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Raspberry Pi 5 oder 4: Neu kaufen oder den Pi 4 behalten?

Aktualisiert: Oktober 2026

Bei der Frage Raspberry Pi 5 oder 4 entscheidet nicht allein die schnellere CPU. Der Pi 5 bringt PCIe, Echtzeituhr und mehr Rechenreserve, verlangt aber ein stärkeres Netzteil, aktive Kühlung und meist ein neues Gehäuse. Ein laufender Pi 4 kann einen Hausautomationsdienst oder kleinen Server dagegen noch lange zuverlässig erledigen. Auf der [Hauptseite Einplatinencomputer](/hub/computer/einplatinencomputer) finden Sie konkrete Sets beider Generationen. Beim Neukauf spricht vieles für den Pi 5, sofern 27-W-Netzteil und Kühlung enthalten sind. Einen funktionierenden Pi 4 sollten Sie erst ersetzen, wenn CPU-Leistung oder NVMe-Anbindung für Ihre Aufgabe wirklich fehlen.

Bei der Frage Raspberry Pi 5 oder 4 entscheidet nicht allein die schnellere CPU. Der Pi 5 bringt PCIe, Echtzeituhr und mehr Rechenreserve, verlangt aber ein stärkeres Netzteil, aktive Kühlung und meist ein neues Gehäuse.

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Inhalt

Was der Pi 5 gegenüber dem Pi 4 mehr kann

Der Raspberry Pi 5 nutzt vier Cortex-A76-Kerne mit 2,4 GHz, während der Pi 4 auf vier Cortex-A72-Kerne mit bis zu 1,8 GHz setzt. Fachvergleiche sehen bei CPU-lastigen Aufgaben einen deutlichen Vorsprung, teils grob mehr als die doppelte Leistung. Das sind externe Vergleichswerte und keine eigene Labormessung. In der Praxis verkürzt der Pi 5 Kompilierzeiten, reagiert als Desktop flüssiger und schafft mehr parallele Dienste. Ein einzelner DNS- oder Home-Assistant-Dienst wird dadurch aber nicht automatisch besser. Neu ist außerdem ein herausgeführter PCIe-2.0-x1-Anschluss. Über ein HAT lässt sich eine NVMe-SSD anbinden, doch die SSD steckt nicht direkt auf dem Board. Das NVMe-Set zeigt die Konsequenz: HAT, Flachbandkabel, Active Cooler und Gehäuse müssen mechanisch zusammenspielen, und eine SSD ist laut Produktangaben noch nicht enthalten. Für ein System, das bereits zufriedenstellend von USB-SSD oder microSD läuft, ist PCIe kein Wechselgrund. Der Pi 5 besitzt zudem eine Echtzeituhr und einen Einschalter auf dem Board. Der Pi 4 hat weder die gleiche RTC-Lösung noch PCIe, bleibt aber bei GPIO, Netzwerk und den üblichen Linux-Diensten voll brauchbar. Bei RAM gilt dieselbe Logik: Vier Gigabyte reichen für Home Assistant, Lernen und viele kleine Server. Acht Gigabyte helfen bei mehreren Containern oder Desktop-Nutzung. Eine breitere Auswahlhilfe bietet die Einplatinencomputer Kaufberatung.

Netzteil und USB: 5 Ampere statt 3 Ampere

Der Pi 4 verlangt über USB-C mindestens 5 Volt und 3 Ampere. Die beiden Pi-4-Sets im Vergleich enthalten jeweils ein 15-W-Netzteil. Für Board, Karte und normale USB-Peripherie ist das passend. Beim Pi 5 sieht die Spezifikation eine 5-Volt-/5-A-Versorgung vor; die Pi-5-Sets bringen dafür ein 27-W-Netzteil mit. Ein altes Pi-4-Netzteil ist daher keine gleichwertige Dauerlösung. Der Pi 5 kann mit schwächerer USB-C-Versorgung starten, begrenzt dann aber unter Umständen den für USB-Geräte verfügbaren Gesamtstrom auf 600 Milliampere. Das fällt nicht beim Booten des nackten Boards auf, sondern später mit SSD, Funksticks oder anderen Verbrauchern. Planen Sie das Netzteil deshalb als Teil des Generationswechsels ein. Mehr Watt auf dem Etikett allein garantieren nicht die volle Versorgung. Ein Notebook-Netzteil mit hoher Gesamtleistung muss die vom Pi erwartete 5-A-Stufe unterstützen und korrekt aushandeln. Für einen unkomplizierten Aufbau ist das passende 27-W-Netzteil die sichere Referenz. Ein Pi 4, der seinen Dienst überwiegend im Leerlauf erledigt, muss aus Energiesicht nicht vorsorglich ersetzt werden.

Wärme, Lüfter und Gehäuse

Der Pi 5 erzeugt unter längerer Last mehr Wärme und profitiert deutlich von aktiver Kühlung. Fachtexte nennen je nach Testaufbau Temperaturbereiche, in denen ohne Kühlung früher gedrosselt wird; die veröffentlichten Schwellen sind nicht vollständig deckungsgleich. Entscheidend ist die gemeinsame Aussage: Für anhaltende CPU-Last sollte ein Active Cooler oder ein gut belüftetes Lüftergehäuse eingeplant werden. Die betrachteten Pi-5-Sets enthalten entsprechende Kühlung. Beim Pi 4 genügen für viele Serveraufgaben Gehäuse und Kühlkörper, sofern Luft zirkulieren kann. Die Sets mit Aluminium-Kühlkörpern decken einen einfachen Home-Assistant-Dienst anders ab als Kompilieren oder Videoverarbeitung. Messen Sie Temperatur und Drosselung am realen Einsatz statt pauschal maximal zu kühlen. Ein Pi-4-Gehäuse passt nicht einfach auf den Pi 5. Anschlüsse, Platinenlayout und Kühlkonzept unterscheiden sich. Hinzu kommt die Bauhöhe von Active Cooler und möglichem M.2-HAT. Rezensionen zum NVMe-Set berichten von gequetschten Flachbandkabeln und Abstürzen nach der Montage. Lüfter bringen außerdem Geräusch und Verschleiß. Beim 8-GB-Starterset wird ein lauter oder ausgefallener Lüfter vereinzelt kritisiert. Wer einen stillen Dauerläufer sucht und dessen Aufgabe auf dem Pi 4 gut läuft, hat damit einen weiteren Grund, die vorhandene Generation zu behalten.

Neu kaufen oder den vorhandenen Pi 4 behalten

Beim kompletten Neukauf ist der Pi 5 meist die zukunftssicherere Wahl. Das 4-GB-Set enthält 27-W-Netzteil, Lüftergehäuse, Karte und Kabel und reicht für die meisten Anwendungen. Das 8-GB-Set bietet mehr Reserve und eine besonders breite Bewertungsbasis. Einschränkung beider Pakete ist die Set-Karte, die in Rezensionen als mögliche Fehlerquelle erscheint. Ein vorhandener Pi 4 sollte bleiben, wenn Dienst, Speicher und Reaktionszeit passen. Home Assistant unterstützt beide Generationen; für diesen Einsatzzweck erklärt Einplatinencomputer für Home Assistant die sinnvolle Ausstattung. Auch Pi-hole, kleine Webdienste oder GPIO-Steuerungen gewinnen selten genug, um Board, Netzteil, Gehäuse und Kühlung gemeinsam zu ersetzen. Der Wechsel lohnt, wenn CPU-Aufgaben regelmäßig warten lassen, PCIe-NVMe benötigt wird oder mehrere Dienste die Reserven des Pi 4 ausreizen. Er lohnt nicht allein wegen der Modellnummer. Kalkulieren Sie immer den ganzen Stapel: Pi 5, 27-W-Netzteil, passende Kühlung, neues Gehäuse und gegebenenfalls HAT.

Häufige Fragen

Lohnt der Pi 5 beim Neukauf?
Meist ja, wenn ein passendes 27-W-Netzteil und aktive Kühlung eingeplant sind. Er bietet deutlich mehr CPU-Reserve, PCIe, RTC und Einschalter. Für sehr einfache Aufgaben kann ein günstiger Pi 4 dennoch vernünftiger sein.
Sollte ich einen laufenden Pi 4 ersetzen?
Nicht, solange seine Aufgabe zuverlässig und schnell genug läuft. Ein Wechsel ist sinnvoll bei CPU-Engpässen, benötigtem PCIe oder mehreren zusätzlichen Diensten. Für einen einzelnen Hausautomations- oder DNS-Dienst reicht der Pi 4 oft weiterhin.
Kann ich das 15-W-Netzteil am Pi 5 verwenden?
Der Pi 5 kann damit unter Umständen starten, erhält aber nicht die vorgesehene volle USB-Versorgung. Mit SSDs oder anderer Peripherie drohen Begrenzungen und Instabilität. Für den regulären Aufbau ist ein kompatibles 27-W-Netzteil empfehlenswert.
Passt mein Pi-4-Gehäuse auf den Pi 5?
Nein, im Regelfall nicht. Anschlüsse, Layout und Kühlung unterscheiden sich. Kaufen Sie ein ausgewiesenes Pi-5-Gehäuse und prüfen Sie bei Active Cooler oder NVMe-HAT zusätzlich Bauhöhe und Kabelweg.
Braucht der Pi 5 aktive Kühlung?
Für längere CPU-Last ist sie sinnvoll. Bei sehr leichter Last kann ein großes passives Gehäuse genügen, doch Starter-Sets setzen zu Recht häufig auf Lüfter oder Active Cooler. Temperatur und Geräusch sollten zum Einsatzort passen.
Was bringt PCIe konkret?
Über ein HAT können Sie beispielsweise eine NVMe-SSD anbinden. Das verbessert lokale Speicherleistung und eröffnet Erweiterungen, verlangt aber Zusatzhardware. Eine SSD ist in einem als NVMe-Set beworbenen Paket nicht automatisch enthalten.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen im Oktober 2026.

  1. Raspberry Pi 5 Produktseite (abgerufen am 11.10.2026)
  2. 27-W-Netzteil-Brief (abgerufen am 11.10.2026)
  3. EU-Konformitätserklärung Raspberry Pi 5 (abgerufen am 11.10.2026)
  4. Raspberry Pi 4 Specifications (abgerufen am 11.10.2026)
  5. Raspberry Pi 4 Datenblatt (abgerufen am 11.10.2026)
  6. Home Assistant auf dem Raspberry Pi (abgerufen am 11.10.2026)
  7. ZimaBlade (abgerufen am 11.10.2026)
  8. ElektroG, IHK Saarland (abgerufen am 11.10.2026)