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Printserver-Kaufberatung: Anschluss und Aufgabe zuerst

Aktualisiert: Oktober 2026

Der Drucker funktioniert noch, steht aber neben dem einzigen Rechner, an dem sein USB-Kabel steckt. Ein externer Printserver kann diesen Drucker ins Netzwerk holen, doch nicht jede Box passt zu jedem Anschluss und nicht jede überträgt mehr als reine Druckaufträge. Diese Printserver-Kaufberatung führt nicht zuerst über Marken, sondern über vier Entscheidungen: Anschluss, gewünschte Funktionen, Netzwerkstrecke und Gesamtkosten. Konkrete derzeit verfügbare Geräte finden Sie auf der [Printserver-Hauptseite](/hub/druckerzubehoer/printserver). Wenn Sie vor dem Kauf USB mit Centronics verwechseln oder Scan-Unterstützung nur vermuten, hilft auch ein günstiges Angebot nicht. Prüfen Sie zuerst den Drucker selbst und erst danach die Ausstattung des Servers.

Der Drucker funktioniert noch, steht aber neben dem einzigen Rechner, an dem sein USB-Kabel steckt.

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Inhalt

Welchen Anschluss der Drucker wirklich hat

Ein rechteckiger USB-A-Stecker am Computer und der eher quadratische USB-B-Anschluss am Drucker kennzeichnen den häufigsten Fall: Gesucht wird eine Box mit USB-Hostanschluss zum Drucker und Ethernet oder WLAN zum Netz. Ein alter Parallelport sieht breit aus und besitzt meist 25 oder 36 Kontakte. Dafür benötigen Sie einen ausdrücklichen Parallelport-Printserver wie den DIGITUS DN-13001-1. Ein USB-Modell wird nicht durch ein passives Kabel zur selben Geräteklasse. Spezialdrucker bilden eine dritte Gruppe. Der DYMO-Server S0929080 ist für LabelWriter der 450-Serie ausgelegt und kein universeller Adapter für Laser- oder Tintenstrahldrucker. Beim LabelWriter 450 Duo kann die herstellerspezifische Lösung relevant sein, weil allgemeine Server nach Nutzerberichten teils nur eines der beiden Druckwerke erkennen. Erst wenn der physische Anschluss passt, lohnt der Blick auf Protokolle. LPR, Raw oder IPP sind aussagekräftiger als eine pauschale Aussage wie „für 95 Prozent aller Drucker“. Wie sich die Kandidaten nach Aufgaben unterscheiden, zeigt bester Printserver.

Nur drucken oder auch scannen

Eine einfache Druckbox nimmt einen Auftrag aus dem Netzwerk an und reicht ihn zum USB-Drucker weiter. Dieser Weg ist häufig unidirektional. Die beiden CSL-Modelle schließen Scan und Füllstandsanzeige ausdrücklich aus. Auch eine erfolgreiche Windows-Testseite beweist nicht, dass anschließend TWAIN-Scan, Faxstatus oder Tintenstand funktionieren. Für solche Rückkanäle benötigen Sie einen USB-Geräteserver beziehungsweise eine Virtual-Link-Lösung. Das USB-Gerät wird über eine Client-Software zeitweise so an einen Rechner durchgereicht, als wäre es lokal angeschlossen. Der DIGITUS DN-13020 sieht einen solchen Betrieb vor, erlaubt laut Listing aber keinen gleichzeitigen Zugriff mehrerer Nutzer. Während ein Rechner den Scanner verbunden hält, kann ein anderer nicht selbstverständlich parallel drucken. Auch hostbasierte GDI-Drucker funktionieren nicht automatisch an jedem klassischen LPR-Server. Ein Herstellerbrief zum Silex DS-700 trennt Standarddruck über LPR oder Raw von Virtual Link für weitergehende USB-Nutzung. Wenn Scan oder GDI der Hauptgrund für den Kauf ist, lesen Sie Printserver am Multifunktionsdrucker.

Kabel, Funk oder Router-USB

Steht der Drucker in der Nähe eines Routers oder Switches, ist Ethernet meistens die einfachere Strecke. Fast Ethernet mit 100 Mbit/s reicht für normale Druckaufträge. Aufbereitung und Druckwerk begrenzen gewöhnlich stärker als dieses Netzwerktempo. Ein Kabelproblem lässt sich über Link-Anzeige, Port und IP-Adresse klarer eingrenzen als eine instabile Funkverbindung. WLAN ist sinnvoll, wenn am Aufstellort keine Netzwerkdose erreichbar ist. Dann sollte das Datenblatt mindestens das Funkband und WPA2 nennen. Ein Titel mit „kabellos“ genügt nicht: Beim SatcOp-Modell funktionierte in der einzigen Rezension nur USB-zu-LAN, während die WLAN-Verbindung keinen Router fand. Der USB-Port einer FRITZ!Box kann eine kostenlose erste Probe sein, wenn Router und Drucker nebeneinanderstehen. Der normale Netzwerkdruck läuft dort über Raw und Port 9100, liefert aber weder Scan noch Tintenstand und macht den Drucker nicht automatisch AirPrint-fähig.

Wann die Box teurer ist als ein neuer Drucker

Einfache USB-zu-Ethernet-Server liegen im beobachteten Angebot meist in der Einstiegsklasse, besser dokumentierte Geräte und Spezialadapter deutlich darüber. Hinzu kommen Einrichtungszeit, mögliche Client-Software, ein zusätzliches Netzteil und das Risiko, dass ein künftiges Betriebssystem keinen passenden Treiber mehr erhält. Beim Silex DS-700 warnt eine Rezension vor alter Mac-Software, obwohl die Hardware selbst leistungsfähig ist. Vergleichen Sie Box plus Restlebensdauer mit einem aktuellen Netzwerkdrucker. Bei niedrigem Druckvolumen und hohen Toner- oder Tintenkosten kann ein sparsamer neuer Drucker wirtschaftlicher sein. Ein robuster Laser mit günstigen Verbrauchsmaterialien kann durch einen externen Server länger nutzbar bleiben. Die Entscheidung kippt zum Neukauf, wenn hostbasierter Drucker, zwingender Scan, aktuelle Mac-Unterstützung und eine fehlende Kompatibilitätsliste zusammenkommen.

Checkliste vor der Bestellung

Gehen Sie die Prüfung in einer festen Reihenfolge durch, damit eine Funk- oder Preisangabe keinen Anschlussfehler verdeckt. Fotografieren Sie Typenschild und Druckerbuchse und unterscheiden Sie USB, Parallelport und herstellerspezifische Anschlüsse. Entscheiden Sie ausdrücklich, ob nur Drucken genügt oder ob Scan, Fax, Tintenstand und bidirektionaler Status benötigt werden. Suchen Sie im Datenblatt nach LPR, Raw oder IPP, nicht nur nach dem Wort Printserver. Prüfen Sie bei einem Geräteserver, welche Client-Systeme unterstützt werden und ob der Zugriff exklusiv ist. Wählen Sie Ethernet, wenn eine Dose erreichbar ist; bei WLAN verlangen Sie mindestens eine dokumentierte WPA2-Unterstützung. Prüfen Sie Werk-IP, DHCP und Weboberfläche. Stellen Sie Box, Zeitaufwand und Folgekosten einem aktuellen Netzwerkdrucker gegenüber.

Häufige Fragen

Reicht jeder USB-Printserver für jeden USB-Drucker?
Nein. Die Anschlussform allein garantiert keine Kompatibilität. Hostbasierte GDI-Drucker, Spezialgeräte und Multifunktionsmodelle können einen Geräteserver oder eine ausdrückliche Freigabe benötigen. Eine Protokollliste und eine Hersteller-Kompatibilitätsliste sind belastbarer als pauschale Prozentversprechen.
Wann ist die FRITZ!Box die bessere erste Probe?
Wenn Drucker und Router direkt nebeneinanderstehen und reines Drucken genügt, kostet der Versuch keine zusätzliche Box. Der normale Raw-Druck über Port 9100 überträgt jedoch weder Scanner noch Füllstand und ersetzt kein AirPrint.
Was unterscheidet Druckbox und USB-Geräteserver?
Die Druckbox stellt eine Warteschlange über LPR, Raw oder IPP bereit. Ein USB-Geräteserver reicht das komplette USB-Gerät per Client-Software an meist einen Rechner zur Zeit durch. Dadurch kann Scan möglich werden, allerdings sinkt der Komfort für mehrere gleichzeitige Nutzer.
Brauche ich für einen Centronics-Drucker eine andere Box?
Ja. Ein alter Parallel- beziehungsweise Centronics-Anschluss verlangt einen dafür gebauten Server. Im betrachteten Angebot erfüllt der DIGITUS DN-13001-1 diese Aufgabe. USB-Modelle sind keine direkten Alternativen.
Was prüfe ich bei einem WLAN-Modell?
Mindestens Funkband, WPA2, unterstützte Betriebsarten und eine nachvollziehbare Einrichtungsanleitung. Fehlen diese Angaben, bleibt WLAN im Titel eine unbestätigte Werbeaussage. Prüfen Sie außerdem, ob Kabel und Funk alternativ oder gleichzeitig nutzbar sind.
Wann lohnt eher ein neuer Netzwerkdrucker?
Wenn der alte Drucker hohe Folgekosten verursacht, hostbasiert arbeitet oder Scan und aktuelle Systemunterstützung zwingend sind, wird die Zusatzbox schnell zur Zwischenlösung. Bei einem langlebigen Laser mit günstigen Verbrauchsmaterialien kann die Nachrüstung dagegen wirtschaftlich bleiben.

Weiterführende Seiten

Quellenverzeichnis

Fachquellen zu Printservern; zuletzt abgerufen am 10.10.2026.

  1. Microsoft Learn, Standardportmonitor für TCP/IP (abgerufen am 10.10.2026)
  2. DIGITUS DN-13003-2 bei ASSMANN (abgerufen am 10.10.2026)
  3. DIGITUS DN-13001-1 Datenblatt (abgerufen am 10.10.2026)
  4. StarTech PM1115U2 Datenblatt (abgerufen am 10.10.2026)
  5. Silex DS-700 Produktbrief (abgerufen am 10.10.2026)
  6. BSI SYS.4.1 Drucker und Multifunktionsgeräte, Edition 2023 (abgerufen am 10.10.2026)
  7. DYMO LabelWriter Print Server FAQ (abgerufen am 10.10.2026)
  8. SEH printserver ONE (abgerufen am 10.10.2026)