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PIR oder Radar: welche Glühbirne mit Bewegungsmelder sieht den Weg

Aktualisiert: Oktober 2026

Beide Birnen heißen Bewegungsmelder, und trotzdem bleibt die eine blind hinter der Glaslaterne, während die andere im Nachbarraum anspringt. PIR oder Radar ist bei einer Glühbirne mit Bewegungsmelder die Entscheidung zwischen Sicht und Durchdringung. Ein PIR ist passiv und wertet Wärmebewegung aus. Ein Radar mit 5,8 GHz sendet und erkennt die Doppler-Verschiebung. Im [Vergleich der Glühbirnen mit Bewegungsmelder](/hub/led-lampen-zubehoer/gluehbirne-mit-bewegungsmelder) stehen die Modelle mit ihren Lichtwerten. Hier bleibt das Licht im Hintergrund. Es geht darum, welches Prinzip der Produkttext überhaupt nennt und welche Fassung dazu passt.

Beide Birnen heißen Bewegungsmelder, und trotzdem bleibt die eine blind hinter der Glaslaterne, während die andere im Nachbarraum anspringt.

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Inhalt

Zwei Prinzipien, ein Titel

Der PIR braucht den Weg im Blick und sendet nichts. Wärme muss die Linse erreichen, tangential zur Fassung oft besser als radial auf die Kuppe zu. DiCUNO nennt 120 Grad, LUXULA 140 Grad, ohne dass LUXULA ein Prinzip nennt. Der Winkel allein macht die Birne nicht zum PIR. Die Reichweiten liegen bei 3 bis 5 Metern (DiCUNO), 3,96 Metern (LUTW, aus 13 Fuß normiert) und bis 4,5 Metern (CLAR). Das sind keine 8 oder 12 Meter aus Wandmelder-Ratgebern, und sie gelten nicht für Etrogo, dessen Produkttext die Meter weglässt. Radar ist aktiv. Die markenlose A60 nennt Mikrowellen-Radar und schreibt, es sei empfindlicher als PIR und durchdringe Glas oder dünne Wände. Die Schwelle liegt unter 6 Lux, der Radius bei 3 bis 5 Metern, der Nachlauf bei 30 ± 3 Sekunden. Etrogo nennt 5,8 GHz und Doppler, unter 15 Lux, ohne Reichweite und ohne Nachlauf. Sendet die Birne in diesem Band, fällt sie unter die Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU. Ein PIR sendet nicht. Das ist eine Zulassungsfrage, kein Gesundheitsurteil. Drei Birnen lassen das Prinzip weg: Osram Star+, GY und LUXULA. Eine große Reichweite ist keine nachträgliche PIR-Zuordnung. Welche Lichtfragen daneben zählen, klärt die Kaufberatung.

Glas, Haube und dünne Wand

Hinter einer normalen Glasscheibe wird ein PIR blind, weil die langwellige Wärmestrahlung an der Scheibe hängen bleibt. Das ist das Prinzip, nicht eine Messung an jeder Birne dieser Auswahl. DiCUNO zieht die praktische Grenze: freihängend nach unten, nicht in geschlossenen oder abgedeckten Leuchten, Höhe 0 bis 3 Meter, Sensor nicht verstellbar. LUTW setzt den PIR an die Spitze und schließt geschlossene Leuchten ebenfalls aus. CLAR beschreibt einen PIR bis 4,5 Meter, nennt aber keinen Winkel, und die Tabelle sagt zusätzlich ferngesteuert. Diesen Widerspruch nicht wegwischen. Radar kommt durch dünnes Glas oder Kunststoff und dafür leichter durch die Tür. Personen im Nachbarraum, ein Lüfter oder ein Tier können schalten. Die markenlose Birne nennt 2 Meter Abstand, sonst Flackern. Etrogo nennt den Abstand nicht. Den Abstand nicht auf die PIR-Packs übertragen. Wenn die Fassung offen auf den Weg zeigt, spricht mehr für PIR. Wenn ein Schirm oder Glas die Sicht nimmt und Sie Fehltrigger in Kauf nehmen, spricht mehr für Radar, und dann für das Modell, das Frequenz oder Abstand überhaupt nennt. Wie die Kuppe sitzen muss, steht beim Einbau.
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Was die Birne nicht ist

Diese Birnen sind keine Präsenzmelder. Ein 24- oder 60-GHz-Sensor, der ruhig Sitzende erkennt, ist eine andere Klasse. Die Produkttexte, die ein Prinzip nennen, beschreiben Bewegung: Wärme mit Sicht oder Doppler bei 5,8 GHz. Wer auf der Treppe stehen bleibt, fällt aus dem Feld, sobald die feste Zeit abläuft. Nachziehen können Sie die Zeit nicht. DiCUNO hält etwa 60 Sekunden, die meisten anderen genannten Zeiten liegen um 30 Sekunden, Etrogo und Osram nennen keine. Stellräder für Empfindlichkeit, Zeit und Lux gehören an Wandmelder, nicht an diesen Kolben. Die Dämmerung bleibt eine UND-Bedingung. Unter 6, 15 oder 30 Lux muss es dunkel genug sein, sonst ignoriert die Birne die Bewegung. Der erste Einschaltmoment kann abweichen: kurzes Leuchten bei der markenlosen Birne, etwa 20 Sekunden bei Etrogo. Das ist der Selbsttest.

Welche Fassung welches Prinzip trägt

Eine klare Empfehlung hängt an der Fassung, nicht an einem pauschalen Sieger. Offener Kegel auf Flur oder Treppe: ein benanntes PIR, am vollständigsten DiCUNO, mit kürzerer Zeit LUTW. Verdeckte Kuppe und akzeptierte Fehlauslösung: Radar, mit Abstandsangabe die markenlose Birne, mit genannter Frequenz Etrogo, der die Meter schuldig bleibt. Unbenanntes Modell: nicht raten. Für den nächtlichen Weg mit fester Zeit und ohne Außenclaim reicht der Blick auf Flur und Treppe.

Häufige Fragen

Sieht ein PIR durch eine Glas- oder Kunststoffhaube?
Durch normales Glas in der Regel nicht. Die Wärme bleibt an der Scheibe, der PIR sieht die Bewegung dahinter nicht. DiCUNO und LUTW schließen geschlossene Leuchten deshalb aus. Eine dünne Kunststoffhaube ist nicht automatisch besser, solange der Produkttext freie Sicht verlangt. Radar kann solche Schichten eher durchdringen. Das muss als Radar im Produkttext stehen, nicht nur als Bewegungsmelder im Titel.
Warum löst Radar im Nebenraum oder am Lüfter aus?
Weil es aktiv misst und dünne nichtmetallische Wände durchdringen kann. Eine Person hinter der Tür oder ein Lüfter im Feld verändert die Reflexion. Die Birne hat kein Stellrad für die Empfindlichkeit. Die markenlose Birne nennt zusätzlich 2 Meter Abstand zu weiteren Radarbirnen, sonst Flackern. Metall kann das Feld abschirmen oder zurückwerfen. Ein PIR bleibt enger an der Sichtlinie, dafür blind hinter Glas.
Sendet ein PIR Funk, und was gilt bei 5,8 GHz?
Ein PIR sendet nicht. Er wertet eingehende Wärme aus. Eine Birne, die bei 5,8 GHz sendet, fällt unter die Funkanlagenrichtlinie. Etrogo nennt dieses Band und Doppler, die markenlose Birne Mikrowellen-Radar ohne die Frequenz. Daraus folgt keine Aussage, ob das Feld gesundheitlich unbedenklich oder schädlich ist. Dafür fehlt die Erklärung des jeweiligen Geräts.
Ist 5,8-GHz-Radar ein Präsenzmelder für Sitzende?
Nein. Präsenzmelder mit höherer Frequenz, die ruhige Personen halten sollen, sind eine andere Klasse. Die Radar-Birnen hier beschreiben Bewegung. Bleiben Sie auf der Stufe stehen, endet das Licht mit der festen Nachlaufzeit, sofern der Produkttext eine nennt. Etrogo nennt keine Zeit. DiCUNO als PIR nennt etwa 60 Sekunden, nicht ein dauerhaftes Licht für Wartende.
Was tun, wenn der Titel nur „Bewegungsmelder“ sagt?
Nicht auf ein Prinzip schließen. Weder die Reichweite der LUXULA noch die 3 Meter der GY machen die Birne zum PIR oder zum Radar. Osram nennt zum Sensor keine weiteren Werte. Entweder akzeptieren Sie die Lücke, oder Sie nehmen ein Modell, das PIR oder Radar ausspricht und zur Fassung passt.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 12.10.2026.

  1. Verordnung (EU) 2019/2020 (konsolidiert) – Ökodesign Lichtquellen (abgerufen am 12.10.2026)
  2. Delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 – Energiekennzeichnung (abgerufen am 12.10.2026)
  3. DIN EN 62560 – Sicherheit von LED-Lampen mit Vorschaltgerät (abgerufen am 12.10.2026)
  4. DIN EN 62471 – Photobiologische Bewertung (abgerufen am 12.10.2026)
  5. Richtlinie 2014/53/EU – Funkanlagen (abgerufen am 12.10.2026)
  6. Ledvance-Anleitung SubstiTUBE Motion Sensor (HF-Beispiel) (abgerufen am 12.10.2026)
  7. B.E.G. HF-Melder-Anleitung – Doppler und Durchdringung (abgerufen am 12.10.2026)
  8. Lampenwelt – IP-Schutzarten (abgerufen am 12.10.2026)