WC-Aufstehhilfe montieren – Schritt-für-Schritt-Anleitung

WC-Aufstehhilfe montieren: Befestigungsart prüfen, Herstelleranleitung befolgen, Stabilität testen. Wandmontage, Bodenmontage, ohne Bohren – so geht's.
Inhaltsverzeichnis

Kurz gesagt
Eine WC-Aufstehhilfe montieren Sie je nach Modell an der Wand, am Boden oder ohne Bohren mit einem Saugsystem. Prüfen Sie zuerst die Befestigungsart und die Tragfähigkeit von Wand oder Boden. Befolgen Sie die Herstelleranleitung. Nach der Montage testen Sie die Stabilität – kräftig am Griff ziehen, ob alles hält. Eine Übersicht zu WC-Aufstehhilfen finden Sie in unserem Vergleich.
Wer in einer Mietwohnung nicht bohren darf, kann WC-Aufstehhilfen ohne Bohren nutzen. Sie haften mit Saugtellern auf glatten Fliesen. Die Tragfähigkeit ist begrenzt – für leichtere Personen geeignet. Wer unsicher ist, ob Toilettenstuhl oder Aufstehhilfe die richtige Wahl ist, findet Orientierung in unserem Artikel zu Toilettenstuhl fahrbar oder stationär.
Befestigungsarten im Überblick
Wandmontage: Die Aufstehhilfe wird mit Dübeln und Schrauben an der Wand befestigt. Die Wand muss tragfähig sein – Vollziegel, Beton, massive Wände. Hohlraumwände können problematisch sein, hier brauchen Sie spezielle Dübel. Die Position sollte seitlich am WC sein, in Griffhöhe beim Aufstehen.
Bodenmontage: Ein Schwenkstützgriff wird mit mehreren Befestigungspunkten auf dem Boden montiert. Er steht neben dem WC und kann zur Seite geklappt werden. Der Boden muss eben und tragfähig sein. Ohne Bohren: Saugsysteme wie MOBELI haften auf glatten, porendichten Fliesen. Keine Löcher, aber begrenzte Tragkraft. Ideal für Mietwohnungen.
Wandmontage, Bodenmontage, ohne Bohren
Wandmontage ist die verbreitetste Art. Sie brauchen eine Bohrmaschine, Dübel und Schrauben. Die Haltegriffe werden seitlich am WC positioniert – in einer Höhe, die zum Aufstehen passt. Bodenmontage eignet sich, wenn die Wand nicht tragfähig ist. Der Griff steht auf dem Boden und wird mit mehreren Schrauben fixiert. Ohne Bohren funktioniert nur auf glatten Fliesen – die Saugteller brauchen eine ebene, saubere Oberfläche. WC-Aufstehhilfen ohne Bohren sind eine Option für Mieter.
Vorbereitung: Was Sie brauchen
Werkzeug: Bohrmaschine mit Steinbohrer für Fliesen und Wand, Schraubendreher, Wasserwaage, Maßband. Dübel und Schrauben liegen oft der Aufstehhilfe bei. Prüfen Sie die Wand: Ist sie massiv? Wie dick? Hohlraumwände brauchen spezielle Dübel. Die Position: Die Aufstehhilfe sollte seitlich am WC sein, in einer Höhe von etwa 80 bis 85 Zentimetern – je nach Körpergröße.
Legen Sie die Herstelleranleitung bereit. Jedes Modell hat eigene Montagehinweise. Die Abstände und die Befestigungspunkte können variieren. Bei Unsicherheit hilft das Sanitätshaus – viele bieten Montageservice an.
Schritt-für-Schritt: WC-Aufstehhilfe montieren
Position festlegen: Wo soll der Griff sitzen? Seitlich am WC, in Griffhöhe. Mit der Wasserwaage prüfen, ob die Markierung gerade ist. Bohrlöcher setzen: Mit dem richtigen Bohrer durch die Fliese in die Wand. Vorsicht bei Fliesen – langsam bohren, damit sie nicht springen. Dübel einsetzen, Schrauben anziehen. Nicht überdrehen – Keramik und Fliesen können brechen.
Die Aufstehhilfe anbringen und festziehen. Prüfen, ob sie stabil sitzt. Bei Klappgriffen: Die Klappfunktion testen. Der Griff sollte leicht zu bedienen sein und sicher einrasten.
Schritt 1: Befestigungsart prüfen und Position festlegen
Lesen Sie die Herstelleranleitung. Welche Befestigungsart hat Ihr Modell? Wand, Boden oder ohne Bohren? Prüfen Sie die Wand oder den Boden – ist er tragfähig? Messen Sie die Position: Seitlich am WC, in einer Höhe, die zum Aufstehen passt. Markieren Sie die Bohrlöcher mit einem Bleistift. Mit der Wasserwaage prüfen, ob alles gerade ist. Dann bohren und befestigen. Nach der Montage kräftig am Griff ziehen – hält er? Wenn ja, ist die Montage gelungen. Die Toilettenstuhl-Variante ist ein anderes Hilfsmittel – sie wird nicht montiert, sondern steht frei.
Stabilität prüfen und Sicherheit
Nach der Montage müssen Sie die Stabilität testen. Ziehen Sie kräftig am Griff – als ob Sie sich beim Aufstehen abstützen. Bewegt sich etwas? Knarzt es? Dann nachziehen oder die Befestigung prüfen. Die Aufstehhilfe muss das Körpergewicht tragen können – typisch 100 bis 150 Kilogramm.
Bei Unsicherheit: Sanitätshaus oder Fachbetrieb hinzuziehen. Eine falsch montierte Aufstehhilfe kann mehr schaden als nützen – wenn sie sich löst, ist die Sturzgefahr hoch. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten bei Verordnung, das Sanitätshaus übernimmt oft die Montage.
So montieren Sie Ihre WC-Aufstehhilfe richtig
Die Logik ist einfach: Befestigungsart prüfen, Anleitung befolgen, Stabilität testen. Wer diese Schritte beachtet, montiert seine WC-Aufstehhilfe richtig. Die Herstelleranleitung ist maßgeblich – jedes Modell hat eigene Anforderungen. Bei Zweifel lieber das Sanitätshaus beauftragen.
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Aufstehhilfe und oft auch für die Montage. Das Sanitätshaus rechnet mit der Kasse ab. Sie zahlen nur die Zuzahlung von 5 bis 10 Euro. Mit einer richtig montierten Aufstehhilfe wird das Aufstehen vom WC sicherer – und die Selbstständigkeit bleibt erhalten.
Häufige Fragen
Wie montiere ich eine WC-Aufstehhilfe?
Kann ich eine WC-Aufstehhilfe ohne Bohren befestigen?
Was ist der Unterschied zwischen Wand- und Bodenmontage?
Welches Werkzeug brauche ich für die Montage?
Wie prüfe ich die Stabilität nach der Montage?
Darf ich eine WC-Aufstehhilfe selbst montieren?
Wo muss die WC-Aufstehhilfe positioniert werden?

Mit meinem Hintergrund in der Altenpflege schreibe ich Vergleiche zu Pflegehilfsmitteln, Mobilitätshilfen und Produkten für den Alltag im Alter. Mir ist wichtig, dass die Empfehlungen praxistauglich sind.


