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HJC Jethelm ECE 22.06: was das Etikett wirklich sagt

Aktualisiert: Oktober 2026

Sie halten einen neuen HJC-Jethelm in der Hand, im Titel steht ECE 22.06, und am Kinnriemen klebt ein kleiner Aufdruck mit E-Kreis, Ziffern und einem Buchstaben. Die HJC Jethelm ECE 22.06 ist damit noch nicht gelesen. Das Etikett nennt Prüfserie und genehmigte Bauart, es ist keine Schulnote und kein Vergleich zwischen i31 und V31. Diese Seite ordnet die 06-Serie, die Zahl im E-Kreis und die Codes J, P, NP und P/J. Die Modelle selbst liegen im [Vergleich der HJC-Jethelme](/hub/motorradbekleidung/hjc-jethelm). Ob die Bauart zu Ihrem Einsatz passt, klärt die [Kaufberatung](/hub/motorradbekleidung/hjc-jethelm/sub/hjc-jethelm-kaufberatung).

Sie halten einen neuen HJC-Jethelm in der Hand, im Titel steht ECE 22.06, und am Kinnriemen klebt ein kleiner Aufdruck mit E-Kreis, Ziffern und einem Buchstaben. Die HJC Jethelm ECE 22.06 ist damit noch nicht gelesen.

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Inhalt

Was ECE 22.06 prüft

UN-Regelung Nr. 22 regelt die Typgenehmigung von Motorradhelmen und Visieren. Die 06-Serie erweitert die Prüfungen unter anderem um zusätzliche Aufschlagkonstellationen und um Rotationsbeschleunigung. Das ist ein technischer Mindestnachweis für die genehmigte Bauart, kein Ranking der Marken und kein Versprechen, dass jeder Kopf in jeder Größe gleich geschützt ist. Zwei Helme mit 22.06 können sich in Schale, Visier und Preis unterscheiden und trotzdem dieselbe Prüfserie tragen. Der Nachweis hängt am konkreten Stück, nicht an der Shop-Überschrift. HJC-Angebote in diesem Set nennen ECE 22.06 in den Produktdaten, vom V31 über i40N und i31 bis zum F31. Das ist ein Datenfeld. Wenn der gelieferte Helm eine ältere Serie zeigt, gilt das Etikett, nicht der Titel. Nach einem starken Aufprall schließen Sie von heiler Außenoptik nicht auf eine unbeschädigte Innenschale. Die Norm prüft den Typ, sie begutachtet nicht Ihren bereits gefahrenen Helm.

Etikett richtig lesen

Die Kennzeichnung sitzt typischerweise am Kinnriemen oder im Futter. Im E-Kreis steht der Genehmigungsstaat als Zahl. Diese Landesnummer ist keine Qualitätswertung: Eine höhere oder niedrigere Ziffer sagt nicht, dass der Helm besser oder schlechter geprüft wurde. Sie sagt, welches Land die Genehmigung erteilt hat. Die führenden Ziffern der Genehmigungsnummer zeigen die Prüfserie. Eine führende 06 verweist auf die 06-Serie, also die Linie, die umgangssprachlich als ECE 22.06 geführt wird. Daneben steht der Typcode, und der ist für einen Jethelm entscheidender als das Wort „Premium“ im Titel. Fehlt das Etikett oder ist es unleserlich, behandeln Sie die Homologation als offen, auch wenn fünf Shopfelder 22.06 wiederholen. Bei Neuware ist 22.06 die Referenz am Stück. Ein unleserliches Etikett bleibt offen, auch wenn der Titel die Serie nennt.
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J, P, NP und P/J

J bezeichnet einen Helm ohne unteren Gesichtsschutz, also Jet beziehungsweise Open Face. Kinn und Gesicht bleiben in dieser Genehmigung außen vor. Ein langes Visier, eine Sonnenblende oder eine abnehmbare Maske können Wind, Insekten oder den Look verändern. Sie machen aus dem J keinen geprüften Kinnbügel. Genau das ist die Grenze jedes HJC-Jethelms in diesem Set, unabhängig von Polycarbonat oder Fiberglas. P bezeichnet einen Helm mit einer unteren Gesichtsabdeckung, die als schützend geprüft ist. NP bedeutet, dass eine untere Abdeckung vorhanden ist, aber nicht als schützend genehmigt wurde. Die Optik kann bei NP massiv wirken und trotzdem keinen P-Schutz bieten. P/J ist die doppelte Genehmigung eines Modularhelms: eine Konfiguration offen, eine geschlossen, beide im Etikett abgedeckt. Das Institut für Zweiradsicherheit ordnet P/J deshalb bei Klapphelmen ein, die offen gefahren werden dürfen, nicht bei einem normalen Jet mit Sonnenblende. Wenn Sie am HJC ein J lesen, haben Sie den Open-Face-Status bestätigt. Wenn Sie P erwarten und nur J finden, ist der Helm für Ihren Anspruch die falsche Bauart, auch bei 22.06. Die Maske des i20N ist dafür der deutlichste Streitfall und auf der Seite HJC i20N Maske getrennt erklärt. Stark getönte Scheiben oder Sonnenblenden nutzen Sie nur unter den Lichtbedingungen, für die sie gekennzeichnet sind.

Prüfung am konkreten HJC-Helm

Legen Sie Titel und Etikett nebeneinander. Serie 06, dann der Buchstabe, dann ob Visier und Sonnenblende zum Text passen. Ein V31 mit internem Sonnenschild und ein i31 mit HJ-43 können beide J und 22.06 tragen und trotzdem unterschiedliche Alltagshelme sein. Die Norm entscheidet die Bauartgrenze, nicht welches Visier angenehmer ist. Pinlock-Vorbereitung und Bluetooth stehen nicht auf dem Genehmigungsetikett. Größe und Sitz prüft die Norm nicht an Ihrem Kopf. Ein homologierter Helm, der sich mit geschlossenem Riemen abstreifen lässt, ist für Sie der falsche Sitz, auch wenn das E-Zeichen stimmt. Messen, Drehtest und Abstreiftest stehen bei Größe und Passform. Erst wenn Etikett und Sitz zusammenpassen, lohnt der Blick auf Dekor und Preis. Herstellerclaims und Shopzeilen bleiben die zweite Quelle. Sie können ECE 22.06 korrekt nennen und trotzdem eine Designmaske wie Kinnschutz klingen lassen. Übernehmen Sie das Wort nicht, solange am Etikett J steht. Fehlt das Etikett oder widersprechen sich Titel und Riemen, kaufen Sie nicht auf die Überschrift. Eine zweite Farbe derselben Familie hat dasselbe Normthema, keinen neuen Code.

Häufige Fragen

Wo steht ECE 22.06 am Helm?
Typischerweise am Kinnriemen oder im Futter, nicht nur auf dem Karton. Sie suchen den E-Kreis, die Genehmigungsnummer mit der führenden Serie und den Typbuchstaben. Die Shopzeile „ECE 22.06“ ist ein Hinweis, den Sie am gelieferten Helm wiederfinden müssen. Ist das Schild verdeckt, unleserlich oder fehlt es, gilt die Homologation als nicht geprüft.
Was bedeutet die Zahl im E-Kreis?
Sie kennzeichnet den Genehmigungsstaat. Sie ist keine Testnote und keine Rangliste zwischen Helmen. Eine andere Landesnummer macht den HJC nicht sicherer oder schwächer. Die Prüfserie lesen Sie an den führenden Ziffern der Genehmigungsnummer, den Schutzumfang am Buchstaben daneben.
Was bedeutet J?
J steht für einen Jethelm ohne geprüften unteren Gesichtsschutz. Kinn und Gesicht liegen außerhalb dieser Abdeckung. Visier und Sonnenblende bleiben Komfort- und Wetterteile. Ein HJC mit J kann ECE 22.06 erfüllen und trotzdem kein Integralhelm sein. Wenn Sie Kinnschutz brauchen, suchen Sie einen anderen Typcode, nicht ein dickeres Visier derselben Bauart.
Was unterscheidet P und P/J?
P ist eine als schützend genehmigte untere Gesichtsabdeckung. P/J erlaubt beim Modularhelm die geprüfte offene und die geprüfte geschlossene Konfiguration. Ein normaler Jet mit J hat diese untere Prüfung nicht. NP liegt dazwischen: Eine Abdeckung ist sichtbar, aber nicht als schützend genehmigt.
Dürfen 22.05-Helme weitergenutzt werden?
In Deutschland macht der Wechsel auf die 06-Serie einen vorhandenen 22.05-Helm nicht automatisch unbrauchbar oder illegal. Fachstellen empfehlen für die Neuanschaffung trotzdem die aktuelle Serie. Das ist keine Regelung für den gesamten deutschsprachigen Raum. Am Helm, den Sie fahren, muss das Etikett lesbar sein.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen aus dem Research-Digest; zuletzt abgerufen am 03.10.2026.

  1. UNECE: UN Regulation No. 22, 06 series (abgerufen am 03.10.2026)
  2. HJC Europe: i31 Open Face (abgerufen am 03.10.2026)
  3. HJC Europe: F31 (abgerufen am 03.10.2026)
  4. HJC Europe: i20N (abgerufen am 03.10.2026)
  5. HJC Europe: Proper Fit (abgerufen am 03.10.2026)
  6. Institut für Zweiradsicherheit: Helmkauftipps (abgerufen am 03.10.2026)
  7. ADAC: Motorradhelme (abgerufen am 03.10.2026)