Spülkasten Spülmenge: Wie viel Liter braucht ein WC?

Aktualisiert: Februar 2026

Die Spülmenge eines WC-Spülkastens entscheidet darüber, wie viel Wasser pro Spülgang verbraucht wird – und damit über deine Wasserrechnung und den ökologischen Fußabdruck. Früher waren 9 oder gar 12 Liter üblich; heute sind 6 Liter Standard. Bei Zweimengenspülung oft 3 und 6 Liter oder 4 und 2 Liter. Die Frage, wie viel Liter ein WC braucht, hängt von der WC-Konstruktion und der Spültechnik ab: Moderne WCs kommen mit 6 Litern aus; ältere Modelle können mehr benötigen. Weniger Spülmenge spart Wasser und Kosten. Bei 4 Personen und 5 Spülgängen pro Tag summiert sich 1 Liter Ersparnis pro Spülung auf über 7.000 Liter pro Jahr. Im WC Spülkästen-Vergleich findest du Modelle mit verschiedenen Spülmengen. Die Start-Stopp-Spülung ermöglicht zusätzliche Einsparung durch manuelles Stoppen.

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Typische Spülmengen im Überblick

Die Spülkasten Spülmenge variiert je nach Baujahr, WC-Typ und Spültechnik. Ein Überblick über die gängigen Werte hilft bei der Einordnung.

6 Liter – der aktuelle Standard

6 Liter sind bei Einmengenspülung der Standard. Ausreichend für die meisten WCs und Toilettengänge. In Deutschland für Neubauten oft gesetzlich vorgeschrieben – die Trinkwasserverordnung und energetische Anforderungen begrenzen den Verbrauch. Moderne WC-Schüsseln sind auf diese Menge ausgelegt: Die Spülrinne, die Form der Schüssel und der Siphon sind so konstruiert, dass 6 Liter für eine saubere Spülung reichen.

Zweimengenspülung: 3/6 oder 4/2 Liter

Bei Zweimengenspülung gibt es zwei Tasten: eine kleine für Urin (3 oder 4 Liter), eine große für Stuhlgang (6 oder 2 Liter – die Angabe 4/2 bedeutet 4 Liter klein, 2 Liter groß bei manchen Systemen; üblich ist 3/6). Im Schnitt spart Zweimengenspülung 30 bis 50 Prozent Wasser gegenüber Einmengenspülung. Der Grund: Die Mehrzahl der Toilettengänge benötigt nur die kleine Menge. Das Bundesumweltministerium empfiehlt Zweimengenspülung für Wassersparen.

4 Liter – für optimierte WCs

Manche moderne WCs kommen mit 4 Litern aus – durch optimierte Spültechnik, bessere Verteilung des Wassers und angepasste Schüsselform. Nicht alle WCs sind dafür ausgelegt. Die Herstellerangabe oder WC-Dokumentation prüfen. Ein Versuch mit reduzierter Menge ist möglich – wenn es nicht sauber spült, braucht das WC mehr.

Ältere WCs: 9 oder 12 Liter

Ältere WCs (vor 1990) waren oft auf 9 oder 12 Liter ausgelegt. Ineffizient und teuer im Betrieb. Bei Sanierung lohnt sich die Umstellung auf 6 Liter oder Zweimengenspülung – entweder durch neuen Spülkasten oder durch WC-Ersatz. Mit 6 Litern allein spült ein altes WC möglicherweise nicht sauber; dann ist ein WC-Wechsel sinnvoll.

Passt weniger Spülmenge zu meinem WC?

Moderne WCs sind für 6 Liter oder weniger ausgelegt – die Schüsselform und Spülrinne sind optimiert. Ältere WCs können 9 Liter oder mehr brauchen; mit 6 Litern spült es möglicherweise nicht sauber. Rückstände bleiben, der Geruchsverschluss wird nicht zuverlässig gespült. Prüfen: In der WC-Dokumentation oder beim Hersteller nachfragen. Einige WC-Becken haben eine Prüfnummer (z.B. 6 oder 61) – sie kennzeichnet die Eignung für wassersparende Spülung. Ein praktischer Versuch mit reduzierter Menge ist möglich: Spülmenge am Spülkasten einstellen, testen. Wenn es nicht sauber spült, braucht das WC mehr. Bei Unsicherheit sind 6 Liter ein sicherer Standard. Die Spülkasten Spülmenge lässt sich bei vielen Modellen nachträglich anpassen – über Verstellung des Schwimmers oder des Spülmechanismus. Die Anleitung des Herstellers prüfen. Zu wenig Wasser kann zu unzureichender Spülung führen; vorsichtig einstellen und mehrfach testen.

Wassereinsparung berechnen

Die Einsparung durch geringere Spülmenge oder Zweimengenspülung lässt sich konkret beziffern. Beispiel: 4 Personen, 5 Spülgänge pro Tag, 300 Tage pro Jahr. Bei 6 Liter pro Spülung: 36.000 Liter jährlich. Bei Zweimengenspülung (3 Liter klein, 6 Liter groß) und angenommen 70 Prozent Nutzung der kleinen Taste: etwa 22.000 Liter. Ersparnis: 14.000 Liter pro Jahr. Kosten: Bei 5 Euro pro Kubikmeter (Wasser plus Abwasser) sind das 70 Euro Ersparnis jährlich. Die Mehrkosten für einen Spülkasten mit Zweimengenspülung – gegenüber einem einfachen 6-Liter-Modell – amortisieren sich oft in 1 bis 2 Jahren. Bei Unterputz-Spülkästen ist Zweimengenspülung in der Regel ohnehin Standard.

Blauer Engel und Normen

Der Blaue Engel für wassersparende Sanitärprodukte kennzeichnet WC-Spülkästen, die bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Spülmenge liegt typischerweise bei 4 bis 6 Liter; Zweimengenspülung ist vorgesehen. Das Umweltzeichen gibt Orientierung, wenn du bewusst wassersparend kaufen möchtest. Die DIN EN 997 regelt WC-Kombinationen und Spülverhalten – unter anderem die Mindestspülmenge für einen zuverlässigen Geruchsverschluss. Moderne WCs sind so konstruiert, dass 6 Liter ausreichen; ältere Modelle können von der Norm abweichen. Bei Sanierung die WC-Dokumentation prüfen oder den Hersteller fragen. Die Prüfnummer am WC-Becken (z.B. 6 oder 61) gibt Aufschluss über die Eignung für wassersparende Spülung – das BMUV empfiehlt, darauf zu achten. Toilettenspülung verbraucht etwa 30 Prozent des Trinkwassers im Haushalt; Einsparungen wirken sich spürbar aus. Wer von 9 auf 6 Liter umstellt, spart ein Drittel – bei Zweimengenspülung noch mehr.

Empfehlung und Fazit

6 Liter sind Standard; Zweimengenspülung (3/6 oder 4/2 Liter) spart deutlich Wasser. Moderne WCs kommen mit 6 Litern aus. Bei älteren WCs die Kompatibilität prüfen – gegebenenfalls WC und Spülkasten gemeinsam erneuern. Start-Stopp ermöglicht zusätzliche Einsparung, indem du die Spülung manuell unterbrichst, sobald genug Wasser gelaufen ist. Weitere Kaufkriterien findest du im WC Spülkästen-Vergleich sowie in den Artikeln zur Start-Stopp-Spülung und zum Unterputz-Spülkasten.

Häufige Fragen

Wie viel Liter Spülung braucht ein WC?
Moderne WCs: 6 Liter Standard, bei Zweimengenspülung 3 bis 6 Liter je nach Taste. Ältere WCs können 9 Liter oder mehr brauchen. Die WC-Dokumentation oder Herstellerangabe gibt Aufschluss. Bei Unsicherheit 6 Liter wählen – das ist der sichere Standard für die meisten Anlagen. Die Prüfnummer am WC-Becken (6 oder 61) kennzeichnet die Eignung für wassersparende Spülung.
Spart Zweimengenspülung Wasser?
Ja, typischerweise 30 bis 50 Prozent. Die kleine Taste (3 bis 4 Liter) für Urin, die große (6 Liter) für Stuhlgang. Im Schnitt reicht die kleine Taste für die Mehrzahl der Spülgänge. Das Bundesumweltministerium empfiehlt Zweimengenspülung für wassersparende Toilettenspülung.
Kann ich die Spülmenge reduzieren?
Bei vielen Spülkästen ja – durch Verstellung des Schwimmers oder des Spülmechanismus. Die Anleitung des Herstellers prüfen. Zu wenig Wasser kann zu unzureichender Spülung führen; Rückstände bleiben, der Geruchsverschluss wird nicht zuverlässig gespült. Vorsichtig einstellen und mehrfach testen.
Was ist die gesetzliche Höchstmenge?
In Deutschland für Neubauten oft maximal 6 Liter pro Spülgang (EnEV, Trinkwasserverordnung). Zweimengenspülung mit 3/6 Liter ist zulässig – die große Spülung darf 6 Liter nicht überschreiten. Der Blaue Engel für wassersparende Sanitärprodukte gibt weitere Orientierung.
Reichen 4 Liter für ein WC?
Bei manchen modernen WCs ja – die Spültechnik ist optimiert, Schüsselform und Spülrinne sind darauf ausgelegt. Nicht alle WCs sind dafür geeignet. Die Herstellerangabe prüfen; bei älteren Modellen eher 6 Liter wählen.
Lohnt sich Zweimengenspülung bei Mietwohnung?
Kommt darauf an. Wenn du den Spülkasten selbst einbaust oder der Vermieter zustimmt, ja – die Einsparung wirkt sofort. Bei sehr kurzer Mietdauer amortisieren sich die Mehrkosten möglicherweise nicht. Bei Eigentum oder längerer Mietdauer lohnt sich Zweimengenspülung in der Regel. Die Wasserersparnis von 30 bis 50 Prozent summiert sich über die Jahre; bei 4 Personen und 5 Spülgängen pro Tag sind das mehrere tausend Liter jährlich.
Wie stelle ich die Spülmenge am Spülkasten ein?
Bei den meisten Modellen über den Schwimmer oder den Spülmechanismus. Der Schwimmer begrenzt den Füllstand – höher positioniert bedeutet mehr Wasser. Die genaue Anleitung steht in der Montageanleitung des Herstellers. Vorsichtig einstellen und mehrfach testen: Zu wenig Wasser kann zu unzureichender Spülung führen. Bei Unsicherheit einen Klempner fragen oder die Werkseinstellung belassen.

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