DX-Code Film: Wann die Kamera die ISO selbst liest

DX-Code Film: Wann die Kamera die ISO selbst liest, wann das Rad gilt und warum eine falsche Empfindlichkeit die Rolle zu dunkel oder zu hell macht.
Inhaltsverzeichnis

Die Abzüge kommen zurück, und jede Aufnahme ist eine Stufe zu dunkel. Der Film war frisch, das Labor hat den Farbnegativ-Prozess gefahren, die Sonne auf den Außenbildern hätte reichen müssen. An der Kamera steht das Rad noch auf der Empfindlichkeit der vorigen Rolle. DX-Code Film ist das Schachbrett aus leitenden und isolierenden Feldern an der Patrone. Manche Gehäuse lesen es und stellen die ISO selbst. Viele mechanische Kameras und einfache Sucher ignorieren es. Dann entscheidet allein das Rad, und eine vergessene Zahl zieht sich durch alle 24 oder 36 Bilder.
Wer das Muster, das Rad und den Rückfall auf ISO 100 auseinanderhält, findet die Ursache, bevor die nächste Rolle in dieselbe Falle läuft. Die Emulsion ist dabei selten der erste Verdacht.
Kurz gesagt
Seit 1983 tragen die meisten fabrikfertigen Kleinbildpatronen einen DX-Code. Kompakte mit Kontakten in der Filmkammer übernehmen die Empfindlichkeit von diesem Muster und fallen ohne lesbaren Code oft auf ISO 100 zurück. Mechanische Gehäuse ohne diese Stifte kennen den Code nicht. Dort kalibriert das Rad den Belichtungsmesser. Die Chemie der Schicht bleibt die Zahl auf der Schachtel. Eine falsche Stufe macht die ganze Rolle heller oder dunkler.
Das Muster an der Patrone
Der DX-Code Film sitzt außen an der Metallhülle, als Raster aus blanken und lackierten Feldern. Kodak hat das Verfahren 1983 für den Amateurbereich eingeführt. In der Filmkammer liegen federnde Kontakte auf diesen Feldern. Leitendes Metall schließt einen Kontakt, Lack unterbricht ihn. Aus dem Muster liest die Elektronik eine Empfindlichkeit und bei den meisten Patronen auch die Bildzahl, also 12, 20, 24 oder 36 Aufnahmen. Manche Körper nutzen zusätzlich eine Angabe zur Belichtungstoleranz. Für den Alltag zählt die ISO. Die Bildzahl erklärt, warum eine Kamera nach 24 Bildern zurückspult, obwohl Sie eine längere Rolle erwartet haben.
Nicht jede Patrone trägt ein brauchbares Muster. Fabrikware aus dem Handel hat es seit den mittleren 1980er-Jahren fast durchgehend. Nachgefüllte Patronen aus der Dose oft nicht. Dann gehört das Schachbrett zur leeren Hülle und nicht zu dem Film, den Sie im Dunkeln eingespult haben. Die Kamera liest die Hülle. Steht auf der Hülle ISO 100 und auf Ihrer Dose 400, belichtet das Gehäuse nach der Hülle. Alte Lagerware von vor 1983 hat ebenfalls blankes Blech ohne Raster.
Ein Gehäuse von 1975 ist vor diesem System gebaut. Die Felder sind für diese Kamera Dekor. Sie stellen die Zahl von der Schachtel am Rad ein. Ob die Patrone ein Raster trägt, ändert an so einem Körper nichts. Schauen Sie bei offener Rückwand, Film draußen, auf die linke Seite der Kammer, dort wo die Patrone sitzt. Zwei oder mehr Metallstifte bedeuten einen Leser. Eine glatte Wand und ein Rad an der Oberseite bedeuten Handarbeit. Das Muster nennt der Kamera eine Zahl. Es misst nicht, wie dunkel die Küche um 18 Uhr ist, und es verlängert keine Verschlusszeit.
Das Rad stellt den Messer
An einer mechanischen Spiegelreflex und an vielen Sucherkameras sitzt die Filmempfindlichkeit als Rad, als Scheibe um die Rückspulkurbel oder als Fenster neben den Verschlusszeiten. Diese Einstellung kalibriert den Belichtungsmesser. Der Messer rechnet Zeit und Blende so, als hätte der Film genau diese Empfindlichkeit. Die Schicht in der Patrone bleibt davon unberührt. Sie hat die Empfindlichkeit, die der Hersteller auf die Schachtel druckt.
Steht das Rad auf 400 und Sie legen Kodak Gold 200 ein, rechnet die Kamera mit einer Stufe zu wenig Licht. Der Verschluss wird kürzer oder die Blende enger, als der 200er braucht. Die Abzüge werden dunkel. Das ist der häufige Fall, wenn die vorige Rolle ein 400er war und das Rad stehen blieb. Umgekehrt steht das Rad noch auf 100, während UltraMax 400 in der Kamera liegt. Der Messer gibt zwei Stufen zu viel Licht. Die Bilder werden hell, die Lichter laufen zu. Zwei Stufen sind der Abstand von 100 auf 400, eine Stufe der Abstand von 200 auf 400. Dieselbe Richtung über die ganze Rolle ist das Kennzeichen eines falschen Rads. Einzelne misslungene Bilder mitten in einer sonst stimmigen Serie kommen vom Motiv.
Nach jedem Wechsel gilt die Zahl der neuen Schachtel. Gold 200 nach Gold 200 bleibt auf 200. Ein Wechsel von Gold 200 auf den Fujicolor C200 bleibt ebenfalls auf 200. Ein Wechsel von Gold auf UltraMax 400 ist eine Stufe und muss am Rad ankommen, bevor Sie den Verschluss spannen. APX 100 ist ISO 100. Wer das Rad auf 400 stehen lässt, unterbelichtet diesen Schwarzweißfilm um zwei Stufen und gibt ihn womöglich noch in den falschen Prozess. Der Weg der Entwicklung steht auf der Seite Schwarzweißfilm statt Farbe.
Ein normales Farbnegativ-Labor entwickelt die Alltagsrollen auf die Nennempfindlichkeit. Eine andere Entwicklung, das sogenannte Pushen, bestellen Sie als eigenen Auftrag. Der Dreh am Gehäuse ist dieser Auftrag nicht. Kodak gibt für Gold 200 einen Spielraum von etwa zwei Stufen unter- und drei Stufen überbelichtet an. Eine einzelne vergessene Stufe landet deshalb oft noch in einem brauchbaren Abzug. Das macht die Einstellung nicht richtig. Der Scan wirkt flau, das Korn steigt, und bei zwei Stufen Unterbelichtung ist dieser Spielraum von Gold bereits am Rand. Übertragen Sie diese Spanne nicht auf UltraMax oder auf APX.
Rückfall auf ISO 100
Einfache Kompaktkameras haben oft kein Rad. Sie lesen den DX-Code Film und stellen die Empfindlichkeit allein darüber ein. Fehlt das Muster, sind die Felder überklebt oder erreichen die Kontakte das Blech nicht, gibt es keine Zahl. Viele dieser Gehäuse nehmen dann ISO 100 an und belichten weiter, ohne eine Warnung. Ein 400er-Film bekommt in diesem Fall zwei Stufen zu viel Licht. Die Abzüge werden hell. Ein 200er bekommt eine Stufe zu viel. APX 100 trifft den Rückfall zufällig bei der Empfindlichkeit. Der Prozess bleibt trotzdem Schwarzweiß, und ein Farb-Labor ist der falsche Umschlag.
Nicht jedes Gehäuse fällt still zurück. ADOX weist darauf hin, dass manche Körper einen Fehler anzeigen, statt auf ISO 100 zu gehen. Genannt wird dort unter anderem die Nikon F5. Andere Kameras lassen eine Handkorrektur zu, sobald der Code fehlt. Steht an Ihrem Gehäuse ein Rad und zusätzlich Kontakte in der Kammer, hat die Handzahl in der Regel Vorrang, sobald Sie sie bewusst setzen. Drei Verhaltensweisen reichen als Landkarte: still auf 100, Fehlermeldung, oder ein Rad, das Sie selbst drehen.
Wenn die Kontakte schmutzig sind
Staub, Fett von den Fingern und grüner Belag lassen einzelne Felder ausfallen. Die Kamera liest dann eine Nachbarstufe oder behandelt die Patrone als codefrei. Nehmen Sie den Film heraus und lassen Sie den Verschluss in Ruhe. Wischen Sie nur die Metallstifte mit einem trockenen Wattestäbchen ab. Das dauert etwa eine Minute. Sitzt Oxyd fest, nehmen Sie ein kaum feuchtes Stäbchen mit Isopropanol und warten, bis die Stifte trocken sind, bevor die nächste Patrone kommt. Sprühen Sie nichts in die Kammer. Flüssigkeit an den Lamellen ist ein anderer Schaden als ein falscher Code.
Krumme Stifte, die die Patrone nicht mehr berühren, und ein Gehäuse ganz ohne Stifte werden durch Putzen keine Leser. Überklebte Felder, mit denen manche Fotografen eine andere ISO erzwingen wollen, sehen für eine reine DX-Kompakte aus wie eine Patrone ohne Code. Dann gilt wieder der Rückfall auf 100, nicht die Zahl, die Sie sich vorgenommen haben.
Wenn die Bilder trotzdem dunkel sind
Stimmen Code und Rad mit der Schachtel überein und die Innenfotos sind trotzdem dunkel, liegt die Ursache im Licht. ISO 200, also Gold und der C200, ist eine Tageslichtempfindlichkeit. Ein Wohnzimmer am Abend liegt mehrere Stufen unter dem, was diese Schicht ohne Stativ oder Blitz sauber zeichnet. Die Kamera hat richtig gemessen und ist an die längste Zeit gekommen, die das Gehäuse zulässt, und an die größte Öffnung, die das Objektiv hergibt. Viele einfache Kompakte halten den Verschluss nicht so lange offen wie eine Spiegelreflex auf dem Stativ. Sie bleiben bei einem Bruchteil einer Sekunde. Das Bild wird dunkel, obwohl die ISO stimmt.
Am langen Ende einer Zoom-Kompakten wird die Öffnung zusätzlich klein. Dieselbe Rolle, die draußen bei Sonne sitzt, reicht im Zimmer am Tele oft nicht. ISO 400, im Vergleich der UltraMax und weitere 400er der Consumer-Klasse, ist genau eine Stufe mehr. Das halbiert die nötige Zeit bei gleicher Blende oder erlaubt eine Stufe kleinere Öffnung bei gleicher Zeit. Es macht aus der Küche keine Nachtaufnahme. Reicht auch die Stufe nicht, ist der Blitz die ehrliche Lösung, nicht eine noch höhere Zahl auf einem Rad, das zur Schachtel nicht mehr passt.
Prüfen Sie die Serie, bevor Sie die Emulsion verwerfen. Zieht sich die Dunkelheit durch alle 24 oder 36 Bilder in derselben Richtung, vergleichen Sie Rad und Schachtel. Sind nur die Innenbilder dunkel und die Aufnahmen im Freien in Ordnung, hat der Messer zum Licht gepasst und das Zimmer war zu knapp. Ein abgelaufener Film kann zusätzlich Farbe und Dichte verschieben. Das sieht selten aus wie eine saubere, gleiche Stufe über die ganze Rolle.
Ein defekter Messer, eine festhängende Blende oder ein Verschluss, der immer dieselbe Zeit fährt, erzeugt ebenfalls eine Serie in einer Richtung. Dann hilft das richtige Rad nicht. Wechseln Sie zur Probe das Licht, zum Beispiel an die Tür bei bedecktem Himmel, und lösen Sie drei Bilder mit Blitz und drei ohne aus. Bleibt der Unterschied aus, gehört das Gehäuse zur Reparatur, nicht die nächste Patrone in den Verdacht.
Welche ISO zu welchem Licht gehört
Die Zahl auf der Schachtel ist die Lichtlage, nicht eine Güteklasse. ISO 100 im Vergleich ist der APX, ein Schwarzweißfilm. Er braucht das meiste Licht und einen anderen Laborweg als Farbnegativ. ISO 200, Gold und C200, sitzt bei Sonne, bei Blitz und bei ruhigen Motiven mit einer lichtstarken Optik. ISO 400, UltraMax und weitere 400er im Set, ist die Stufe für Wolken, Innenraum, Zoom und Bewegung. Der ausführliche Unterschied zwischen 200 und 400 steht unter ISO 200 oder ISO 400.
In praller Sonne kann ein 400er an das andere Ende stoßen. Ist die kürzeste Verschlusszeit des Gehäuses erreicht und die Blende schon zu, wird das Bild hell, obwohl der Code stimmt. Eine einfache Kompakte endet mit der Zeitskala oft früher als eine Spiegelreflex. Dann ist ISO 200 draußen die ruhigere Wahl, und der 400er bleibt für den bedeckten Nachmittag und das Zimmer. Welche Rolle zu Kamera, Licht und Labor passt, ordnet die Kaufberatung zum 35-mm-Film.
Die Preisklasse ändert die Bedienung nicht. Gold, C200 und UltraMax sind die Consumer-Klasse für den Alltag und für ein Labor mit C-41. Portra liegt in der Premiumklasse, wenn Hauttöne und das verfügbare Licht die Abstimmung tragen sollen. Beide Klassen tragen einen DX-Code, und beide verlangen an einem mechanischen Gehäuse die Zahl von der Schachtel. Die Rolle mit der passenden ISO zum Licht und zum Rad ist die bessere Preis-Leistung. Eine Premiumrolle mit zwei Stufen daneben verschenkt den Spielraum. Eine Alltagsrolle mit passendem Rad liefert die brauchbareren Negative. Die Rollen nebeneinander sehen Sie im Vergleich der 35-mm-Filme.
ISO 400 kostet eine Stufe Spielraum nach oben in der Sonne und ein etwas gröberes Korn. ISO 200 fehlt im Zimmer das Licht. Stellen Sie zuerst die Lichtlage fest, dann die Zahl, dann das Rad oder den Code.
Vor dem Auslösen prüfen
Legen Sie die Schachtel neben die offene Kamera, bevor die Zunge in der Spule sitzt. Lesen Sie die ISO laut ab und vergleichen Sie sie mit dem Rad oder mit der Anzeige, falls die Kompakte eine hat. Das dauert weniger als eine Minute. Eine vergessene Stufe kostet danach 24 oder 36 Aufnahmen, die Sie nicht einzeln retten.
Schauen Sie in die leere Kammer. Metallstifte neben dem Patronenfach bedeuten einen Leser. Eine glatte Wand bedeutet, dass das Rad die einzige ISO dieser Kamera ist. Stellen Sie das Rad auf die Schachtel. Wollen Sie eine andere Stufe, gehört der Auftrag ans Labor, und nur dann, wenn dieses Labor ihn für genau diese Rolle annimmt.
Nach dem Wechsel von einem 400er auf einen 200er drehen Sie sofort, noch vor dem Transport auf das erste Bild. Nach dem Wechsel von Farbe auf APX 100 stellen Sie 100 ein und kennzeichnen die Patrone für den Schwarzweiß-Prozess, damit sie nicht im Farbumschlag landet. Eine DX-Kompakte übernimmt die Zahl von der Patrone. Kontrollieren Sie einmal, ob die Felder frei sind und die Stifte nicht unter Staub liegen. Eine Patrone ohne Muster behandeln Sie an so einem Gehäuse als ISO 100, oder Sie wechseln auf einen Körper mit Rad.
Kommen die Bilder zurück und die ganze Rolle kippt in eine Richtung, legen Sie Schachtel und Rad nebeneinander, bevor Sie die Marke verwerfen. Eine gleiche Stufe zu dunkel spricht für ein Rad, das zu hoch stand. Eine gleiche Stufe zu hell spricht für ein Rad, das zu niedrig stand, oder für den Rückfall auf 100 bei einem schnelleren Film. Erst wenn beides zur Schachtel passt, lohnt der Blick auf Licht, Blitz und Verschluss. Drei Probebilder an der Tür, mit und ohne Blitz, trennen eine falsche Zahl von einem Gehäuse, das immer gleich danebenliegt.
Häufige Fragen
Hat jede Patrone einen DX-Code?
Liest eine Kamera von 1975 den DX-Code?
Was passiert ohne DX-Code in einer Kompaktkamera?
Ändert das ISO-Rad die Empfindlichkeit des Films?
Muss ich die ISO nach jedem Filmwechsel neu einstellen?
Warum sind Innenfotos mit ISO 200 dunkel, obwohl der DX-Code stimmt?
Kann Schmutz auf den DX-Kontakten die ISO verfälschen?
Gilt der DX-Code auch für Halbformat?

Als Technik- und Gaming-Enthusiast betreut er Vergleiche zu Elektronik, Gadgets und Unterhaltungstechnik – getestet am Alltagsnutzen.
Ähnliche Artikel

Kleinbildfilm richtig einlegen
Zunge, Transport und Rückspulen: woran die erste Rolle in einer gebrauchten Kamera scheitert, bevor ein Bild sitzt.

Abgelaufenen Film erkennen
Datum und Lagerung: wann eine Schubladenrolle noch für Bilder taugt, die Sie nicht wiederholen können.

Farbnegativ und Schwarzweiß trennen
Zwei Prozesse, zwei Aufträge: warum Farbe und Schwarzweiß nicht in dieselbe Labortasche gehören.