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Rollei-Reisestativ: kleines Packmaß oder volle Arbeitshöhe?

Aktualisiert: 13.10.2026

Ein Rollei-Reisestativ ist nur dann leicht genug, wenn es unterwegs nicht doch im Hotel bleibt. Gleichzeitig hilft ein kurzes Packmaß wenig, wenn Sie für jede Aufnahme die Mittelsäule vollständig ausfahren müssen. Die entscheidende Frage lautet daher: Soll das Bein in den Rucksack passen, oder soll die Kamera ohne große Säulenverlängerung auf angenehmer Arbeitshöhe stehen? Im [Rollei-Stativ-Vergleich](/hub/fotostative/rollei-stativ) finden Sie die konkreten Angebote. Für kleines Gepäck führt die Auswahl zum Compact Traveler No. 1; wenn die Arbeitshöhe mitreisen soll, ist das längere C5i meist der bessere Kompromiss.

Ein Rollei-Reisestativ ist nur dann leicht genug, wenn es unterwegs nicht doch im Hotel bleibt. Gleichzeitig hilft ein kurzes Packmaß wenig, wenn Sie für jede Aufnahme die Mittelsäule vollständig ausfahren müssen.

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Inhalt

Was wirklich im Rucksack verschwindet

Das Compact Traveler No. 1 misst zusammengelegt 34,5 cm. Diese Länge entsteht durch fünf Beinsegmente, die beim Transport eng ineinandergeschoben werden. In Carbon wiegt die aktuelle Generation einschließlich Kopf 961 g, in Aluminium 1,14 kg. Beide Varianten besitzen dieselbe Grundgeometrie und werden mit 8 kg Traglast angegeben. Die Carbonversion spart also Gewicht, macht aus dem Stativ aber keine steifere oder höhere Bauform. Vor dem Kauf sollten Sie das nutzbare Innenmaß Ihres Rucksacks prüfen. Reißverschluss, gepolsterte Trennwände und die Form des Kugelkopfs können verhindern, dass ein nominell passendes Stativ bequem eingeschoben wird. Auch eine Transporttasche braucht Platz. Aus 34,5 cm lässt sich deshalb keine pauschale Handgepäckzusage für jede Fluggesellschaft und jedes Gepäckstück ableiten. Ob Carbon oder Aluminium den besseren Gegenwert bietet, entscheidet erst nach der Baugröße die Seite Rollei-Stativ aus Aluminium oder Carbon.

Fünf Segmente kosten Steifigkeitsreserve

Das kleine Packmaß ist kein kostenloser Vorteil. Beim No. 1 verjüngen sich die Rohre über fünf Segmente bis auf 10 mm. Jede zusätzliche Verbindung ist eine weitere Stelle, an der Fertigungstoleranz, Verschluss und Verschmutzung eine Rolle spielen. Unter ruhigen Bedingungen und mit leichter Ausrüstung ist das beherrschbar. Bei Wind, langer Brennweite oder einer schweren Kamera wirkt ein vierteiliges Bein günstiger. Hinzu kommt die Arbeitshöhe. Das No. 1 erreicht ohne weit herausgezogene Säule 113 cm; für die Maximalhöhe von 145 cm wird die Mittelsäule benötigt. Wer im Stehen durch den Sucher fotografiert, kann deshalb regelmäßig zum Ausfahren gezwungen sein. Ein Klappdisplay oder eine bewusst niedrigere Perspektive entschärft das Problem. Eine hohe Traglastzahl ändert dagegen nichts an der Hebelwirkung der Säule. Die genaue Reihenfolge für Beine, Säule, Kopf und Platte steht unter Rollei-Stativ aufbauen.

Wenn die Arbeitshöhe mitreisen soll

Das C5i ist länger, löst dafür das Höhenproblem besser. Es misst zusammengelegt 44 cm, besitzt vier Segmente und erreicht 131,5 cm Arbeitshöhe. Die unteren Rohre beginnen bei 16 mm. In Carbon wiegt es einschließlich Kopf 1,28 kg, in Aluminium 1,54 kg. Für viele Personen ist das die Größe, bei der die Kamera mit Kopf und Gehäuse auf eine angenehme Bedienhöhe kommt, ohne die Säule vollständig auszufahren. Damit ist das C5i weiterhin ein Reisestativ, aber nicht zwingend eines, das in jeden Tagesrucksack passt. Es kann außen befestigt oder in einer größeren Tasche getragen werden. Wer regelmäßig bei Wind fotografiert oder ein längeres Objektiv mitnimmt, erhält damit eine günstigere Ausgangslage als mit dem kleineren No. 1. Das C6i erweitert diese Richtung auf 47 cm Packmaß, 141 cm Arbeitshöhe und 12 kg angegebene Traglast. Die Carbonversion wiegt einschließlich Kopf 1,57 kg. Die grundlegende Linienwahl nach Höhe und Last erläutert die Rollei-Stativ-Kaufberatung.

Ältere Tests und ähnlich benannte Modelle trennen

Beim No. 1 kursieren Angaben von 33 cm Packmaß, vier Segmenten, rund 980 oder 990 g und teilweise 5 kg Traglast. Sie gehören zu älteren Bauformen oder widersprüchlichen Listings. Für die Generation 2026 gelten 34,5 cm, fünf Segmente, 961 g einschließlich Kopf in Carbon und 8 kg Lastangabe. Werte verschiedener Generationen sollten nicht gemittelt werden, weil daraus ein Modell entsteht, das so nicht verkauft wird. Das Compact Traveler No. 2 ist ebenfalls nicht bloß ein größeres No. 1. Es arbeitet mit vier Segmenten, misst etwa 43,5 cm, wiegt rund 1,48 kg und wird mit 5 kg Traglast angegeben. Das No. 2 XL wächst auf etwa 50 cm Packmaß und ergänzt einen Auslegearm. Das Mini M-1 mit 16 cm Packmaß gehört auf Tisch und Boden, nicht als Ersatz auf Augenhöhe. Für den Reiseentscheid bleibt die einfache Regel belastbar: No. 1, wenn das Bein innen mitfahren muss; C5i, wenn vier Segmente und Arbeitshöhe wichtiger sind; C6i nur bei echtem Bedarf an zusätzlicher Reserve.

Häufige Fragen

Passt das No. 1 in jeden Tagesrucksack?
Nein. Das Packmaß von 34,5 cm ist kurz, doch Innenfach, Öffnung, Polsterung und Kopf benötigen zusätzlichen Raum. Messen Sie das tatsächlich nutzbare Fach. Für Handgepäck gelten außerdem die Regeln der jeweiligen Fluggesellschaft, nicht allein die Länge des Stativs.
Reichen 113 cm Arbeitshöhe auf Reisen?
Das hängt von Körpergröße und Arbeitsweise ab. Mit Klappdisplay oder bewusst niedriger Perspektive können 113 cm genügen. Wer im Stehen durch den Sucher arbeitet, wird häufiger die Säule bis zur Maximalhöhe von 145 cm ausfahren, was bei Wind weniger günstig ist.
Ist das C5i noch ein Reisestativ?
Ja, wenn 44 cm Packmaß am oder in einem größeren Rucksack akzeptabel sind. Es bietet mit vier Segmenten und 131,5 cm Arbeitshöhe mehr Reserve im Aufbau als das No. 1. Für minimalistisches Gepäck ist es jedoch nicht dieselbe kompakte Lösung.
Ist Carbon auf Reisen stabiler als Aluminium?
Für die C-Serie 2026 sind Geometrie, Höhe und Traglast innerhalb einer Linie gleich. Carbon reduziert vor allem das Gewicht. Eine automatische zusätzliche Steifigkeit lässt sich daraus nicht ableiten. Entscheiden Sie zuerst über No. 1, C5i oder C6i und danach über das Material.
Darf die Säule des No. 1 für Bodenfotos geteilt werden?
Die Säule des aktuellen No. 1 ist laut Produktdaten nicht teilbar. Die Retrostellung entsteht über die Beine. Anleitungen anderer Generationen oder Modelle sollten nicht übertragen werden. Für sehr niedrige Aufnahmen kann ein Mini-Stativ die passendere Ergänzung sein.
Wann ist das C6i auf Reisen sinnvoll?
Wenn 141 cm Arbeitshöhe, dickere Rohre und 12 kg Lastreserve wichtiger sind als ein kleines Innenmaß. Mit 47 cm Packmaß und 1,57 kg in Carbon ist es bereits ein großes Reisestativ. Für leichte Ausrüstung ohne Tele ist das zusätzliche Volumen häufig unnötig.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Herstellerseiten Rollei, ISO 1222 und ein Fachartikel zu Arca-Swiss; zuletzt abgerufen am 13.10.2026.

  1. Compact Traveler No. 1 Carbon – Datenblatt (abgerufen am 13.10.2026)
  2. Presse C-Serie 2026 (abgerufen am 13.10.2026)
  3. C5i Carbon (abgerufen am 13.10.2026)
  4. C6i Carbon (abgerufen am 13.10.2026)
  5. ISO 1222:2010 – Stativgewinde (abgerufen am 13.10.2026)
  6. Rollei Garantie (abgerufen am 13.10.2026)
  7. Arca-Swiss-Praxis (abgerufen am 13.10.2026)
  8. dkamera.de zur C-Serie (abgerufen am 13.10.2026)