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ECE 22.06 Motorradhelm: Label lesen und Altbestand

RechtlichesOktober 20266 Min. Lesezeit
Etikett am Kinnriemen eines Motorradhelms mit E-Kreis und Prüfnummer

ECE 22.06 Motorradhelm: Was die aktuelle Helmnorm prüft, wie Sie 05 und 06 am Kinnriemen lesen und warum der Altbestand keine Tauschpflicht ist.

Testsieger AGV K3 E2206
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Der neue Helm ist ausgepackt, und am Kinnriemen sitzt das Etikett: ein E im Kreis, eine Zahlenfolge, ein Buchstabe. ECE 22.06 Motorradhelm ist die Serie, die Sie beim Neukauf dort suchen. Die ältere Serie 22.05 im Schrank wird dadurch nicht automatisch unzulässig. Dieser Text sortiert Prüfung, Label und Fahrstellung. Er ersetzt keine Kontrolle im Einzelfall.

Kurz gesagt

Beim Neukauf lesen Sie am Kinnriemen die Prüfnummer mit der Anfangsziffer 06 und den Buchstaben P, J oder P/J. Ein unbeschädigter Helm nach ECE 22.05 aus dem Bestand darf nach den deutschen Fachquellen weiter genutzt werden. § 21a StVO verlangt einen geeigneten Schutzhelm und nennt keine Revisionsnummer. Markenprotokolle und Rennzulassungen ersetzen dieses Etikett nicht.

Was die Prüfung am ECE 22.06 Motorradhelm misst

ECE 22.06 ist die Änderungsserie 06 der UN-Regelung Nr. 22. Sie ist eine Typgenehmigung: Ein Helmmodell besteht oder es besteht nicht. Die Serie erzeugt keine Sterne und keine Reihenfolge zwischen zwei Helmen, die beide 22.06 tragen. Gegenüber ECE 22.05 arbeitet das Labor mit mehr Aufprallpunkten. Ein Teil liegt fest, ein Teil wählt die Prüfstelle innerhalb vorgegebener Zonen. Fachübersichten nennen für den harten Schlag eine Auftreffgeschwindigkeit um 8,5 m/s und für den milderen um 6,0 m/s. Die Serie 05 lag im Wesentlichen bei 7,5 m/s.

Zusätzlich trifft der Helm auf einen schrägen Amboss. Gemessen wird dabei auch die Drehbewegung. Ein bestandener Typ beschreibt den neuen Helm, nach einem realen Aufprall die Schale nicht mehr. Visier, Sonnenblende und Kinnriemen gehören in dieselbe Genehmigung. Eine Intercom-Tasche ist eine Aufnahme. Ein späteres Loch in der Schale liegt außerhalb der geprüften Schale.

ECE 22.05 oder 22.06: das Label am Kinnriemen

Die Prüfnummer steht auf dem Label am Kinnriemen, manchmal zusätzlich im Futter. Der Werbetitel, die Modellzeile E2206 und ein Aufnäher auf der Schale sind Hinweise. Das Etikett am Riemen ist der Nachweis, den Sie anfassen können.

  1. Suchen Sie das eingenähte oder angenietete Etikett am Riemen und streichen Sie es glatt.
  2. Lesen Sie den Kreis mit E und der Ziffer als Land der Genehmigungsbehörde, etwa E1 für Deutschland oder E3 für Italien.
  3. Lesen Sie die Prüfnummer, die mit 05 oder 06 beginnt. 06 bedeutet ECE 22.06, 05 bedeutet ECE 22.05.
  4. Lesen Sie den Buchstaben dabei: P, J, NP oder P/J. Er legt die geprüfte Bauart fest.
  5. Trennen Sie Fertigungsnummer und Größenzeile von der Prüfnummer. Größe M ist keine Genehmigung.
  6. Fotografieren Sie das lesbare Etikett und legen Sie das Bild zur Rechnung.

Der häufige Fehler ist, die Länderziffer im Kreis für die Serie zu halten. E1 heißt Deutschland als genehmigende Behörde. Die Serie steht in der 05 oder 06 am Anfang der Prüfnummer. Zwei Kartons derselben Modellfamilie können nebeneinander liegen, und nur einer trägt die neue Serie. Das Etikett bleibt am Riemen. Wer es abschneidet, entfernt den Nachweis. Waschen dürfen Sie die herausnehmbaren Polster. Den Riemen mit dem Label legen Sie dabei beiseite.

StVO: geeigneter Helm und der Altbestand

§ 21a StVO verlangt einen geeigneten Schutzhelm, wenn Sie ein Kraftrad oder bestimmte offene drei- oder mehrrädrige Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h führen oder darauf mitfahren. Der Absatz nennt keine ECE-Revisionsnummer. Im Alltag ist das ECE-Kennzeichen der Nachweis, mit dem ein Helm als geeignet gilt. Ohne geeigneten Helm handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit.

Der ADAC beschreibt, dass die Serie 22.06 seit Juni 2022 gilt und die Produktion nach 22.05 seit Juni 2023 eingestellt ist. Vorhandene Helme nach 22.05 dürfen weiter genutzt werden. Eine Tauschpflicht nur wegen der neuen Ziffer steht in diesen Quellen nicht. Ein Sturz, ein Riss oder ein Visier, das nicht mehr schließt, sind Tauschgründe bei beiden Serien. Fünf bis sieben Jahre ab Kaufdatum sind eine Herstellerempfehlung. § 21a setzt daneben kein Ablaufdatum.

Ein reines DOT-Zeichen aus dem US-Markt ersetzt das ECE-Etikett für den Neukauf in Deutschland nicht. Österreich und die Schweiz verlangen ebenfalls einen geeigneten Helm. Eine Genehmigung nach Regelung Nr. 22 ist dort der anerkannte Nachweis.

Klapphelm: P/J und die offene Stellung

P steht für die Prüfung mit schützendem Kinnteil, also die geschlossene Stellung. J steht für die Jet-Stellung ohne diesen Kinnschutz. P/J bedeutet, dass beide Stellungen genehmigt sind. NP markiert ein unteres Gesichtsteil ohne Schutzprüfung. Steht nur P auf einem Helm, dessen Bügel hochklappt, ist die genehmigte Fahrstellung die verriegelte, geschlossene. Dass das Scharnier leicht geht, erzeugt keine Jet-Freigabe. In der J-Stellung fehlt der Kinnschutz für die Strecke, die Sie offen zurücklegen.

Geschlossen bleibt ein Klapphelm ein Helm mit Scharnier. Die P-Stellung macht ihn nicht zu einem Integral mit festem Bügel. Die Bauarten liegen im Integralhelm-Vergleich und im Klapphelm-Vergleich nebeneinander. Der Buchstabe auf Ihrem Etikett bleibt die Prüfung des konkreten Stücks. Mechanik und Genehmigung bleiben zwei Zeilen.

FIM, UN R22 und Markenprotokolle

UN R22 in der Serie 06 ist die Straßen-Genehmigung. Die FIM-Homologation ist eine zusätzliche Zulassung für den Rundkurs. Für die öffentliche Straße zeigen Sie das Etikett der Regelung Nr. 22 am Kinnriemen. Ein FIM-Hinweis auf der Schale beantwortet nicht, ob die Prüfnummer mit 06 beginnt. Extreme Safety bei AGV beschreibt, wie die Marke über das Normmindestmaß hinaus konstruieren will. Es bleibt ein Herstellerprotokoll und ersetzt die Anfangsziffer 06 nicht.

Im AGV-Helm-Vergleich trägt der K3 E2206 den Testsieger, die XL-Karte bei 169 Euro, weil der Score 88 mit der teureren Schwesterkarte gleichauf liegt und der niedrigere Streetpreis entscheidet. 4,4 Sterne aus 445 Bewertungen und die Listing-Zeile ECE 22.06 stehen dort. Der Vergleich sortiert Ausstattung und Stimmen. Er nimmt Ihnen das Lesen des gelieferten Riemens nicht ab. Ein Visier, das zur Genehmigung gehört, ist mitgeprüft. Eine geklebte Kamera oder ein Schirm außerhalb der Homologation sitzen neben diesem geprüften Zustand.

Unlesbares Label und der Neukauf

Ein Etikett, das ausgeblichen, abgerissen oder abgeschnitten ist, trägt die Serie nicht mehr. Beim neuen Helm fotografieren Sie das Etikett, bevor der Karton ins Altpapier wandert. Beim Gebrauchtkauf lesen Sie das Etikett in der Hand des Verkäufers, bei Tageslicht. Fehlt eine lesbare 05 oder 06 oder fehlt P, J beziehungsweise P/J, lassen Sie den Helm liegen. Ein mündliches Versprechen ersetzt das Stück vor Ihnen nicht.

Für den Neukauf filtern Sie zuerst auf ECE 22.06 und prüfen danach den gelieferten Riemen. Der Motorradhelm-Vergleich ist das breitere Regal über die Marken hinweg. Die Listing-Zeile ist der Filter vor dem Kauf, das Etikett die Kontrolle nach dem Auspacken. Solange am eigenen Helm 22.05 lesbar ist, die Schale keinen Sturzschaden zeigt und der Sitz stimmt, beschreiben die Fachquellen keinen Zwangstausch. Die Norm bewertet den Typ. Sie klebt kein neues Etikett auf einen abgeschnittenen Riemen.

Häufige Fragen

Was ändert ECE 22.06 gegenüber 22.05?
Die Serie 06 prüft mehr Aufprallpunkte, darunter Punkte, die das Labor in festgelegten Zonen selbst wählt. Fachübersichten nennen eine höhere Stufe um 8,5 m/s und eine niedrigere um 6,0 m/s, wo die Serie 05 im Wesentlichen bei 7,5 m/s lag. Hinzu kommt ein schräger Aufprall, bei dem die Drehbewegung mitgemessen wird. Visier und innenliegende Sonnenblende gehören zur Prüfung, ebenso der Halt über den Kinnriemen. Beide Serien sind eine Bestehensprüfung für den neuen Helmtyp.
Muss ich einen Helm nach ECE 22.05 tauschen?
Eine allgemeine Pflicht, einen unbeschädigten Helm der Serie 22.05 nur wegen der neueren Serie wegzuwerfen, nennt § 21a StVO nicht. Der ADAC beschreibt, dass die Serie 22.06 seit Juni 2022 gilt und die Produktion nach 22.05 seit Juni 2023 eingestellt ist. Vorhandene Helme der alten Serie dürfen weiter genutzt werden, solange sie geeignet bleiben: lesbares Kennzeichen, kein Sturzschaden, passender Sitz. Beim Neukauf filtern Sie auf 22.06.
Wie lese ich das Label am Kinnriemen?
Suchen Sie das eingenähte oder angenietete Etikett am Riemen. Der Kreis mit E und einer Ziffer nennt das Land der Genehmigungsbehörde, etwa E1 für Deutschland oder E3 für Italien. Die Prüfnummer beginnt mit 05 oder 06. 06 steht für ECE 22.06, 05 für ECE 22.05. Daneben steht P, J, NP oder P/J. Eine Fertigungsnummer und die Größenangabe sind nicht die Prüfnummer. Der Text auf der Produktseite ersetzt das Etikett am gelieferten Stück nicht.
Was bedeutet P/J am Motorradhelm?
P bezeichnet die Prüfung mit schützendem Kinnteil, also die geschlossene Stellung. J bezeichnet die Jet-Stellung ohne diesen Kinnschutz. P/J heißt, dass beide Stellungen genehmigt sind. Steht nur P auf einem Klapphelm, ist die genehmigte Fahrstellung die verriegelte, geschlossene. Dass das Kinnteil mechanisch hochklappt, erzeugt diese Freigabe nicht. NP markiert ein Kinnteil, das nicht als Schutz geprüft ist.
Reicht ECE für die Helmpflicht nach der StVO?
§ 21a StVO verlangt einen geeigneten Schutzhelm für Fahrer und Mitfahrer auf Krafträdern mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h. Der Absatz nennt keine ECE-Revisionsnummer. Im Straßenverkehr ist das ECE-Kennzeichen der übliche Nachweis, dass ein Helm als geeignet gilt. Die Helmnorm prüft den Typ im Neuzustand. Sie prüft nicht, ob diese Schale auf Ihrem Kopf sitzt. Ein reines DOT-Zeichen ersetzt das ECE-Etikett für den Neukauf in Deutschland nicht.
Was ist FIM im Vergleich zu ECE?
FIM ist eine Homologation für den Rennsport auf der Strecke. Sie kann zusätzlich auf einem Helm stehen, der auch eine ECE-Genehmigung trägt. Für die öffentliche Straße bleibt das Etikett der Regelung Nr. 22 am Kinnriemen das Kennzeichen. Ein FIM-Hinweis auf der Schale sagt nicht, ob 05 oder 06 genehmigt ist. Markenprotokolle wie Extreme Safety bei AGV sind ebenfalls keine zweite gesetzliche Norm.
Kevin B.
MotorradbekleidungHelme

Er betreut Vergleiche zu Autozubehör und Technik rund um Fahrzeug und Mobilität – mit Fokus auf Alltagstauglichkeit, Montage und Preis-Leistung.

10 Artikel verfasst
Aktualisiert: Oktober 2026

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