Heizung automatisieren mit Smarthome-Thermostat – Routinen, Szenen und Bedingungen

Aktualisiert: Februar 2026

Heizung automatisieren mit einem Smarthome-Thermostat bedeutet, die Temperatursteuerung in Routinen, Szenen und Bedingungen einzubinden. Statt manuell die App zu öffnen oder am Thermostat zu drehen, reagiert die Heizung auf Ereignisse: Niemand zu Hause → 17 °C. Fenster offen → Heizung aus. Morgens um 6 Uhr → 21 °C. Die Automatisierung läuft über Alexa, Google Home, Home Assistant oder die Hersteller-App – je nach System. Die Einsparung kann 15 bis 25 Prozent betragen, wenn die Automatisierung sinnvoll genutzt wird. Im Vergleich zu reinen Zeitprogrammen bietet die Automatisierung mehr Flexibilität – sie reagiert auf dein tatsächliches Verhalten statt auf feste Zeiten. Im Smarthome-Thermostate-Vergleich findest du Modelle mit Automatisierungsoptionen. Für Heizkörper pro Raum siehe Smarthome-Heizkörperthermostate. Wer maximale Flexibilität will, nutzt Home Assistant.

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Typische Automatisierungen im Alltag

Praktischer Tipp: Nicht überkomplizieren

Einfache Zeitprogramme sparen oft genauso viel wie komplexe Automatisierung. Erst die Basics nutzen – Mo–Fr 6–22 Uhr 20 °C, sonst 17 °C – dann erweitern. Wer zu viel auf einmal einrichtet, verliert den Überblick und nutzt die Features nicht.

Plattformen: Wo automatisieren?

Hersteller-Apps von Tado, Netatmo und anderen bieten Geofencing, Fenster-Erkennung (bei manchen Modellen), Zeitprogramme. Einfach einzurichten, aber begrenzt in der Flexibilität. Du bist an die Logik des Herstellers gebunden – wenn du „Fenster auf + Licht aus" als Bedingung willst, geht das oft nicht. Alexa und Google Home: Routinen mit Zeit- oder Geräte-Trigger. „Wenn Fensterkontakt offen, dann Heizung aus." Abhängig von den verbundenen Geräten – nicht jedes Thermostat unterstützt alle Plattformen. Die Einrichtung erfolgt in der jeweiligen App unter „Routinen" oder „Automationen". Home Assistant: Maximale Flexibilität. Beliebige Bedingungen (Zeit, Gerätezustand, Personen-Anwesenheit, Wetter), beliebige Aktionen. Für Fortgeschrittene – die Lernkurve ist steiler, aber die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Beispiel: „Wenn niemand zu Hause UND Außentemperatur unter 5 °C, dann Frostschutz 15 °C. Wenn erste Person zurück, dann 20 °C." Solche Szenarien sind mit Hersteller-Apps kaum umsetzbar.

Praktische Tipps für sinnvolle Automatisierung

Fenster-Erkennung spart Energie – Heizen bei offenem Fenster ist Verschwendung. Fensterkontakte sind günstig (10–30 €), die Integration braucht eine passende Plattform. Bei Home Assistant: Zigbee-Fensterkontakte von Aqara, Sonoff oder Ikea funktionieren zuverlässig. Geofencing kann nerven – z.B. wenn du kurz einkaufen fährst und die Heizung runterfährt. Radius groß genug wählen (500 m–1 km) oder Zeitverzögerung einbauen (erst nach 30 Min Abwesenheit runterfahren). Manche Hersteller bieten „Smart Schedule" – das System lernt deine Gewohnheiten und passt die Zeiten an. Ob das besser ist als manuelle Programmierung, hängt vom Nutzer ab. Ein häufiger Fehler: Zu viele Automatisierungen gleichzeitig. Besser: Eine nach der anderen einrichten, testen, optimieren. Wenn etwas nicht funktioniert, ist die Fehlersuche einfacher.

Häufige Fragen

Wie automatisierte ich meine Heizung mit Alexa?
Routinen in der Alexa-App: „Routine hinzufügen", Trigger wählen (Zeit, Sprachbefehl, Gerät), Aktion „Thermostat" → Temperatur setzen. Das Thermostat muss mit Alexa verbunden sein. „Alexa, Gute Nacht" kann Heizung auf 17 °C setzen. Voraussetzung: Das Thermostat unterstützt Alexa – Tado, Netatmo, Nest und andere sind kompatibel.
Brauche ich Home Assistant für Heizungs-Automatisierung?
Nein. Hersteller-Apps, Alexa und Google Home reichen für die meisten Szenarien. Home Assistant ist für Nutzer, die maximale Flexibilität wollen – z.B. Fensterkontakt + Heizung + komplexe Bedingungen. Wer nur Geofencing und Zeitprogramme braucht, kommt ohne aus.
Spart Automatisierung Heizkosten?
Ja, wenn sinnvoll genutzt. Geofencing und Fenster-Erkennung können 15 bis 25 Prozent einsparen – vor allem, wenn du sonst vergisst, die Heizung runterzudrehen. Zeitprogramme allein bringen schon 10 bis 15 Prozent. Automatisierung steigert den Effekt, wenn sie dein Verhalten abbildet. Wer das Thermostat nie anfasst, spart nichts – egal wie smart das System ist.
Welche Thermostate unterstützen Fenster-Erkennung?
Tado hat eine integrierte Fenster-Erkennung (öffnet sich ein Fenster in der Nähe, wird die Heizung runtergefahren). Netatmo und andere nutzen externe Fensterkontakte. Mit Home Assistant kannst du beliebige Fensterkontakte mit beliebigen Thermostaten verknüpfen.
Kann ich Automatisierung ohne Cloud nutzen?
Ja – mit Zigbee- oder Z-Wave-Thermostaten und Home Assistant. Alles läuft lokal, keine Hersteller-Cloud nötig. WLAN-Thermostate mit Hersteller-Apps nutzen meist die Cloud für Automatisierung – bei Internetausfall können Routinen ausfallen.

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