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Aalreuse stellen: Ort, Köder, Kontrolle und Pflege

Aktualisiert: Oktober 2026

Eine Aalreuse stellen dürfen Sie nur, wenn Geräteart, Gewässer und Zielfisch ausdrücklich freigegeben sind. Diese Anleitung setzt eine vorhandene Erlaubnis voraus und ersetzt weder Schein noch Gewässerordnung. Prüfen Sie zuerst, ob Ihre [Aalreuse erlaubt](/hub/angelzubehoer/aal-reuse/sub/aal-reuse-erlaubt) ist; die Modelle stehen auf der [Hauptseite zur Aalreuse](/hub/angelzubehoer/aal-reuse). Danach zählt das Wirkprinzip: Eine Bügelreuse führt Fische über ein Leitnetz zur Kehle, während Aalrohr und kleine Faltreuse häufig an einer Struktur liegen und gegebenenfalls beködert werden. Wer beide Prinzipien gleich behandelt, stellt das Gerät leicht wirkungslos oder falsch.

Eine Aalreuse stellen dürfen Sie nur, wenn Geräteart, Gewässer und Zielfisch ausdrücklich freigegeben sind. Diese Anleitung setzt eine vorhandene Erlaubnis voraus und ersetzt weder Schein noch Gewässerordnung.

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Inhalt

Nur wenn die Reuse ausdrücklich erlaubt ist

Lesen Sie vor dem Packen nach, welche Maße, Maschen, Kennzeichnung und Kontrollintervalle gelten. In Bayern wird für zulässige Reusen beispielsweise eine Mindestmaschenweite von 10 mm genannt; am Bodensee sind weitere Maße wie maximal 60 cm Bügelweite relevant. Hessen verlangt bei bestimmten größeren Kehlquerschnitten Schutzvorkehrungen für Otter. Diese Beispiele lassen sich nicht auf jedes Gewässer übertragen. Klären Sie außerdem die Zielfischregel. Eine Erlaubnis für ein Gerät bedeutet nicht automatisch, dass Aal im laufenden Jahr und Gewässer entnommen werden darf. Wenn nur Köderfische zulässig sind, müssen unerwünschte oder untermaßige Fänge nach den geltenden Vorgaben behandelt werden.
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Leitnetz oder Köder: zwei unterschiedliche Prinzipien

Klassische Bügelreusen werden laut Netzfachhandel häufig ohne Köder eingesetzt. Ein drei bis vier Meter langes Leitnetz steht etwa rechtwinklig vom Ufer und lenkt wandernde Fische zum ersten Bügel und weiter durch die Kehlen. Je nach Bauart kann eine Bockreuse auch schräg oder parallel geführt werden. Ein frei im offenen Wasser liegender Körper wird nicht allein durch seinen Namen zur wirksamen Aalreuse. Ein Rohr, Korb oder kleines Faltnetz arbeitet oft anders. Dort kann ein Köder in die hintere Kammer oder in einen Futterbeutel gelegt werden. In der Literatur werden Tauwurm, Schnecke oder Muschel genannt; Angelquellen erwähnen außerdem Fischfetzen oder angeschnittene Würmer. Verwenden Sie nur Köder, die am Gewässer zulässig sind. Lebende Wirbeltiere beziehungsweise lebende Köderfische fallen je nach Landesregel aus dem zulässigen Ablauf. Ein Köder ersetzt keine Führung. Kleine Fallen ohne Flügel oder Leitnetz liegen am besten an einer klaren Kante, etwa an Schilf, Kaimauer, Brückenstruktur oder einem Übergang am Grund. Die Geräteklassen erklärt die Seite zur Köderfischreuse.

Ufer, Kante und Strömung richtig lesen

Suchen Sie zuerst einen Platz, an dem sich Fische ohnehin entlangbewegen. Uferkanten, Schilfränder und harte Übergänge geben eine natürliche Führung. In Strömung muss das Gerät so liegen, dass Wasserlast es nicht seitlich zusammendrückt oder die Öffnung in den Grund drückt. Eine leichte Sechslochfalle kann ohne Zusatzgewicht kippen; genau dieses seitliche Liegen wird bei Yosoo in Rezensionen genannt. Verwenden Sie Gewicht nur, wenn es für Gerät und Gewässer zulässig ist. Entfalten Sie den Körper vollständig und prüfen Sie jede Kehle. Reißverschluss, Netzboden und Gestell dürfen keine offenen Nähte, scharfen Drahtenden oder bereits gebrochene Stäbe zeigen. Bei Bügelreusen muss der erste Bügel nach einschlägigen Vorschriften vollständig unter Wasser liegen. Befestigen Sie die Reuse an einer tragfähigen Leine und einem zulässigen, sicheren Punkt. Die Leine darf nicht zur Stolper- oder Bootsgefahr werden. Bei manchen Marketplace-Sets wird eine sechs Meter lange Zugschnur genannt, ohne Bruchlast oder Material zu dokumentieren. Richten Sie die Öffnung so aus, dass der Weg in die Kehle frei bleibt. Beim beköderten Rohr soll der Köder im hinteren Bereich sitzen.

Leeren, kennzeichnen und vollständig trocknen

Legen Sie das Kontrollintervall nicht nach Bequemlichkeit fest. Sachsen nennt für bestimmte Geräte tägliche Leerung, Bayern in der recherchierten Vorschrift mindestens jeden zweiten Tag. „Abends stellen, morgens leeren“ ist eine verbreitete Angelpraxis, aber kein universelles Gesetz. Kennzeichnen Sie das Gerät genau wie vorgeschrieben. Hessen nennt beispielsweise den Namen am ausgelegten Gerät. Wenn ein geschütztes Tier, ein Otter oder ein nicht entnahmefähiger Fisch in der Reuse sitzt, handeln Sie nach der örtlichen Vorgabe. Zum Leeren bergen Sie das Gerät über die Leine und unterstützen den Körper, statt ihn am Reißverschluss oder an einem einzelnen Ring hochzureißen. Spülen Sie Schlamm und Köderreste ab und lassen Sie die Reuse vollständig geöffnet trocknen. Besonders Faltdraht, Scharniere und Schnallen rosten, wenn sie nass zusammengepresst lagern. Hinweise zur Wahl zwischen Faltnetz, Rohr und fester Reuse finden Sie in der Aalreuse-Kaufberatung.

Häufige Fragen

Muss eine Aalreuse immer beködert werden?
Nein. Klassische Bügelreusen arbeiten häufig über Leitnetze und Kehlen ohne Köder. Kleine Rohre oder Faltfallen können beködert werden, sofern Köder und Einsatz am Gewässer erlaubt sind.
Wohin zeigt die Öffnung in der Strömung?
Das hängt von Bauart, Leitnetz und Platz ab. Die Strömung darf die Kehle nicht zusammendrücken oder die Falle umlegen. Richten Sie die Führung so aus, dass der natürliche Fischweg in den Eingang führt.
Braucht eine kleine Falle ein Leitnetz?
Meist besitzt sie keines. Dann sollte eine vorhandene Struktur wie Schilfkante, Mauer oder Grundübergang die Führung übernehmen. Im strukturlosen Freiwasser ist die Chance geringer, dass Tiere zufällig die kleine Öffnung finden.
Wie oft muss die Reuse geleert werden?
Nach dem verbindlichen Intervall Ihres Landes und Gewässers. Die recherchierten Beispiele reichen von täglich bis mindestens jeden zweiten Tag. Eine strengere Gewässerordnung geht vor.
Darf ein lebender Fisch als Köder hinein?
Das ist nicht pauschal zulässig. Lebende Wirbeltiere oder Köderfische sind je nach Landesrecht ausgeschlossen. Nutzen Sie nur ausdrücklich erlaubte Köder und fragen Sie bei Unklarheit den Bewirtschafter.
Wie lagere ich eine Faltreuse?
Nach dem Spülen vollständig geöffnet trocknen lassen, Metall und Nähte kontrollieren und erst dann locker zusammenlegen. Feuchte Lagerung fördert Rost, Geruch und Materialschäden.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus der redaktionellen Recherche; zuletzt abgerufen am 09.10.2026.

  1. Wikipedia: Aalreuse (abgerufen am 09.10.2026)
  2. Fangtechnik.de: Reusen (abgerufen am 09.10.2026)
  3. Engel-Netze: Aalreusen (abgerufen am 09.10.2026)
  4. Engel-Netze: Aalreuse Reusenkörper 80/5 (abgerufen am 09.10.2026)
  5. Verordnung (EG) Nr. 1100/2007 (abgerufen am 09.10.2026)
  6. Verordnung (EU) 2026/249 (abgerufen am 09.10.2026)
  7. Schleswig-Holstein: Anpassung der Aalverordnung (abgerufen am 09.10.2026)
  8. StMELF Bayern: Merkblatt Fischereirecht (abgerufen am 09.10.2026)
  9. Sächsische Fischereiverordnung (abgerufen am 09.10.2026)
  10. IUCN Red List: Anguilla anguilla (abgerufen am 09.10.2026)
  11. Rote Liste Zentrum: Meeresfische und Neunaugen (abgerufen am 09.10.2026)
  12. Fischereiberatung Schweiz: Aal-Fangverbot ab 2021 (abgerufen am 09.10.2026)