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5W-30 oder 5W-40

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie stehen mit dem Öldeckel offen zwischen zwei Kanistern, die beide eine 5 vor dem W tragen, und das Serviceheft nennt auf der Nachbarzeile die andere Sommerklasse. Dann ist 5W-30 oder 5W-40 keine Frage, welches Gebinde dicker klingt. Beide müssen dieselbe Winterprüfung bestehen. Getrennt sind sie bei 100 °C und oft in der ACEA-Familie, die über Asche und den Partikelfilter entscheidet. Am Ende gilt die Heftzeile, nicht das dickere Öl. Welche 5W-30-Kanister dieser Vergleich zeigt, stehen auf der Seite [Motoröl 5W-30](/hub/motorpflege/motoroel-5w30). Ein 5W-40-Gebinde liegt in diesem Set nicht.

Sie stehen mit dem Öldeckel offen zwischen zwei Kanistern, die beide eine 5 vor dem W tragen, und das Serviceheft nennt auf der Nachbarzeile die andere Sommerklasse.

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Inhalt

Dieselbe 5W-Prüfung, nicht derselbe Kaltstartvorteil

SAE J300 prüft 5W-30 und 5W-40 an denselben Wintergrenzen. Im Kaltstartsimulator darf die Viskosität höchstens 6.600 mPa·s bei −30 °C betragen, die Pumpgrenze von 60.000 mPa·s gilt bei −35 °C. Wer 5W-40 deshalb für zäher im Winter hält, verwechselt die hintere Zahl mit der vorderen. Die 40 beschreibt das Band bei Betriebstemperatur, nicht eine zweite Frostprüfung. In Ratgebern steht trotzdem, 5W-30 schmiere beim Kaltstart besser, weil es dünner sei. Das widerspricht der gemeinsamen Prüfung. Beide Klassen müssen dieselben Grenzwerte halten. Welches Öl an einem Morgen bei −8 °C zuerst Druck aufbaut, sagt die SAE-Zeile nicht. −35 °C ist die Temperatur der Pumpprüfung, keine Zusage, dass das Öl bis dahin in jedem Motor nutzbar bleibt.

Zwei Bänder bei 100 °C, ohne Überlappung

Bei 100 °C trennt SAE J300 die Klassen hart. Klasse 30 reicht von 9,3 bis unter 12,5 mm²/s, Klasse 40 von 12,5 bis unter 16,3 mm²/s. Die Intervalle überlappen nicht. Ein Öl bei 12,4 mm²/s bleibt 5W-30, eines bei 12,5 mm²/s ist bereits 5W-40, und dicker ist die 40 im Vergleich zur 30. Das ist kein Freibrief für die höhere Stufe. Verlangt das Heft nur 5W-30, bekommt der Motor mit Klasse 40 mehr Widerstand, als Lager und Pumpe vorsehen. Verlangt es die 40, verliert ein Öl am unteren Ende der 30 an Viskosität bei 100 °C, obwohl beide Kanister vorn eine 5 tragen. Der Schmierfilm unter Last hängt allerdings nicht allein an den mm²/s, sondern an der HTHS-Prüfung.

HTHS ist nicht automatisch die Sommerzahl

HTHS misst den Schmierfilm unter Last bei hoher Temperatur und hoher Scherung. SAE J300 setzt für Klasse 30 mindestens 2,9 mPa·s. Für 5W-40, ebenso für 0W-40 und 10W-40, liegt der Boden bei 3,5 mPa·s. Der Wert 3,7 mPa·s gilt für 15W-40 und die Einbereichs-40, nicht für ein 5W-40. Ein C3-Öl muss mindestens 3,5 mPa·s halten, ein A5/B5-Öl liegt zwischen 2,9 und 3,5 mPa·s. Ein C3-5W-30 kann damit denselben HTHS-Boden haben wie ein 5W-40. Der Unterschied sitzt dann bei 100 °C und in der Asche, nicht in einem automatisch dünneren Film. Das Castrol Edge 5W-30 LL im Set ist ACEA C3, also mindestens 3,5 mPa·s, ohne dass das Listing den Messwert nennt. Das Cartec Alpine 5W-30 Special F plus ist A5/B5 und darf bis an 2,9 mPa·s heranrücken.

Asche schlägt die Viskositätszahl

Der Schadenpfad in einen Filter-Motor ist ein A3/B4-Öl ohne Low-SAPS-Freigabe, nicht die Stufe 40 allein. ACEA C3 begrenzt die Sulfatasche auf höchstens 0,8 Prozent. Ein A3/B4-5W-40 ohne die nötige Zeile kann den Filter mit Asche zusetzen. Bei vielen VW-, Audi-, Seat- und Skoda-Motoren heißt sie 507 00, und ein 5W-40 nach 505 01 bleibt das falsche Öl. Das Liqui Moly Special Tec LL in diesem Set ist schon als 5W-30 ein A3/B4 mit VW 502 00/505 00, nicht 504 00/507 00. Mannol Energy 5W-30 steht als A3/B4 in der Formulierung erfüllt, nicht als Freigabe. Die Sommerzahl 30 schützt den Filter nicht, wenn die Aschechemie eine andere ist. Die Lesart steht in der Kaufberatung Motoröl 5W-30, 504 00 gegen 507 00 in VW 504 00 und 507 00.

Mischen ist kein höherwertiges Öl

Ein Satz aus dem Zubehörhandel behauptet, 5W-40 in einen 5W-30-Motor ergebe ein höherwertiges Gemisch, und rät zugleich vom Mischen ab. Den ersten Teil übernehmen Sie nicht. Die Klassen addieren sich nicht zu einer mittleren Güte. Sie vermischen zwei Bänder bei 100 °C und oft zwei Aschekonzepte, und keines der Etiketten beschreibt das Ergebnis noch. Fällt der Stand unter die Minimum-Markierung am Peilstab und Sie müssen nur zur Werkstatt kommen, füllen Sie dieselbe SAE-Klasse nach und gehen beim nächsten Wechsel zurück auf die Freigabe. Diese Menge überbrückt die Strecke im Vergleich zu einem dauerhaften Gemisch aus 5W-30 und 5W-40. Welche Chemie die 5W-30-Kanister im Set tragen, zeigt beste Motoröle 5W-30. Dort bleibt alles Klasse 30.

Häufige Fragen

Ist 5W-40 immer der stärkere Schmierfilm?
Bei 100 °C liegt 5W-40 im dickeren Band, 12,5 bis unter 16,3 mm²/s gegen 9,3 bis unter 12,5 mm²/s bei 5W-30. Unter Last zählt zusätzlich der HTHS-Wert. Ein C3-5W-30 hat dieselbe Untergrenze von 3,5 mPa·s. Stärker ist die 40 damit nicht automatisch, und erlaubt ist sie nur, wenn das Heft sie nennt.
Darf ich 5W-40 in einen Motor füllen, der 5W-30 C3 verlangt?
Nur wenn das Handbuch 5W-40 zur selben Freigabe nennt. Ein A3/B4-5W-40 ohne C3 oder ohne 507 00 kann den Partikelfilter mit Asche zusetzen, während C3 die Sulfatasche auf 0,8 Prozent deckelt. Die dickere Sommerklasse ersetzt diese Zeile nicht. Fehlt sie auf dem Kanister, bleibt das Öl draußen.
Darf ich 5W-30 in einen Motor füllen, der 5W-40 A3/B4 verlangt?
Nicht auf eigene Rechnung. Ein A5/B5-5W-30 darf im HTHS zwischen 2,9 und 3,5 mPa·s liegen und damit unter dem Boden von 3,5 mPa·s, den SAE für ein 5W-40 setzt. Ein A3/B4-5W-30 wie das Special Tec LL bleibt Klasse 30 und ist nur zulässig, wenn das Heft Klasse und Freigabe nennt.
Was passiert mit dem Partikelfilter?
Asche aus der falschen Familie setzt den Filter zu. Wo 507 00 gilt, ist ein 5W-40 nach 505 01 das falsche Öl, auch wenn es bei 100 °C dicker ist. C3 deckelt die Sulfatasche bei 0,8 Prozent. Ein A3/B4-5W-30 ohne diese Zeile, etwa das Special Tec LL mit 502 00/505 00, bleibt derselbe Schadenpfad.
Kann ich 5W-30 und 5W-40 zum Nachfüllen mischen?
Nicht als bleibende Füllung. Die Mischung ist kein höherwertiges Öl, sondern zwei Sommerklassen und oft zwei Aschekonzepte ohne gültiges Etikett. Im Notfall dieselbe SAE-Klasse nachfüllen, die bereits im Motor ist, und beim Wechsel auf die Freigabe zurück.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus der Recherche; zuletzt abgerufen am 03.10.2026.

  1. SAE J300_202405, Engine Oil Viscosity Classification (abgerufen am 03.10.2026)
  2. Anton Paar, SAE Viscosity Grades (abgerufen am 03.10.2026)
  3. ACEA Oil Sequences Light-Duty 2021 Rev. 1 (abgerufen am 03.10.2026)
  4. Lubrizol, ACEA C3-21 (abgerufen am 03.10.2026)
  5. API, Latest Oil Categories (abgerufen am 03.10.2026)
  6. Motul Specific 504 00/507 00 5W-30, Produktdaten (abgerufen am 03.10.2026)
  7. Altölverordnung, Kennzeichnung und Rücknahme (abgerufen am 03.10.2026)
  8. ADAC, Altöl entsorgen (abgerufen am 03.10.2026)