Klickpedale oder Flatpedale: Entscheidung am Notausstieg

Klickpedale oder Flatpedale: Ungeübte entscheiden am Notausstieg. Im Weltcup-Downhill dominiert oft Klick, Anfänger bleiben mit Pins auf der Plattform sicherer.
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Sie rollen an die Ampel, der Fuß soll runter, und das Pedal lässt ihn nicht los. Die Frage Klickpedale oder Flatpedale fällt in dieser Sekunde nicht über Watt oder über das, was im Renntross üblich ist. Sie fällt darüber, ob die Ferse noch dreht, bevor das Rad steht. Wer von der Plattform kommt, gibt einen freien Fuß ab und bekommt dafür eine feste Stellung. Wer den Klick schon kann, merkt den Verlust dieser Stellung auf dem ersten langen Anstieg.
Im Downhill-Weltcup fahren die Fahrer überwiegend mit Klickpedalen. Für Ungeübte bleiben Plattformpedale mit Pins der sicherere Notausstieg. Beides gilt gleichzeitig. Cross-Country legt den Klick nahe, weil die Anstiege lang und die Stopps planbar sind. Im Enduro sind beide Systeme unterwegs. Die Disziplin am Rad schreibt die Pedale nicht vor. Was zählt, ist der Moment, in dem der Fuß das Pedal verlassen muss: Ampel, Geröll, nasses Brett, Matsch.
Kurz gesagt
Klickpedale halten den Schuh über ein Cleat fest und lösen per Fersendrehung. Plattformpedale halten über Pins und Sohle, der Fuß geht jederzeit herunter. Ungeübte gewinnen mit der Plattform den Notausstieg. Geübte gewinnen mit dem Klick eine ruhige Fußstellung und eine höhere Trittfrequenz. Ein Kombi-Pedal überbrückt den Wechsel für ein paar Wochen. Es ersetzt keines der beiden Systeme auf der Abfahrt.
Was Klickpedale oder Flatpedale mechanisch tun
Ein Plattformpedal ist eine Fläche. Metallpins ragen daraus hervor, die Sohle hakt sich darin fest, und der Fuß kann in jedem Moment seitlich oder nach hinten abrutschen. Der Halt kommt aus Reibung und aus der Zahl der Pins, nicht aus einer Verriegelung. Eine große Trail-Plattform im Vergleich der MTB-Pedale misst 11 mal 12 Zentimeter und trägt sieben justierbare Pins je Seite. Liegt eine harte Sohle nur auf den Spitzen, wandert der Fuß, sobald Wasser oder Staub dazwischen kommt. Drehen Sie dieselben Pins zu weit heraus, trifft ein verpasster Tritt das Schienbein mit der vollen Kante.
Ein Klickpedal verriegelt ein Cleat unter der Sohle. Am Mountainbike ist das in der Regel SPD: zwei Schrauben, das Cleat sitzt vertieft, der Schuh bleibt auf Asphalt halbwegs begehbar. Rennrad-Cleats mit drei Schrauben, SPD-SL oder Look, gehören an ein anderes Pedal und an einen anderen Schuh. Die Auslösekraft sitzt an einer Schraube am Pedal. Leicht eingestellt, schwenkt die Ferse das Cleat aus der Bindung. Steht die Schraube hart, braucht dieselbe Bewegung mehr Kraft, und im Schreck bleibt der Fuß oben.
Beide Bauarten nutzen am normalen Erwachsenenrad dasselbe Gewinde, 9/16 Zoll. Die linke Seite ist ein Linksgewinde: Festziehen läuft gegen den Uhrzeigersinn, sonst wandert das Pedal unter Last heraus. Die Kurbel bleibt beim Wechsel von der Plattform auf Klick dieselbe, solange dieses Gewinde passt. Was sich ändert, sind Schuh und Cleat. Ein Carbon-Kurbelarm will mitunter eine Unterlegscheibe unter dem Pedal, ein Aluminiumarm in der Regel nicht.
Wo Plattformpedale den Notausstieg gewinnen
Der freie Fuß ist der Punkt, an dem Flatpedale für Einsteiger gewinnen. Sie setzen ab, ohne eine Drehung erinnern zu müssen. Im Geröll rutscht der Fuß nach hinten vom Pedal, statt das Rad in den Sturz mitzunehmen. Genau deshalb bleiben Ungeübte mit Pins sicherer, auch dort, wo im Downhill-Weltcup überwiegend Klick gefahren wird. Die Fahrer dort haben die Fersendrehung so oft gemacht, dass sie im Schlagloch auslöst. Diese Routine fehlt nach dem ersten Nachmittag.
Pins greifen in eine weiche Gummisohle. Eine harte Sohle von der Straße liegt auf den Spitzen und rutscht, sobald Wasser oder Staub dazwischen kommt. Der häufige Fehler: die Pins weit herausdrehen und dann mit dem alten Freizeitschuh fahren. Der Schuh gewinnt so keinen Griff, das Schienbein sammelt die Treffer. Im Vergleich der Fahrradpedale liegen Plattform und Klick nebeneinander, bevor Sie nur nach der Pin-Zahl greifen. Sieben Pins auf 11 mal 12 Zentimetern sind eine große Trail-Fläche. Eine kleinere Stadtplattform gibt im Geröll früher auf.
Die Grenze zeigt sich am langen Anstieg und im Wiegetritt. Der Fuß sucht sich bei jedem Tritt eine neue Stelle. Nach einer Stunde steht er weiter vorn oder weiter außen als am Start, und Wade und Knie arbeiten gegen diese Wanderung. Wer das akzeptiert, fährt Flat auch im Enduro. Wer die Stellung fest haben will, ist bei der Plattform an der Stelle, an der sie aufhört zu helfen.
Wo SPD-Pedale die Trittfrequenz stützen
Der Klick setzt den Fuß jedes Mal an dieselbe Stelle. Ballen über der Achse, Ferse ruhig, und die Trittfrequenz kann steigen, ohne dass der Schuh nach vorn rutscht. Auf langen Anstiegen ist das der konkrete Gewinn: weniger Suchen, gleichmäßiger Zug, auch ein Stück Zug nach oben, sobald das Cleat sitzt. Eine Watt-Zahl, die für jeden Fahrer gilt, steht dahinter nicht. Wer die Auslösung noch sucht, verschenkt den Gewinn an der nächsten Ampel.
SPD-Pedale am MTB lösen über die Ferse. Die Kraft stellen Sie am Pedal ein, nicht am Schuh. Für die ersten Wochen gehört der Regler auf die leichteste Stufe, dann reicht eine kleine Drehung. Steht er auf hart, bleibt der Fuß im Stopp oben, und das Rad kippt zu der Seite, auf der Sie nicht absetzen können. Nach einigen Ausfahrten dürfen Sie die Schraube eine Stufe fester drehen, wenn der Fuß auf Waschbrett ungewollt frei kommt. Vorher ist fest der falsche Regler.
Matsch setzt dem Cleat eine zweite Grenze. Erde packt sich in die Bindung und in die Vertiefung unter der Sohle. Das Pedal klickt nicht ein, oder es klickt ein und löst schlecht. Eine Kante, ein Stock oder der Sohlenrand kratzt die Klötze frei. Rechnen Sie dafür eine Minute ein. Auf dem Heimweg nach Regen bleiben viele deshalb bei den Pins.
Schuhe, Cleats und das Ausklicken
Ohne passenden Schuh ist das Klickpedal eine Metallfeder ohne Gegenstück. Der MTB-Schuh trägt die zwei Gewinde für SPD, das Cleat liegt vertieft, und Sie können damit laufen, ohne auf einem vorstehenden Rennrad-Cleat zu rutschen. Bei SPD liegt das Anzugsmoment in der Herstellerangabe bei fünf bis sechs Newtonmetern. Mit dem langen Inbus bis zum Anschlag überdrehen Sie das Gewinde in der Sohle. Sitzt die Platte nicht plan, wandert das Cleat danach trotzdem.
Die Stellung entscheiden Sie in kleinen Schritten. Der Start liegt mittig unter dem Ballen, nicht unter der Schuhmitte und nicht ganz vorn an den Zehen. Zeigt die Ferse nach dem Einrasten stark nach außen oder innen, versetzen Sie das Cleat um wenige Millimeter. Eine schiefe Stellung meldet sich als Druck am Knie nach dreißig bis vierzig Minuten. Deshalb bleibt die erste Ausfahrt kurz.
So üben Sie den Ausstieg, bevor der erste Stopp im Verkehr liegt.
- Stellen Sie die Auslösekraft auf die niedrigste Stufe und schrauben Sie die Cleats zuerst mittig unter den Ballen.
- Rasten Sie an einer Wand oder auf der Wiese ein und drehen Sie die Ferse, bis das Cleat hörbar frei ist. Eine Viertelstunde am ersten Tag, einige Minuten je Seite, reicht als Start.
- Klicken Sie danach immer den Fuß aus, den Sie zuerst absetzen, und tun Sie das, bevor das Rad steht.
Die Grenze dieser Übung ist der Parkplatz zwischen Autos. Dort ist der erste Fehlversuch teurer als auf der Wiese. Zwei kurze Runden auf ruhigem Asphalt am nächsten Tag festigen die Drehung. Ein Feierabendrennen als erste Klick-Ausfahrt stapelt zu viele neue Bewegungen.
Das Kombi-Pedal nur als Übergang
Ein Kombi-Pedal trägt auf einer Seite die SPD-Bindung und auf der anderen eine kleine Plattform. Sie fahren mit dem Klickschuh zur Arbeit und mit dem normalen Schuh zum Einkauf, ohne die Pedale zu tauschen. Im Vergleich der Klickpedale ist das Shimano PD-EH500 der Testsieger dieses Feldes: SPD, Cleats dabei, Auslösehärte einstellbar, Gewinde 9/16 Zoll, gelistet mit 44,99 Euro und 4,7 Sternen aus 4.180 Bewertungen. Das ist eine breite Käuferbasis, keine Labornote und kein Urteil über Rennpedale, die in diesem Set gar nicht liegen.
Die Grenze steht in denselben Rückmeldungen. Die Metallnoppen der flachen Seite lösen sich nach Monaten, danach rutscht der normale Schuh auf der Plattform. Das Pedal dreht sich nicht zuverlässig auf die Seite, die Sie gerade brauchen, und Sie treten auf die Bindung, obwohl der freie Schuh oben liegen soll. An den Lagern tritt nach einigen hundert Kilometern Fett aus. Für den Übergang von Flat auf Klick, für Stadt und Gravel mit zwei Schuhpaaren, trägt das Paar diese Kompromisse. Für eine Abfahrt mit beidseitigem Einrasten oder einer großen Pin-Plattform ist es das falsche Werkzeug. Dann wählen Sie ein reines System.
Häufige Fragen
Sind Klickpedale im Downhill gefährlich?
Was bringen Pins an Plattformpedalen?
Brauche ich für Klickpedale spezielle Schuhe?
Wie übe ich das Ausklicken?
Was ist ein Kombi-Pedal?
Setzen sich Cleats im Matsch zu?
Welches System eignet sich für lange Anstiege?
Kann ich später wechseln, ohne die Kurbel zu tauschen?

Mit langjähriger Praxis zu Garten, Outdoor und Freizeitprodukten betreut er Vergleiche zu Freizeit, Sport und Nutzung im Freien.
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