte Heizung – ein Gerät reicht. Bei Zonierung (mehrere Thermostate für verschiedene Bereiche) hängt die Anzahl vom Router ab. Die meisten Router unterstützen 20–50 WLAN-Geräte – für 2–4 Zonenthermostate kein Problem.
Kann ich das Thermostat mit einem Repeater verbinden?
Ja, wenn der Repeater dasselbe WLAN-Netz erweitert. Das Thermostat verbindet sich mit dem stärksten Signal – ob direkt vom Router oder vom Repeater. Bei Mesh-Systemen (z.B. Fritz!Mesh) funktioniert das automatisch.

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