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Alu-Rechteckrohr im Außenbereich

Aktualisiert: September 2026

Sie wollen ein Alu-Rechteckrohr an Terrasse, Zaun, Tor, Solarträger oder Gartenmöbel setzen und hören „Aluminium rostet nicht“. Das ist ungenau: Die Legierung bildet eine Oxidschicht, die in vielen Atmosphären schützt – und in Spalten, Salz und unglücklichen Metallpaarungen lokal versagt. Ob roh EN AW-6060 draußen bleibt, entscheidet das Detail, nicht der Produktkasten „für innen und außen“. Die [Übersicht Alu-Rechteckrohr](/hub/stangen-rohre/alu-rechteckrohr) listet Anbieterangaben; hier planen Sie Umgebung, Wasser, Kontakte und Bewegung. Eine statische Freigabe folgt daraus nicht.

Sie wollen ein Alu-Rechteckrohr an Terrasse, Zaun, Tor, Solarträger oder Gartenmöbel setzen und hören „Aluminium rostet nicht“.

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Inhalt

Was Aluminium draußen schützt

An Luft entsteht auf Aluminium eine dünne, festhaftende Oxidschicht. Sie passiviert die Fläche, solange sie geschlossen bleibt und kein Elektrolyt dauerhaft darunter arbeitet. EN AW-6060 gilt in Datenblättern als korrosionsbeständig in üblicher Atmosphäre; das beschreibt das Blech im Regal, nicht die Schraubenmulde voller Laub und Regen. Kratzer durch Rohversand verletzen die Schicht – sie heilt an freier Luft oft nach, in einem feuchten Spalt unter einer Stahlplatte nicht. Die natürliche Schicht reicht nicht, wenn Chlorid (Meeresnähe, Tausalz), dauernde Nässe, saure oder alkalische Reiniger oder Holzschutzmittel die Umgebung prägen. Dann brauchen Sie konstruktive Trennung, Ablauf und oft eine definierte Oberfläche (Eloxal, Beschichtung), nicht nur „etwas dicker“. Beispiel: ein 2-m-Holm als untere Zarge eines Gartentors, innen hohl, unten ohne Bohrung – Kondensat steht, der Schnittgrat hält Schmutz. Dieselbe Legierung als senkrechter Pfosten mit Entwässerung unten überlebt länger.

Kontaktkorrosion vermeiden

Bimetallkorrosion braucht drei Dinge gleichzeitig: elektrisch leitenden Kontakt, ein Elektrolyt (Wasser, Tau, Salzfilm) und hinreichende Potentialdifferenz. Aluminium ist unedler als Edelstahl und Kupfer; die kleine Aluminiumfläche neben einer großen Edelstahlplatte wird im Elektrolyten zur Anode. A2- oder A4-Schrauben „direkt ins Alu“ sind deshalb nicht pauschal verboten und nicht pauschal harmlos: Trocken, mit passender Scheibe und regelmäßigem Ablauf kann die Paarung im Gartenmöbel jahrelang halten. Im Küstenzaun mit Staunässe unter dem Schraubenkopf ist dieselbe Schraube ein Risiko. Isolation muss den Strompfad vollständig unterbrechen: Kunststoffhülse durch das Loch, isolierende Scheiben unter Kopf und Mutter, Dichtmasse gegen den Spalt – eine einzelne Unterlegscheibe aus Kunststoff, während der Gewindeschaft blank im Aluminium reibt, reicht oft nicht. Flächenverhältnis: lieber viel Aluminium, wenig Edelstahl. Kupfer und Messing meiden. Die Verbindungstechnik steht unter Alu-Rechteckrohr verbinden; draußen kommt die elektrische und nasse Trennung dazu.

Wasserablauf und thermische Bewegung planen

Hohlprofile müssen Wasser und Kondensat führen, nicht speichern. Senkrechte Stiele: Öffnung unten oder definierte Bohrung. Waagerechte Holme: Gefälle, keine geschlossenen Endkappen ohne Ablauf, keine dauerhaft nassen Holzauflagen ohne Trennlage. Schnittenden der Rohware sind oft unentgratet – Grat hält Schmutz; nach dem Schneiden und Bohren entgraten und die Entwässerung bewusst setzen. Holz auf Aluminium ist kein neutraler Untergrund: feuchtes Holz und metallische Verbindungsmittel halten den Elektrolyten im Spalt. Eine Trennlage (EPDM, Kunststoff) und Abstandhalter kosten wenig. Für EN AW-6060 steht ein linearer Ausdehnungskoeffizient um 23,4 × 10⁻⁶ je Kelvin. Zwei Meter Profil, 50 K Temperaturhub, ergeben rund 2,3 mm Längenänderung. Langlöcher, gleitende Auflager oder weiche Zwischenlagen gehören an den Anschluss, nicht starre Verschraubung an beiden Enden gegen Beton.

Oberfläche und Wartung

Roh belassen Sie, wenn Kratzer egal sind, die Umgebung mild ist und Sie jährlich auf Spalte, weiße Beläge und lockere Schrauben schauen. Eloxal verdickt die Oxidschicht – Kanten nach dem Sägen sind dann nackt und brauchen Nacharbeit. Pulverbeschichtung schützt und kaschiert, versagt an ungeschützten Schnitten, Steinschlag und hinter Staunässe; Beschichtung ersetzt keine Entwässerung. Aggressive Scheuermittel und chlorhaltige Reiniger gehören nicht an die Fläche. Ein 2-m-Holm, der im Frühjahr mit Streusalz vom Weg gespritzt wird, braucht nach dem Winter Spülen der Fußpunkte. Weißer pulveriger Belag in einem Dauerspalt ist ein Warnzeichen. Rohprofile aus dem Display sind unbehandelt: Reviews nennen Kratzer bereits bei Ankunft – draußen werden das Startpunkte, wenn Schmutz und Salz bleiben. Maß und Wand kaufen Sie in der Kaufberatung.

Fazit: Detail vor „rostet nicht“

Wenn der Rahmen ein Blumenkasten oder eine nicht tragende Blende ist, reichen Ablauf, Isolation und ehrliche Oberfläche. Wenn Geländer, Torflügel, Überdachung oder Solar auf dem Dach anstehen, tragen Produktzeilen „korrosionsbeständig“ und Sterne aus Möbelreviews das nicht. Dann Werkstoff, Verbindung und Fundament zusammen planen lassen – und das Rechteckrohr nur noch als spezifizierte Stange einkaufen.

Häufige Fragen

Kann rohes EN-AW-6060 dauerhaft draußen bleiben?
In milder Atmosphäre, mit Ablauf, ohne nassen Spalt und ohne ungünstige Metallpaarung oft ja. Salz, Staunässe und kleine Alu-Fläche an großem Edelstahl sprechen dagegen oder verlangen extra Schutz.
Wann reicht die natürliche Oxidschicht nicht?
Bei Chloriden, dauerhafter Feuchte in Spalten, aggressiver Chemie und mechanisch ständig verletzter Oberfläche. Dann Eloxal oder Beschichtung plus Konstruktion, nicht nur Hoffnung auf Selbstheilung.
Können A2- oder A4-Schrauben direkt ins Aluminium?
Nur mit Bewertung von Spalt, Elektrolyt und Flächenverhältnis. Trocken mit vollständiger Isolation ist etwas anderes als eine blanke Schraube im Salzwasserfilm. Nicht pauschal ja oder nein.
Wie trennt man Edelstahl und Aluminium vollständig?
Hülse im Loch, isolierende Scheiben beidseitig, kein metallischer Kontakt am Schaft, Dichtung gegen Feuchte. Eine einzelne Scheibe unter dem Kopf genügt oft nicht.
Wie müssen Wasser und Kondensat ablaufen?
Gefälle, Öffnungen an Tiefpunkten, keine geschlossenen Hohlräume ohne geplanten Ablauf, Grate entfernen, die Schmutz halten.
Wie stark dehnt sich ein zwei Meter langes Profil?
Mit 23,4 × 10⁻⁶/K und 50 K Unterschied rund 2,3 mm auf 2 m. Anschlüsse müssen das schlucken.
Wann sind Eloxal oder Pulverbeschichtung sinnvoll?
Sichtflächen, Küste, Pflegearmut, definierte Farbe. Schnitte nachbearbeiten. Kein Ersatz für Entwässerung und Isolation.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Deep Research; zuletzt abgerufen am 23.09.2026.

  1. DIN Media, DIN EN 755-8:2016 (abgerufen am 23.09.2026)
  2. Allega, EN AW-6060 Rechteckrohre (abgerufen am 23.09.2026)
  3. Hydro, EN AW-6063 Werkstoffdatenblatt (abgerufen am 23.09.2026)
  4. Fraunhofer WKI, Korrosion metallischer Verbindungsmittel (abgerufen am 23.09.2026)
  5. Merkblatt 829, Edelstahl Rostfrei in Kontakt mit anderen Werkstoffen (abgerufen am 23.09.2026)
  6. Aluminium am Bau, Einfache Spannungsnachweise (abgerufen am 23.09.2026)
  7. Klöckner Facts, EN AW-6060 (abgerufen am 23.09.2026)
  8. Aluminium Online Shop, Rechteck- und Vierkantrohre (abgerufen am 23.09.2026)