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A3 Scanner Kaufberatung: erst die Fläche, dann die dpi

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie haben ein A4-Glas im Multifunktionsgerät und ein Blatt, das darüber hinausragt: ein Vertrag in DIN A3, ein Plan, eine Zeitungsseite oder eine aufgeschlagene Doppelseite. Eine A3 Scanner Kaufberatung fängt deshalb nicht beim Markennamen an. Sie prüft, ob die genannte Fläche das Blatt wirklich fasst, ob die dpi-Zahl optisch ist und ob Texterkennung und Treiber auf Ihrem Rechner gelten. Im [Vergleich der A3-Scanner](/hub/drucken-scannen-kopieren/a3-scanner) liegen die Geräte nebeneinander. Hier steht die Reihenfolge, bevor Sie ein Modell in den Warenkorb legen. Wer schon weiß, dass die Vorlage gebunden ist, liest den Ablauf unter [Bücher mit dem A3-Scanner scannen](/hub/drucken-scannen-kopieren/a3-scanner/sub/a3-scanner-buecher-scannen).

Sie haben ein A4-Glas im Multifunktionsgerät und ein Blatt, das darüber hinausragt: ein Vertrag in DIN A3, ein Plan, eine Zeitungsseite oder eine aufgeschlagene Doppelseite.

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Inhalt

Zuerst die Fläche in Millimetern

DIN A3 ist 297 × 420 mm. Eine nutzbare Glasfläche von 12 × 17 Zoll, also 304,8 × 431,8 mm, ist etwas größer als das Blatt und gibt dem Rand Luft. Der Plustek OpticSlim 1180 nennt genau diese Fläche, 297 × 431,8 mm. Steht im Listing nur „bis A3“, fehlt das Maß. Dann wissen Sie nicht, ob der Rand abgeschnitten wird oder ob eine Buchdoppelseite noch hineinpasst. Drei Vorlagen fallen auseinander. Das lose A3-Blatt braucht die volle Breite einmal. Die aufgeschlagene Doppelseite eines Sachbuchs liegt oft nur im A4-Fangfeld, obwohl lose Blätter bis A3 gehen. A2 misst 420 × 594 mm und verlässt die Kategorie, ebenso eine Rolle. Linie, Karte und Foto stehen unter A3-Scanner für Pläne und Grafik.

Optische dpi, nicht Megapixel

Für Text und normale Pläne reichen in der Praxis oft 300 dpi. Feine Linien und ein Nachdruck brauchen eher 600 dpi. Fotobearbeitung am Flachbett liegt eher bei 600 bis 1.200 dpi. 14 bis 24 Megapixel liegen auf A3 rechnerisch bei etwa 240 bis 320 dpi. Der Aura Pro nennt etwa 240 dpi, der Shine Ultra auf A3 etwa 245 dpi, der ET24 Pro etwa 320 dpi, der ET Max etwa 410 dpi. Overhead bleibt meist zwischen etwa 220 und 410 dpi. Beim VIISAN VF3240 stehen 2.400 dpi im Listing, die WIA-Schnittstelle endet bei 600 dpi. Der A320E nennt im Marketing 800 dpi und in einem Datenblatt 1.600 dpi optisch. Beide Zahlen bleiben stehen.

Sensor und Auflage

Ein CIS sitzt nah am Glas und hat kaum Tiefenschärfe. c't hat das 2019 beschrieben: Was nicht plan aufliegt, wird weich. Der OpticSlim 1180 ist so ein Flachbett, 1.200 dpi, etwa acht Sekunden für A3 bei 300 dpi. Ein Buchrücken auf dem Glas bleibt unscharf und leidet. Ein CCD verträgt etwas Abstand. Plustek empfiehlt ihn für Aquarell und Foto. Der A320E gehört dazu, höher und schwerer. Overhead-Geräte arbeiten mit einem CMOS über der Matte. Der Aura Pro glättet per Laser, der Shine Ultra ist für dünne Hefte gedacht. Die Gegenüberstellung steht unter A3-Scanner Flachbett oder Overhead.

OCR, Betriebssystem, Schnittstelle

Eine Sprachenzahl im Titel gilt nur für das System, das der Hinweis nennt. Viisan führt die OCR-Sprachen nur für Windows, macOS läuft über Image Capture. CZUR wirbt mit über 180 Sprachen und weist einzelne Schriften der Windows-Version zu. Arabisch und Thai fallen auf dem Mac weg. Linux gilt nur mit genannter Distribution und Version. TWAIN, WIA und ICA öffnen eine Software, sie sind kein Gütesiegel. Buchfunktionen und Kurvenglättung stecken oft nur in der Hersteller-App. Vier Sekunden beim VF3240 sind 200 dpi, acht Sekunden beim OpticSlim sind 300 dpi. USB 2.0 ist der Normalfall, WLAN die Ausnahme. Kleine Büros, die einzelne Verträge ablegen, treffen auf die GoBD: Sie verlangt das Empfangsformat des Belegs, eine OCR-Anreicherung bewahren Sie mit auf. Der Scanner ist damit nicht zertifiziert.

Klasse wählen und rechtzeitig aufhören

Die Preisklasse folgt der Bauart. Dokumentenkameras liegen im Einstieg, CIS-Flachbetten und einfache Buchscanner in der Mitte, Premium mit HDMI und Laser darüber, CCD-Flachbetten oft noch höher. Eine Marktplatz-Zelle weit unter der Klasse ist kein Straßenpreis. Für ein einzelnes Großformat im Monat reicht oft die Mitte, wenn Fläche, dpi und das eigene System passen. Ab A2, bei Rollen, bei fragilen Lichtpausen in Menge, bei farbverbindlicher Repro und bei Belegen mit strukturiertem Datensatz sind Sie bei Dienstleister oder Profiklasse. Ein A3-Multifunktionsdrucker, der nur A4 scannt, und ein A4-Einzug legen kein A3-Blatt auf ein A3-Glas.

Häufige Fragen

Reicht „bis A3“, oder muss die Fläche in Millimetern dastehen?
DIN A3 ist 297 × 420 mm, 12 × 17 Zoll sind etwas größer und fassen das Blatt mit Rand. „Bis A3“ ohne Millimeter sagt nicht, ob Rand oder Doppelseite gemeint sind. Fehlt das Maß, fehlt die Prüfung, auch wenn die dpi-Zahl hoch wirkt.
Was unterscheidet ein A3-Blatt, eine Buchdoppelseite und A2?
Das lose Blatt nutzt die A3-Breite einmal. Gebundene Bücher liegen oft nur bis A4 im Fangfeld, auch wenn lose Blätter bis A3 gehen. A2 misst 420 × 594 mm und passt nicht auf dieses Glas. Dafür brauchen Sie ein anderes Format oder einen Dienstleister.
Warum ist 2.400 dpi im Listing nicht dasselbe wie in der Software?
Der VF3240 nennt 2.400 dpi im Listing, über WIA endet die nutzbare Auflösung bei 600 dpi. Die hohe Zahl erscheint nur, wenn Treiber und Speicher sie tragen. Vier Sekunden gelten dort für 200 dpi. Beim A320E stehen 800 dpi im Marketing und 1.600 dpi optisch nebeneinander.
Gilt die OCR-Sprachenzahl auch auf dem Mac?
Nur wenn der Hinweis das System nennt. Viisan beschränkt die Sprachliste auf Windows, der Mac läuft über Image Capture und ICA. CZUR weist mehrere Schriften der Windows-Version zu. Eine Zahl über 180 im Titel gilt auf dem Mac nicht automatisch für Arabisch oder Thai. Linux braucht eine genannte Distribution und Version.
Was bringen TWAIN, WIA und ICA?
Sie öffnen den Scanner für eine Software. TWAIN ist die Tür zu Programmen von Drittanbietern. WIA und ICA sind die Wege von Windows und macOS. Keines der drei ist ein Gütesiegel für Schärfe oder OCR. Kurvenglättung und Buchmodus stecken oft nur in der Hersteller-App, nicht in jeder Drittsoftware.
Wann ist das Gerät schon Profi- oder Drucker-Territorium?
Einzelne A3-Blätter und einzelne Buchseiten bleiben in Einstieg, Mitte oder Premium. Ab A2, bei Rollen, bei farbverbindlicher Repro und bei hohem Belegvolumen mit strukturierten Daten hört die Kategorie auf. Ein A3-Drucker mit A4-Scanner und ein A4-Einzug sind andere Produkttypen, auch wenn Vergleichslisten sie danebenstellen.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Herstellerseiten, c’t 2019, § 53 UrhG und die GoBD-Änderung; zuletzt abgerufen am 10.10.2026.

  1. Plustek OpticSlim 1180 – Technische Daten (abgerufen am 10.10.2026)
  2. Plustek OpticPro A320E (abgerufen am 10.10.2026)
  3. Viisan VF3240 (abgerufen am 10.10.2026)
  4. CZUR Aura (abgerufen am 10.10.2026)
  5. CZUR ET-Serie (abgerufen am 10.10.2026)
  6. c’t/heise 2019: A3-Flachbettscanner (abgerufen am 10.10.2026)
  7. § 53 UrhG (abgerufen am 10.10.2026)
  8. GoBD-Änderung 14.07.2025 (abgerufen am 10.10.2026)