Unabhängiger Vergleich, ggf. Vergütung durch Shop-Links. Mehr Infos

Bester Printserver: Welches Modell zu welcher Aufgabe passt

Aktualisiert: Oktober 2026

Wer nach dem besten Printserver sucht, erwartet eine klare Rangfolge. Bei diesen Geräten wäre ein einziger Sieger jedoch irreführend: Ein Parallelport-Server kann für einen alten Bürodrucker genau richtig und für einen modernen USB-Laser völlig unbrauchbar sein. Ebenso löst eine günstige LPR-Box keine Scanneraufgabe, nur weil beide Geräte einen USB-Anschluss besitzen. Auf der [Printserver-Hauptseite](/hub/druckerzubehoer/printserver) sehen Sie die konkreten Angebote und Vergleichsdaten. Hier ordnen wir die wichtigsten Kandidaten nach ihrem tatsächlichen Einsatz ein. Die Empfehlung lautet nicht ein Modell für alle, sondern: erst die Aufgabe festlegen, dann innerhalb der passenden Geräteklasse auswählen.

Wer nach dem besten Printserver sucht, erwartet eine klare Rangfolge.

Unsere Top-Empfehlungen

Inhalt

Warum eine allgemeine Siegerliste in die Irre führt

Viele vermeintliche Printserver-Tests vergeben Noten, ohne einen Messaufbau, die verwendeten Drucker oder das geprüfte Protokoll zu nennen. Eine solche Rangfolge vermischt vier Aufgaben: einen USB-Drucker per Warteschlange freigeben, einen Parallelport-Drucker erhalten, ein komplettes USB-Gerät durchreichen und einen Spezialdrucker anbinden. Die 4,5 Sterne des DIGITUS DN-13001-1 machen ihn beispielsweise nicht mit USB-Druckern kompatibel. Ein sinnvoller Vergleich beginnt mit drei Fragen. Welche Buchse besitzt der Drucker? Soll ausschließlich gedruckt oder auch gescannt werden? Liegt ein Ethernetkabel am Aufstellort? Bei reinem USB-Druck sind genannte Standards wie LPR und Raw ein gutes Signal. Für Scan oder einen hostbasierten GDI-Drucker braucht es eine USB-Durchreiche mit passender Client-Software. Wer die Anforderungen noch nicht festgelegt hat, beginnt mit der Printserver-Kaufberatung.

Ein USB-Drucker, nur drucken

Für einen normalen USB-Drucker ist der DIGITUS DN-13003-2 der am breitesten dokumentierte Kandidat. Er nennt LPR, IPP und Raw, besitzt eine Weboberfläche und unterstützt DHCP. Mit 4,2 Sternen aus 107 Bewertungen ist die Praxisbasis ordentlich. Die Werkadresse 192.168.0.10 kann außerhalb des Heimnetzes liegen, und DHCP ist nach Handbuch zunächst deaktiviert. Der StarTech PM1115U2 hat mit 574 Bewertungen die größte Review-Basis, erreicht aber nur 3,6 Sterne. Das Datenblatt nennt LPR mit der Warteschlange lp1 und Bonjour und weist darauf hin, dass die Box nicht Plug-and-Play ist. Eine Scan-Unterstützung ist nicht belegt. Die beiden CSL-Server bieten Fast Ethernet, USB 2.0, LPR und eine Weboberfläche; Scan und Füllstand werden ausdrücklich ausgeschlossen. Das Modell B08LL9YCJ5 kombiniert 222 Bewertungen mit dem niedrigeren Einstiegspreis und ist der Preis-Leistungs-Kandidat für reines Drucken. B08V6J3W4F nennt Windows bis 11, hat aber nur 3,7 Sterne aus 87 Bewertungen.

Ein alter Drucker mit Parallelport

Für einen breiten Centronics- oder Parallelanschluss ist der DIGITUS DN-13001-1 die eigene Empfehlungsspur. Er besitzt den passenden Druckeranschluss, 10/100-Ethernet, eine Webverwaltung sowie Angaben zu DHCP und SNMP. Seine 4,5 Sterne aus 67 Bewertungen sind die höchste Nutzerwertung im betrachteten Feld und tragen den höchsten redaktionellen Score. Diese Position gilt nur, wenn der Drucker tatsächlich einen Parallelport besitzt. Für einen USB-Drucker fehlen Buchse und Aufgabe. Rezensionen nennen eine feste Startadresse 192.168.0.10; die erste Konfiguration kann einen Rechner im gleichen Subnetz verlangen. Bei einem wertigen Nadel-, Kassen- oder älteren Laserdrucker kann die Lösung wirtschaftlich sein. Soll nur ein beliebiger alter Drucker gerettet werden, vergleichen Sie vorher Toner-, Energie- und Wartungskosten mit einem aktuellen Netzwerkmodell.

Scan, GDI oder Etikett

Sobald Scanner, Füllstand oder ein hostbasierter Drucker ins Spiel kommen, verlassen Sie die einfachen Printserver. Der DIGITUS DN-13020 ist ein USB-Geräteserver, dessen Software neben automatischem Druck auch einen Scannerweg vorsieht. Der Zugriff ist exklusiv: Laut Listing kann nicht mehr als ein Nutzer gleichzeitig auf das Gerät zugreifen. Im Haushalt ist das vertretbar, in einem kleinen Büro mit parallelen Aufgaben ein Engpass. Der Silex DS-700 kombiniert Netzwerkdruck über LPR oder Raw mit USB-Durchreiche. Er ist der vielseitigste Kandidat, liegt im Premiumsegment und hat nur 22 Amazon-Bewertungen. Eine Rezension berichtet von Mac-Software, die bei macOS 10.14 endet. Prüfen Sie die aktuelle Client-Unterstützung vor dem Kauf. Der DYMO S0929080 ist keine allgemeine Box, sondern eine Lösung für LabelWriter der 450-Serie. Beim LabelWriter 450 Duo kann er sinnvoll sein, wenn ein Fremdserver nur eines der beiden Druckwerke erkennt. Für einen normalen Laser ist das eine inkompatible Nische.

Was Sterne und günstige Angebote nicht sagen

Amazon-Sterne zeigen Zufriedenheit im jeweiligen Nutzungsmix, keine garantierte Kompatibilität mit Ihrem Drucker. Beim SatcOp stammen 3,0 Sterne aus einer einzigen Rezension: LAN funktionierte nach manueller Konfiguration, WLAN nicht. Beim Kavolet fehlen Bewertungen vollständig. Das Listing verspricht 2,4-GHz-WLAN, Ethernet und bis zu vier Drucker, nennt aber keine Druckprotokolle. Ein niedriger Preis kompensiert dieses Informationsdefizit nicht.

Fazit: erst die Aufgabe, dann die Klasse

Für reines USB-Drucken ist der DN-13003-2 wegen seiner Protokollbreite der stärkste Allround-Kandidat, das günstigere CSL-Modell B08LL9YCJ5 das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Parallelport führt zum DN-13001-1. Scan und GDI verlangen je nach Kompatibilität den DN-13020 oder den Silex DS-700. Der DYMO gehört ausschließlich an passende LabelWriter.

Häufige Fragen

Welcher Printserver ist insgesamt der beste?
Ohne Anschluss und Aufgabe gibt es keinen sinnvollen Gesamtsieger. Der DN-13001-1 hat den höchsten redaktionellen Score, passt aber nur zum Parallelport. Für normales USB-Drucken ist der DN-13003-2 vielseitiger dokumentiert; für Scan ist eine andere Geräteklasse nötig.
Ist die höchste Sternezahl automatisch der beste Kauf?
Nein. Sterne gelten für das bewertete Produkt und dessen Einsatzzweck. Ein sehr gut bewerteter Parallelport-Server bleibt am USB-Drucker unbrauchbar. Prüfen Sie außerdem die Anzahl der Bewertungen: Eine einzelne Rezension trägt weniger als mehrere hundert.
DIGITUS DN-13003-2 oder StarTech PM1115U2?
Der DIGITUS nennt LPR, IPP und Raw und erreicht die bessere Durchschnittswertung. StarTech bietet die größere Review-Basis sowie eine dokumentierte LPR-Warteschlange lp1, ist aber nicht Plug-and-Play. Beide sind primär für reines Drucken gedacht.
Wann ist der Silex DS-700 die passendere Wahl?
Wenn Sie neben LPR oder Raw eine echte USB-Geräteserver-Funktion benötigen und die Client-Software zu Ihrem Betriebssystem passt. Für reines Drucken ist sein Premiumpreis schwerer zu rechtfertigen.
Warum ist Kavolet trotz vieler Versprechen kein Sieger?
Weil Bewertungen und eine Protokollliste fehlen. Die Angaben zu WLAN, Weboberfläche und bis zu vier Druckern stammen nur aus dem Listing. Ohne Praxisbasis bleibt offen, wie zuverlässig Einrichtung und Mehrdruckerbetrieb funktionieren.
Ist ein Testsieger-Siegel ein Labornachweis?
Nicht automatisch. Entscheidend ist, ob Messaufbau, Testdrucker und Kriterien offengelegt sind. Unsere Auszeichnung basiert auf den vorhandenen Produkt-, Preis- und Review-Daten; sie ersetzt weder eine Kompatibilitätsprüfung noch einen unabhängigen Labortest.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Printservern; zuletzt abgerufen am 10.10.2026.

  1. Microsoft Learn, Standardportmonitor für TCP/IP (abgerufen am 10.10.2026)
  2. DIGITUS DN-13003-2 bei ASSMANN (abgerufen am 10.10.2026)
  3. DIGITUS DN-13001-1 Datenblatt (abgerufen am 10.10.2026)
  4. StarTech PM1115U2 Datenblatt (abgerufen am 10.10.2026)
  5. Silex DS-700 Produktbrief (abgerufen am 10.10.2026)
  6. BSI SYS.4.1 Drucker und Multifunktionsgeräte, Edition 2023 (abgerufen am 10.10.2026)
  7. DYMO LabelWriter Print Server FAQ (abgerufen am 10.10.2026)
  8. SEH printserver ONE (abgerufen am 10.10.2026)