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Registrierkasse Gastronomie: Theke, Bon und das Wort im Titel

Aktualisiert: Oktober 2026

Samstag, kurz nach zwölf. An der Theke stehen vier Gäste, am Fenster zwei Tische, die noch nicht gezahlt haben, und die Kasse zeigt eine Kachelfläche, die niemand in der Schicht angelegt hat. Eine Registrierkasse für die Gastronomie scheitert in dieser Minute nicht an der Zollzahl, sondern am Ablauf: Wer boniert wo, welcher Zettel muss in die Küche, und bleibt die Schublade zu, während die Karte schon durch ist. Die [Übersicht der Registrierkassen](/hub/buerotechnik/registrierkassen/) listet Geräte, deren Titel Handel, Gastronomie oder beides nennen. Hier geht es um den Arbeitsablauf. Ob Sie überhaupt elektronisch kassieren und welche TSE dazugehört, klären die [Kaufberatung](/hub/buerotechnik/registrierkassen/sub/registrierkassen-kaufberatung) und die Seite [TSE Registrierkasse](/hub/buerotechnik/registrierkassen/sub/registrierkassen-tse). Ein Gastro-Aufkleber ersetzt beides nicht.

Samstag, kurz nach zwölf. An der Theke stehen vier Gäste, am Fenster zwei Tische, die noch nicht gezahlt haben, und die Kasse zeigt eine Kachelfläche, die niemand in der Schicht angelegt hat.

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Inhalt

Theke oder Tischservice?

Zwei Betriebe kaufen unter demselben Suchwort und brauchen verschiedene Geräte. Der Imbiss mit Durchreiche boniert im Stehen: wenige Artikel, hohe Taktzahl, Bon sofort in die Tüte, Bargeld und Karte im Wechsel. Dafür reichen feste Tasten oder große Kacheln, ein Drucker, der nicht erst ein Netzwerk sucht, und eine Schublade, die auf einen Impuls hin aufgeht. Tischpläne, Split über sechs Sitze und ein Küchenbon an der Ausgabe sind hier Ballast, der die Maske verlangsamt. Das Café mit zwölf Plätzen und später das Restaurant mit Gängen brauchen einen anderen Schritt. Die Bestellung hängt am Tisch, nicht an der nächsten Person in der Reihe. Split, „außer Haus“ gegen „im Haus“, ein zweiter Druck in die Küche und eine Bedienersperre, damit nicht jede Aushilfe die Storno-Taste trifft, sind dann der Kern. Fachhandelsangebote werben mit Tischgrenzen, mal bis 30, mal bis 75 Tische. Das sind fertige Gastrokassen, keine Angabe zu diesen Listings. Keines der acht Geräte nennt eine Tischzahl, einen Kellner-Pin oder einen Küchendrucker. Steht bei Ihnen die Theke im Mittelpunkt und der Tisch ist die Ausnahme, kaufen Sie Tempo und einen lesbaren Bon. Steht der Service im Mittelpunkt, reicht ein großes Display nur, wenn die Software Tische führt. Ein 15-Zoll-Glas ohne dieses Modul ist eine große Thekenkasse, kein Restaurant-System. Im Registrierkassen-Vergleich sehen Sie, welche Modelle überhaupt Touch, Tasten und Bonbreite belegen.

Drucker, Schublade, Tempo

In der Stoßzeit zählt, ob der Bon in einem Zug lesbar ist. 58 mm, wie bei der Olympia K100 und der K200, ist schmal. Für „Kaffee, Kuchen, Summe“ reicht das. Sobald Positionen, Hinweise und ein Logo darauf sollen, wird der Streifen lang und unruhig. 80 mm, ausgewiesen bei T110, K200 Plus und T215K, gibt der Zeile mehr Platz. Die Rolle muss dazu passen. Ein Drucker, der erst nach dem Neustart wieder schreibt, kostet Sie in zwanzig Minuten mehr als die Differenz zwischen den beiden Breiten. Die Schublade ist in der Gastro kein Möbelstück, sondern der Takt der Barzahlung. Belegt enthalten ist sie bei der K100, einer Handelskasse ohne Touch, und bei einem generischen 15,6-Zoll-Terminal für Café und Getränkemarkt. Die T110, deren Titel Gastronomie nennt, thematisiert die Lade nur. Bei K200 Plus und T215K steht keine Angabe. Wer samstags viel Bargeld hat und die Lade nicht im Karton, steht mit einem RJ-Stecker da und sucht Spannung und Öffnungsimpuls. Das gehört vor den Kauf, nicht in die erste Schicht. Touch gegen Tasten ist hier ein Tempo-Thema, kein Geschmack. Feuchte Finger und Handschuhe machen kleine Kacheln langsam. Die K200 und die K200 Plus halten 7-Zoll-Touch und eine Hubtastatur nebeneinander. Die T110 mit 10,1 Zoll und die T215K mit 15 Zoll weisen keine Hubtastatur aus. Für eine reine Theke mit acht festen Artikeln ist die K100 mit 39 Tasten und 4,3 Zoll oft schneller als ein unbeschriftetes Menü auf großem Glas. Für wechselnde Tagesgerichte kippt das, weil Sie an der Tastatur keine neue Kachel anlegen, ohne Tasten umzubelegen. Ein zweiter Drucker für die Küche lohnt sich, wenn die Ausgabe den Thekenbon nicht sieht. In diesen Listings ist er nicht belegt. Planen Sie ihn extra und klären Sie Anschluss und Spannung am vorhandenen Drucker, nicht am Werbewort.

Was „Gastro“ im Listing heißen kann

Vier Titel in diesem Set sprechen Gastronomie an, und keiner belegt einen Tischplan. Die Olympia T110 nennt Gastronomie und Handel, 10,1-Zoll-Touch, Android 11, 80 mm, Schublade thematisiert, zehn Bewertungen bei 3,6 Sternen. Das ist eine Touch-Theke mit breiterem Bon. Tischmodul, Kellner-Pin und Küchenbon stehen nicht in den Feldern. Die zwei Jahre Garantie im Datenfeld sagen nichts über eine eingerichtete Speisekarte. Die K200 Plus nennt Handel und Gastronomie, 7 Zoll, Hubtastatur, 80 mm. Betriebssystem, Schublade und TSE fehlen. Vier Bewertungen bei 4,0 Sternen und ein Listenpreis von 55,24 Euro liegen unter der Faustregel, die kompakte Olympia-Touchkassen häufig ab etwa 400 Euro sieht. Für die Bonbreite ist das Feld brauchbar. Als fertiges Restaurant-System ist es nicht beschrieben. Die T215K nennt ebenfalls Gastronomie und Handel, 15 Zoll, 80 mm, TSE im Titel nur als Erwähnung, zwei Bewertungen bei 5,0 Sternen, 6,7 kg, Listenpreis 21,24 Euro. Die Fläche ist die größte im Olympia-Set. Ohne belegte Tischfunktion bleibt es ein großes Display. Der Cent-Preis ist keine Marktangabe, an der Sie ein Lokal planen. Die SumUp Kasse nennt Einzelhandel und Gastronomie, 13 Zoll, 8-Zoll-Kundendisplay und Kartengerät. Sie passt eher zu einem Café, das fast nur Karte nimmt und wenig Wechselgeld braucht. Drucker, Schublade und TSE sind nicht belegt. Drei Bewertungen bei 5,0 Sternen tragen keine Samstagsschicht. Keine Monatsgebühr im Titel lässt Transaktionskosten und eine TSE-Laufzeit unberührt. Das 15,6-Zoll-Terminal wirbt mit Café und Getränkemarkt, Windows 10, 58 mm und Schublade. Bewertungen fehlen, das Gewicht von 1 kg widerspricht dem Gehäuse. Eine Marke und eine TSE fehlen. Als Selbstbestell-Idee lesbar, als belegtes Gastro-System nicht. Ein vorkonfiguriertes Gastro-Set mit Split und genannter Tischgrenze lohnt sich, wenn Sie Tische führen. Es ist zu viel, wenn Sie acht Artikel im Stehen bonieren. Ein All-in-One bleibt brauchbar, wenn Theke, Bonbreite und Zahlung zu den Feldern passen und Sie TSE sowie fehlende Lade selbst schließen. In Deutschland gilt die TSE-Pflicht auch für die elektronische Gastro-Kasse, nicht erst für den Einzelhandel. Die offene Ladenkasse bleibt der andere Weg, solange Sie kein elektronisches System nutzen. Ein Testbon mit erkennbarer Signatur gehört zur Inbetriebnahme, bevor die erste Suppe über den Tisch geht.

Häufige Fragen

### Brauche ich Tischverwaltung oder reicht der Thekenmodus?
Reichen feste Artikel und eine Warteschlange, reicht die Theke. Tasten oder große Kacheln, Bon, Schublade. Sobald Bestellungen am Tisch offen bleiben, gesplittet oder in die Küche geschickt werden, brauchen Sie ein Modul, das Tische führt. Ein großes Display ohne diese Angabe ist keine Tischkasse. Keines der Geräte in diesem Set nennt eine Tischzahl.
58 oder 80 mm in der Stoßzeit?
58 mm genügt für kurze Bons, wird bei vielen Positionen lang und eng. 80 mm, bei T110, K200 Plus und T215K ausgewiesen, lässt Zeile und Logo mehr Platz und verlangt die passende Rolle. Der Drucker muss in der Schicht sofort wieder anlaufen, sonst ist die Breite egal.
Wann ein zweiter Drucker für die Küche?
Wenn die Ausgabe den Thekenbon nicht sieht und Laufwege die Speisen verzögern. In diesen Listings ist kein Küchendrucker belegt. Planen Sie ihn extra und prüfen Sie Anschluss und Öffnungsimpuls, statt ihn aus dem Wort Gastronomie abzuleiten.
Passt SumUp, wenn wenig Bargeld anfällt?
Eher ja, wenn Karte der Normalfall ist und das Kundendisplay die zweite Fläche schon im Titel trägt. Drucker, Schublade und TSE sind hier nicht belegt. Viel Wechselgeld spricht gegen ein Gerät ohne belegte Lade. Transaktionskosten bleiben, auch wenn der Titel keine Monatsgebühr nennt.
Welche Olympia-Modelle nennen Gastronomie?
T110, K200 Plus und T215K. Die K100 ist als Handelskasse beschrieben, die K200 als Kasse für den Handel. Gastro im Titel belegt weder Tische noch eine enthaltene Schublade. Die T110 thematisiert die Lade, Plus und T215K lassen sie offen.
Gilt die TSE in der Gastro trotzdem?
Ja, sobald Sie in Deutschland ein elektronisches Kassensystem nutzen. Bauform und Branchenwort ändern die Pflicht nicht. Die K200 ist ausdrücklich ohne TSE-Lizenz geführt, die T215K erwähnt die TSE nur. Die offene Ladenkasse bleibt der Weg ohne diese Pflicht, solange sie zu Ihrer Buchführung passt.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; Stand Oktober 2026.

  1. KassenSichV (abgerufen am 03.10.2026)
  2. BMF FAQ Belegausgabepflicht (abgerufen am 03.10.2026)
  3. BZSt DSFinV-K (abgerufen am 03.10.2026)
  4. USP Registrierkassenpflicht AT (abgerufen am 03.10.2026)
  5. RIS RKSV (abgerufen am 03.10.2026)
  6. BMF Handbuch Registrierkassen AT (abgerufen am 03.10.2026)
  7. Kassensichv.com (abgerufen am 03.10.2026)
  8. BMF Gesetzesvorhaben Kassenaufzeichnungen 2026 (abgerufen am 03.10.2026)