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WLAN oder LAN beim Printserver: Welche Strecke passt

Aktualisiert: Oktober 2026

Der Drucker soll aus dem Arbeitszimmer verschwinden, doch am neuen Platz fehlt eine Netzwerkdose. Damit wird aus der Produktsuche die Frage, ob ein WLAN oder LAN Printserver besser passt. Ethernet ist in der Regel stabiler und leichter zu prüfen, aber ein Kabel durch den Flur ist nicht immer praktikabel. Funk ist eine sinnvolle Lösung, sofern das Datenblatt Frequenzband, Verschlüsselung und Betriebsart konkret nennt. Die verfügbaren Geräte und ihre Anschlüsse zeigt die [Printserver-Hauptseite](/hub/druckerzubehoer/printserver). Entscheidend ist nicht die theoretisch höhere Datenrate, sondern ob die Strecke dauerhaft erreichbar, sicher konfiguriert und bei einem Fehler nachvollziehbar bleibt.

Der Drucker soll aus dem Arbeitszimmer verschwinden, doch am neuen Platz fehlt eine Netzwerkdose. Damit wird aus der Produktsuche die Frage, ob ein WLAN oder LAN Printserver besser passt.

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Inhalt

Was die Netzwerkstrecke entscheidet

Wenn Router oder Switch in Reichweite stehen, ist ein Ethernetkabel die erste Wahl. Ein Fast-Ethernet-Port mit 100 Mbit/s ist für gewöhnliche Druckseiten kein relevanter Engpass. Aufbereitung am Rechner und das Druckwerk dauern meist länger als die Übertragung. Kabel vereinfacht die Fehlersuche. Leuchtet die Link-Anzeige, lässt sich die Box anpingen und öffnet sich ihre Weboberfläche, ist die physische Strecke schnell eingegrenzt. Bei WLAN kommen Funkabdeckung, Passwort, Verschlüsselung, Bandwahl und mögliche Client-Isolation hinzu. WLAN bleibt richtig, wenn keine Dose liegt und auch kein Kabel sinnvoll verlegt werden kann. Die Empfehlung lautet: LAN, sobald eine praktikable Dose vorhanden ist; WLAN nur, wenn der Aufstellort den Zusatzaufwand rechtfertigt. Kriterien jenseits der Strecke stehen in der Printserver-Kaufberatung.

Was ein WLAN-Datenblatt enthalten muss

Ein belastbares Datenblatt nennt mindestens das Funkband und die Verschlüsselung. 2,4 GHz reicht für Druckaufträge und erreicht häufig weiter als 5 GHz, teilt sich aber den Bereich mit vielen anderen Geräten. 5 GHz kann in dichten Netzen sauberer sein, hat jedoch eine kürzere Reichweite durch Wände. Die Bandwahl entscheidet hier eher über Reichweite als über Geschwindigkeit. Bei der Sicherheit sollte nichts Schwächeres als WPA2 akzeptiert werden. Das BSI empfiehlt außerdem, unnötige Funkschnittstellen abzuschalten und Verwaltungszugriffe verschlüsselt zu betreiben. Manche Geräte können LAN und WLAN nur alternativ nutzen. Der Silex DS-520AN weist beispielsweise darauf hin, dass kabelgebundener und drahtloser Printserverbetrieb nicht gleichzeitig möglich sind. Ein Titel mit „kabellos“ ersetzt diese Angaben nicht. Beim SatcOp-Angebot fand die einzige Rezension über WLAN keinen Router, während LAN nach manueller IP-Konfiguration funktionierte. Nach der Wahl der Strecke führt Printserver einrichten durch IP-Adresse und Druckport.

Wenn weder Dose noch Vertrauen in Funk da ist

Powerline kann die Ethernetstrecke über die Stromleitung bis zum Drucker verlängern. Der Printserver bleibt ein kabelgebundenes Modell und wird mit einem kurzen Netzwerkkabel an den entfernten Adapter angeschlossen. Die Druckbox selbst muss dann kein WLAN verwalten. Die Stabilität hängt von Stromkreisen, Sicherungen und Störquellen ab; Powerline ist kein garantiert störungsfreies Kabel. Eine zweite Möglichkeit: den Drucker näher an den Router stellen und dessen USB-Port verwenden. Bei einer FRITZ!Box kann normaler USB-Netzwerkdruck über Raw und Port 9100 funktionieren. Dieser Weg ist unidirektional: Scan, Tintenstand und iOS-Druck werden dadurch nicht automatisch verfügbar. Ein kleiner WLAN-Client oder eine WLAN-Bridge kann einen Ethernet-Printserver ins Funknetz bringen. Druckfunktion und Funkstrecke lassen sich so trennen. Die Lösung besteht allerdings aus zwei Netzteilen und zwei Verwaltungsoberflächen. Für einen einzelnen alten Drucker sollte sie gegen den Aufwand eines aktuellen Netzwerkdruckers gerechnet werden.

Was Funk nicht nebenbei löst

WLAN beschreibt nur den Transport zwischen Printserver und Router. Es ergänzt weder AirPrint noch Scanner-Unterstützung und verwandelt einen hostbasierten Drucker nicht in ein standardisiertes Netzwerkgerät. Ob vom iPhone gedruckt werden kann, hängt von AirPrint beziehungsweise einem passenden Vermittlungsdienst ab, nicht vom bloßen Vorhandensein einer Funkverbindung. Kavolet verspricht 2,4-GHz-WLAN, Ethernet und bis zu vier Drucker, nennt aber keine Druckprotokolle und besitzt im Datensatz keine Rezensionen. Selbst wenn die Funkverbindung gelingt, bleibt offen, ob LPR, Raw, IPP oder eine proprietäre Software eingesetzt wird. Für einen produktiven Arbeitsplatz ist diese Unklarheit wichtiger als der niedrige Einstiegspreis. Auch die Reichweite löst keine Gerätekompatibilität. Ein stabil verbundenes CSL-Modell überträgt laut Listing weiterhin weder Scanner noch Füllstand. Wenn diese Funktionen gebraucht werden, wählen Sie zuerst die passende Geräteklasse und danach deren Netzstrecke. Die Unterschiede erklärt Printserver am Multifunktionsdrucker.

Eine klare Entscheidung für typische Aufstellorte

Stehen Drucker und Router im selben Raum, nehmen Sie Ethernet. Ein kurzes Kabel ist stabil, erfordert keinen zusätzlichen Funkschlüssel und lässt sich bei Problemen sichtbar prüfen. Steht der Drucker einen Raum weiter und lässt sich ein Kabel entlang der Fußleiste führen, bleibt LAN meist ebenfalls die wartungsärmere Lösung. Bei einer anderen Etage oder einem Ort ohne Kabelweg ist WLAN vertretbar, wenn WPA2, Band und Betriebsart dokumentiert sind. Prüfen Sie die Signalstärke an genau diesem Standort, nicht nur neben dem Router. Ein Herstellerdatenblatt wiegt hier schwerer als ein No-Name-Titel. Powerline ist der Mittelweg, wenn Funk am Standort instabil ist und die Elektroinstallation mitspielt. Unabhängig von der Strecke sollte der Printserver eine feste DHCP-Reservierung erhalten, damit eingerichtete Druckports nicht nach einer Adressänderung ins Leere zeigen.

Häufige Fragen

Ist Fast Ethernet für große Druckdateien zu langsam?
Für normale Büro-, Foto- und Etikettendrucke ist 100 Mbit/s selten der Engpass. Aufbereitung am Rechner und das Druckwerk brauchen meist länger. Gigabit wird eher bei allgemeinen USB-Geräteservern mit großen Datenübertragungen relevant.
Wann ist WLAN die richtige Wahl?
Wenn am sinnvollen Druckerstandort keine Netzwerkdose liegt und ein Kabel nicht praktikabel ist. Das Modell sollte WPA2 oder besser, das Funkband und die konkrete Betriebsart im Datenblatt nennen.
Reicht ein 2,4-GHz-Printserver?
Für die Datenmenge beim Drucken ja. 2,4 GHz bietet häufig mehr Reichweite, ist aber stärker belegt. Entscheidend sind ein stabiles Signal am Standort und eine sichere Verschlüsselung, nicht die maximale Datenrate.
Können LAN und WLAN gleichzeitig aktiv sein?
Nicht bei jedem Gerät. Der Silex DS-520AN schließt gleichzeitigen kabelgebundenen und drahtlosen Printserverbetrieb ausdrücklich aus. Prüfen Sie diese Frage im jeweiligen Datenblatt, wenn Sie zwischen beiden Strecken umschalten wollen.
Macht WLAN meinen Drucker AirPrint-fähig?
Nein. WLAN stellt nur die Netzwerkverbindung her. AirPrint benötigt passende Protokolle und eine Geräteankündigung im Netz. Eine Funkbox ohne AirPrint-Angabe reicht dafür nicht automatisch.
Was kann ich tun, wenn WLAN instabil ist?
Testen Sie zunächst Ethernet am selben Printserver. Fehlt eine Dose, kommen Powerline oder eine separate WLAN-Bridge infrage. Bleibt LAN stabil, liegt das Problem eher an Funkkonfiguration oder Abdeckung als am Druckprotokoll.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Printservern; zuletzt abgerufen am 10.10.2026.

  1. Microsoft Learn, Standardportmonitor für TCP/IP (abgerufen am 10.10.2026)
  2. DIGITUS DN-13003-2 bei ASSMANN (abgerufen am 10.10.2026)
  3. DIGITUS DN-13001-1 Datenblatt (abgerufen am 10.10.2026)
  4. StarTech PM1115U2 Datenblatt (abgerufen am 10.10.2026)
  5. Silex DS-700 Produktbrief (abgerufen am 10.10.2026)
  6. BSI SYS.4.1 Drucker und Multifunktionsgeräte, Edition 2023 (abgerufen am 10.10.2026)
  7. DYMO LabelWriter Print Server FAQ (abgerufen am 10.10.2026)
  8. SEH printserver ONE (abgerufen am 10.10.2026)